Versunkene Steingeheimnisse

Stein Magazin

Noch bis 16. Juli 2017 kann im Museum Rietberg Zürich die Ausstellung „Osiris – das versunkene Geheimnis Ägyptens“ besucht werden. Zu sehen sind faszinierende jahrhundertealte Steinobjekte, die im 8. Jahrhundert im Meer versanken.

Auf rund 1.300 Quadratmetern werden 250 Werke – Statuen, Kultgegenstände, Sarkophage und Götterbilder aus sechzehn Jahrhunderten – ausgestellt. Sie wurden bei Unterwassergrabungen des Europäischen Instituts für Unterwasser-Archäologie (Institut Européen d’Archéologie Sous-Marine, IEASM) in der Bucht von Abukir, Ägypten, entdeckt. Die Forschungsarbeiten wurden – unter der Leitung von Franck Goddio und in Kooperation mit dem Ägyptischen Ministerium für Altertümer an Ägyptens Mittelmeerküste und der Hilti Foundation – in den beiden Städten Thonis-Herakleion und Kanopus vor der Küste Ägyptens durchgeführt. Die Sammlung wird um 40 Stücke ergänzt, die aus Museen in Kairo und Alexandria stammen. Der Großteil wird zum ersten Mal außerhalb Ägyptens präsentiert.

Kolossalstatue-Gott-Hapi-Granit
Die Ausgrabung der Kolossalstatue Hapi aus rosa Granit.(Foto: Christoph Gerigk, Franck Goddio / Hilti Foundation)
Osiris-Stele von Thonis-Herakleion-Granodiorit
Auch die knapp zwei Meter hohe Stele aus schwarzem Granodiorit… (Foto: Christoph Gerigk, Franck Goddio / Hilti Foundation)
Osiris-Statuettenkopf-Kalkstein
… und der Kopf einer zypriotischen Statuette aus Kalkstein wurden in der versunkenen Stadt Thonis-Herakleion entdeckt. (Foto: Christoph Gerigk, Franck Goddio / Hilti Foundation)
AUFBAU STATUEN AEGYPTEN AUSSTELLUNG
Aufbau der Kolossalstatuen auf dem Museumsvorplatz. (Manuel Lopez / PPR)
Osiris-Apis-Stier-Basalt
Der Apis-Stier aus Basalt wurde am Eingang der unterirdischen Galerien des Serapeums in Alexandria entdeckt. (Foto: Christoph Gerigk, Franck Goddio / Hilti Foundation)
Statue-Arsinoe-schwarzer-Granit
Aus schwarzem Granit wurde die Statue der Arsinoë aus dem 3. Jahrhunder v. Chr. gemeißelt. (Foto: Christoph Gerigk, Franck Goddio / Hilti Foundation)

Steinexponate im Museum Rietberg Zürich

In der Osiris-Ausstellung sind auch zahlreiche Steinobjekte zu finden. Viele wurden in der Stadt Thonis-Herakleion entdeckt, wie die Statue der Arsinoë aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. Sie wurde aus schwarzem Granit gemeißelt und stellt die ptolemäische Königin Arsinoë II. in der Gestalt der Göttin Isis dar. Die Stele von Thonis-Herakleion, ein weiterer Fund aus der versunkenen Stadt, besteht aus schwarzem Granodiorit und trägt die Maße 199 Zentimeter x 88 Zentimeter.
Besonders beeindruckend ist eine der drei Kolossalstatuen aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. Die Statue aus rosa Granit präsentiert den ägyptischen Gott Hapi – Gott der Nilflut und Fruchtbarkeit. Die 5,40 Meter hohe Figur wurde in der Nähe eines Tempels in Thonis-Herakleion gefunden und ist die größte Statue einer Gottheit, die bisher in Ägypten ausgegraben wurde.
Auch der Apis-Stier – eine Leihgabe aus dem Griechisch-Römischen Museum in Alexandria – kann im Museum Rietberg besichtigt werden. Die Lebensgroße 1,90 Meter hohe Basaltstatue wurde am Eingang der unterirdischen Galerien des Serapeums in Alexandria entdeckt.

Die Restaurierungsarbeiten

Die Funde aus dem Meeresgrund mussten zunächst vorsichtig von Sedimenten und Salzen befreit werden. Aufgrund des Salzes im Meerwasser bekommen besonders Steinobjekte, nach der Reinigung und der Berührung mit Sauerstoff, Risse. Um diese Reaktion zu verhindern, werden die Figuren, nach einer ersten Reinigung mit Skalpell und Mikro-Meißel auf dem Forschungsschiff, in ein Entsalzungsbad gelegt. Vor allem bei Stein kann die Entsalzung manchmal Jahre dauern. In Alexandria werden die Stücke in eigenen Kunststoffbehältern aufbewahrt und weiter behandelt. Zum Schutz vor Verwitterung werden bestimmte Steine mit einem Acrylharz infiltriert. Viele der Objekte sind aufgrund der verschiedenen Schichten von Sediment, Seepocken, Korallen und anderen Meeresorganismen gut erhalten.

Erfahren Sie mehr über die Ausstellung der jahrhundertealten Steinobjekte. 

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Mit dem Neubau des Kundenhauses am Luitpoldplatz in Bayreuth gewinnen BAURCONSULT Architekten + Ingenieure den German Design Award 2018 in der Kategorie „Architektur“. Die Natursteinfassade verleiht dem Gebäude eine Erhabenheit im Stadtbild Bayreuths. 

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Sparkasse-Bayreuth
Gewinner des German Design Award 2018: Das Sparkassen-Kundenhaus in Bayreuth. Foto: BAURCONSULT Architekten + Ingenieure
Seeberger Sandstein
Der Neubau am Luitpoldplatz gewinnt in der Kategorie „Architektur“. Foto: BAURCONSULT Architekten + Ingenieure
Luitpoldplatz Bayreuth
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Auch das Innere des fünfgeschossigen Kubus ziert Naturstein. Insgesamt 800 Quadratmeter Bodenplatten und 300 Laufende Meter Treppenstufen wurden mit geschliffenem Bauhaus Travertin verbaut. Ein quadratischer Patio belichtet das Herz des Gebäudeinneren: die zweigeschossige Kundenhalle. Von außen betrachtet sind die Obergeschosse im Norden, Osten und Westen leicht aus der Flucht gedreht, nehmen die unterschiedlichen Bezugshöhen der Nachbarbebauung auf und binden den Neubau in sein städtebauliches Umfeld ein.

Rund 5000 Einreichungen waren es im Jahr 2017, aus denen die Fachjury in den Segmenten „Excellent Product Design“ und „Excellent Communication Design“ mehrere Prämierte wählte. Der 2012 initiierte German Design Award ist ein international renommierter Premiumpreis des Rates für Formgebung. Einzigartige Gestaltungstrends sollen entdeckt, präsentiert und ausgezeichnet werden. Am 9. Februar 2018 findet die Preisverleihung im Rahmen der Messe „Ambiente“ in Frankfurt am Main statt.

125 Jahre Franz Carl Nüdling Basaltwerke

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Neue Schwerpunkte

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Zu den ersten Produkten gehörte der handgemachte Eisenbahnschotter aus dem Vulkangestein Phonolith, hergestellt im Phonolith-Steinbruch Hessen.

In zweiter Generation begann in den 1920ern der Abbau und die Aufbereitung von Basalt in (Edel-)Splitten, Sanden und Schotter für den Straßen-, Wege- und Betonbau. Die Geschäftsführung des neuen Werks Basaltwerk Billstein/Seiferts übernahmen die beiden Söhne August und Richard Nüdling. Mit der Übernahme ging auch der Einstieg in die Produktion von Asphaltmischgut und Betonelementen einher. Später verlagerte sich der Produktionsschwerpunkt auf Pflaster und Gartenmauersysteme. In den 50ern wurde dieses Segment mit der Übernahme des Steinbruchs in Suhl/Hasselstein vergrößert.

Industrielle Fertigung

Zwischen 1966 und 1991 wuchsen die Kapazitäten mit der Umstellung auf die industrielle Fertigung und das Unternehmen wuchs überregional. Zudem wurden weitere Geschäftsfelder wie Fertigteil- und Schallschutzbau erschlossen.

In der ersten Hälfte der 1990er-Jahre boomte die deutsche Wirtschaft – FCN errichtete neue Betriebsstätten in Fambach und Wandersleben. Durch die Übernahme der Firma MBN in Mühlhausen und die Erschließung weiterer Produktionsstätten wurde das Produktportfolio unter anderem durch Bordsteine erweitert.

Ab 1991 fand durch den Geschäftsführer Peter Nüdling eine Neustrukturierung des Unternehmens statt. Daraus gingen drei Geschäftsbereiche hervor, welche seit 1999 als drei Gesellschaften unter dem Dach der Franz Carl Nüdling Basaltwerke operieren. Heute ist Bernhard Pilz Geschäftsführender Gesellschafter der Holding.