Steinexpo auf April 2021 verschoben

Stein Magazin

Seit 1990 findet die Steinexpo im Drei-Jahres-Turnus statt. Wegen Corona wird die 11. Ausgabe auf 2021 verschoben. Foto: Geoplan GmbH

Rese lobt solidarische Branche



Die ursprünglich für den Zeitraum vom 26. bis 29. August 2020 geplante Demonstrationsmesse wird wegen Corona auf nächstes Frühjahr verschoben.


Die zuständigen hessischen Behörden haben entschieden, dass die 11. Steinexpo nicht Ende August 2020 stattfinden kann. Friedhelm Rese, Chef des Messeorganisators Geoplan, erklärt dazu: “Schweren Herzens muss die Steinexpo 2020 aufgrund behördlicher Vorgaben verschoben werden. Unser Team hat sie gemeinsam mit der bewährten Planungsmannschaft, dem Betreiber des Steinbruchs und den Ausstellern bereits mit viel Herzblut vorbereitet. Dafür danke ich allen Beteiligten von ganzem Herzen! Die Verschiebung trifft uns als eher kleineren Messeveranstalter mit einiger Wucht. Dennoch heißt es jetzt, nach vorn zu schauen: Gemeinsam werden wir die 11. Steinexpo vom 14. bis 17. April nächsten Jahres wieder zur erfolgreichen Plattform für die Roh- und Baustoffindustrie machen.”

“So schwierig die Zeiten auch sind – es zeigt sich gerade jetzt mehr als deutlich, dass wir stolz darauf sein können, für derart bodenständige Branchen zu arbeiten. Nach meinem Eindruck ist der Bezug zur Realität hier besonders groß. Man schaut über den eigenen Tellerrand, spricht eine gemeinsame Sprache und verhält sich solidarisch. Ich wünsche mir, dass wir das als Wert schätzen und gemeinsam über die Corona-Zeit hinaus verinnerlichen können“, so Rese.

Live-Vorführungen im hessischen Steinbruch

Die Steinexpo findet seit 1990 im Steinbruch Nieder-Ofleiden statt. Sie wird im Drei-Jahres-Turnus durchgeführt. Bei Live-Vorführungen zeigen Hersteller und Händler von Bau- und Arbeitsmaschinen, von Nutzfahrzeugen und LKW sowie von Anlagen zur Rohstoffgewinnung und -aufbereitung ihre Leistungsfähigkeit. Einen weiteren Schwerpunkt der Messe bildet das Recycling mineralischer Baustoffe. Veranstaltet wird die Steinexpo von der Firma Geoplan.

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Steinpflege-Profis gefunden

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Im Juni hatten wir bereits über die Sommer-Aktion „Best of Steinpflege“ der Finalit Deutschland GmbH berichtet. Das Unternehmen hat mit dem Wettbewerb die besten Vorher-Nachher-Fotos von gereinigten Fliesen, Natursteinen und Kunststeinen gesucht. Voraussetzung war, dass die Steine mit Finalit-Produkten behandelt wurden. Nun stehen die Preisträger fest.

„Die eingereichten Arbeitsbeispiele und die Vielfalt der behandelten Materialen von Betonstein, Schiefer, Granit, Feinsteinzeug, Marmor, Terrazzo, Solnhofener, Sandstein und Cotto hat uns überrascht und gefreut“ so Evangelos Iordanidis, Geschäftsführer Finalit Deutschland GmbH. Aus den zahlreichen Einsendungen kürte die Finalit-Jury die Gewinner des Wettbewerbs:

Die Preisübergabe fand am 21. Juli 2016 im neuen Büro von Finalit in München statt. Trotz hochsommerlicher Temperaturen kamen über 50 Teilnehmer. Im Anschluss an die Prämierung der besten Fotos wurden Michael Duthoo, Andreas Falkensteiner und alle anderen Preisträger mit kühlen Getränken und einem Abendessen im Biergarten gefeiert.

Innovative Kombination

Erst in den 1980er–Jahren hatte die Ruhrgebietsstadt Castrop-Rauxel den zentral gelegenen Marktplatz neugestalten lassen. Doch in halbgebundener Bauweise ausgeführt, nahmen die Mängel am Belag immer mehr zu. Der Stadt war klar, dass nur eine umfassende Baumaßnahme langfristig helfen konnte. Die erste Planung sah vor, den Platz in gebundener Bauweise zu sanieren. Doch durch die Firma Metten aus Overath bei Köln wurden die Verantwortlichen auf das Verlegesystem ecostone aus Belgien aufmerksam.

Aufgrund der großen Anzahl von auftretenden Schäden am Belag suchte der Bauingenieur Guy Van Camp aus Belgien nach den Gründen der Mängel und einer entsprechenden Lösung. Die Erkenntnis, dass die Fuge bei hoher Belastung die Schwachstelle ist, führte zu einem Umdenken. Anstatt die Fuge immer steifer auszubilden, um sie stabiler zu machen, musste sie entlastet werden. So entstand die Idee von ecostone.

Einfaches Prinzip

Die Verlegearbeiten hat die Garten- und Landschaftsbaufirma Boymann aus Dortmund durchgeführt. Beim Reihenverband mussten die Pflasterer zunächst sorgfältig die rund zwei Meter langen Kunststoffschienen auf der ebenen, unverdichteten Bettung anordnen. Die Straße ist im Ellbogenverband verlegt. Aber die Verlegearbeiten folgen dem gleichen Prinzip, auch wenn sie etwas zeitintensiver sind. Denn bei diesem Muster setzt der Pflasterer immer einen Stein, dann eine Schiene, dann wieder einen Stein und so weiter. Und zwischen diesen Arbeitsschritten muss er auch noch die Abstandshalter richtig platzieren. Das Verfahren war nicht nur für die Stadt, sondern auch für die Mitarbeiter der Firma Boymann eine Premiere, die problemlos verlief.

Besonderheiten und positive Erfahrungswerte

Das System von ecostone hat etliche Vorteile. Der größte Vorteil liegt in der geringeren Steindicke. Ein weiterer Pluspunkt des Schienensystems ist die sofortige Nutzung nach der Verlegung. Zudem ist die Verlegetechnik schnell zu erlernen. Und die Erfahrungen hinsichtlich der horizontalen Stabilität sind positiv, denn bis heute musste keine einzige Fläche ausgebessert werden.

Erfahren Sie mehr über die innovative Verlegetechnik in STEIN 06/2017.