„Die Stone+tec ist und bleibt eine handwerksorientierte Messe“

Stein Magazin

STEIN: Frau Fischer, was ändert sich 2018 bei der Stone+tec?

Vom 13. bis 16. Juni 2018 findet in Nürnberg zum 20. Mal die Stone+tec statt. Im Jubiläumsjahr setzt die Fachmesse neue Schwerpunkte. Welche das sind, verrät Veranstaltungsleiterin Beate Fischer vorab im STEIN-Interview. Sie hat gemeinsam mit ihrem Team bereits jetzt alle Hände voll zu tun – es gilt, Aussteller und Partner zu koordinieren sowie ein umfangreiches Rahmenprogramm zu organisieren. Und einige Änderungen einzuführen.

Wir freuen uns, Sie im Juni auch vor Ort zum Austausch zu treffen – schauen Sie vorbei beim STEIN-Stand in Halle 9, direkt gegenüber vom Stand des Deutschen Naturwerkstein-Verbands.

Beate Fischer: Die Stone+tec ist schon immer eine Messe, die die Steinbranche abbildet – und deshalb alle Material- und Techniktrends aufgreift. Wir beobachten seit längerem, dass der Markt wieder verstärkt auf heimischen Naturstein setzt – diesem Trend widmen wir uns mit einer großen Sonderschau. Überhaupt geht es dieses Jahr viel um Nachhaltigkeit. Eine Änderung ist unsere zentrale Veranstaltungsbühne in Halle 9. Wir wollten gern einen Anlaufpunkt, an dem wir alle Veranstaltungen bündeln. Dort finden neben der Eröffnung auch Preisverleihungen, Vorträge und die Veranstaltungsreihe Forum Friedhof statt.

Wie viele Aussteller erwarten Sie?

Das können wir noch nicht abschließend sagen – es ist interessanterweise ein Merkmal der Stone+tec, dass das Anmeldeverhalten der Aussteller schon immer sehr kurzfristig ist. Was ich aber schon sagen kann: Wir sind wieder sehr international aufgestellt und erwarten Aussteller aus bisher 29 Ländern, darunter zum Beispiel zwei große Gemeinschaftsstände aus Tschechien und China.

Welche Highlights bietet die Stone+tec?

Die Messe gliedert sich in die drei Bereiche Maschinentrends, Grabmale und Friedhof sowie Material. In allen drei gibt es tolle Programmpunkte: Im Bereich Maschinen haben wir eine Sonderschau zur Behandlung und Bearbeitung von Arbeitsplatten in Halle 12. Ein begleitendes Fachforum greift in täglichen Diskussionen die Themen CNC-Technik und Robotik auf.

Am zweiten Messetag bietet das Forum Friedhof Austauschmöglichkeiten. Dort stellen verschiedene Referenten gelungene Praxisbeispiele und Ideen aus dem Wettbewerb „Neue Wege auf dem Friedhof!” vor. Außerdem findet am dritten Messetag im Saal Brüssel der Friedhofskulturkongress des Verbands für Gedenkkultur statt. Dort geht es zum Beispiel um den Friedhof der Zukunft und Innovationen.

Im Bereich Material findet zum einen die Verleihung des Deutschen Natursteinpreises statt. Als Highlight haben wir hier die Sonderschau „Unser Naturstein”, die BIV und DNV organisieren und bei der 15 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol ihre Materialien vorstellen und auch auf den Nachhaltigkeitsaspekt dieser Materialien eingehen.

Findet sich der klassische Steinmetz, der bislang nicht viel mit Maschinen zu tun hat, auch wieder?

Ja, die Messe richtet sich ja hauptsächlich an Handwerksbetriebe aus den Bereichen Bau und Grabmal. Ich glaube, die wenigsten Steinmetze können sich dem Thema Digitalisierung und Technologie verschließen, deshalb spielen die Maschinen natürlich immer eine Rolle. Aber die Stone+tec ist und bleibt eine handwerksorientierte Messe. Deshalb zeigen wir auch viele handwerkliche Inspirationen, kreative Werkstücke und besondere Grabmale.

2018 findet die Stone+tec zum ersten Mal im neuen Turnus statt. Warum wurde die Messe in die geraden Jahre verlegt?

Aus den Gesprächen, die wir mit Ausstellern und Besuchern führen, hat sich ergeben, dass dieser neue Turnus besser in den Messekalender der Branche passt. Einen Platz zwischen den anderen Messen und Pflichtterminen der Naturstein-Branche zu finden, ist nicht ganz einfach – mit dem neuen Turnus gelingt es aber gut.

Frau Fischer, haben Sie vielen Dank für die Einblicke.

Die Stone+tec 2018 findet vom 13. bis 16. Juni 2018 im Messezentrum Nürnberg statt. Das Tagesticket kostet online vorab 17 Euro (Vorverkauf startet am 17. April 2018), vor Ort 22 Euro, die Dauerkarte für alle Messetage kostet online vorab 29 Euro, vor Ort 34 Euro.

STEIN können Sie vor Ort treffen in Halle 9, Stand 535, direkt gegenüber des Stands vom Deutschen Naturwerkstein-Verband.

 

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Handwerkskonjunktur hat deutlich an Dynamik verloren

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Laut Umfrage der Handwerkskammer Region Stuttgart betrachten die regionalen Handwerksunternehmen ihre weitere Geschäftsentwicklung mit Sorge. Foto: HWK

Laut Umfrage der Handwerkskammer Region Stuttgart betrachten die regionalen Handwerksunternehmen ihre weitere Geschäftsentwicklung mit Sorge. Foto: HWK

Die regionale Handwerkskonjunktur hat in den letzten drei Monaten deutlich an Dynamik verloren. Die Stimmung der Unternehmer, so eine aktuelle Umfrage der Handwerkskammer Region Stuttgart, wird als gedämpft beschrieben. Allerdings stellten 53 Prozent der Befragten ihrer Geschäftslage im vierten Quartal noch ein gutes Zeugnis aus. Im Vergleichsquartal 2019 verzeichneten 74 Prozent der Betriebe einen guten Geschäftsverlauf.

Laut Umfrage der Handwerkskammer Region Stuttgart betrachten die regionalen Handwerksunternehmen ihre weitere Geschäftsentwicklung mit Sorge. Foto: HWK
Laut Umfrage der Handwerkskammer Region Stuttgart betrachten die regionalen Handwerksunternehmen ihre weitere Geschäftsentwicklung mit Sorge. Foto: HWK

Hauptgeschäftsführer Thomas Hoefling betonte, dass die Entwicklung der einzelnen Gewerken höchst unterschiedlich verlief. „Die Bauhaupt- und Ausbaugewerke schnitten am besten ab. Nicht überraschend war die katastrophale wirtschaftliche Situation in den von den Schließungen unmittelbar und mittelbar betroffenen Bereichen wie beispielsweise Friseure oder Kosmetiker.“

Obwohl die mittel- bis langfristigen Aussichten durchaus positiv seien, habe die Infektionslage die Betriebe fest im Griff und trübe daher auch die Stimmung. „Die Lage ist im Moment für viele Betriebe wirklich schwierig. Doch aus der Vergangenheit, zum Beispiel aus der Finanzkrise 2009, wissen wir, dass das Handwerk auch schnell wieder zupacken kann. Deshalb schauen wir mit Hoffnung insbesondere auf die zweite Jahreshälfte“, kommentiert Hoefling die Situation. Viele Betriebe hätten allerdings zwischenzeitlich ihre Rücklagen aufgebraucht. Um die harten staatlichen Beschränkungen abzufedern und damit Betriebe, ihre Beschäftigten und Auszubildenden zu schützen, müsse die Auszahlung der finanziellen Hilfen nun zügig und mit deutlich geringeren bürokratischen Hürden kommen. „Denn unsere Betriebe sind es, die jene Steuern und Abgaben erwirtschaften, mit denen der Staat aktuell die Krise bekämpft und später die wirtschaftlichen Folgen des Lockdowns finanzieren wird“, mahnt der Kammerchef.

Ihre weitere Geschäftsentwicklung betrachten die regionalen Handwerksunternehmen mit Sorge, so die Umfrage. Eine Fortsetzung der aktuellen Geschäftsentwicklung erwarten 55 Prozent der Befragten. Dagegen befürchten 35 Prozent der Betriebe eine Verschlechterung ihrer Geschäftslage. Der Konjunkturindikator Handwerk verlor 31,6 Zähler im Vergleich zum Vorjahr und fiel im vierten Quartal 2020 mit -0,3 Punkten ins Negative (Vorjahr: +31,3 Punkte).

Die Auftragskurve der Handwerksbetriebe in der Region Stuttgart zeigte in den vergangenen drei Monaten coronabedingt ebenso nach unten wie die Umsatzkurve. Folglich war die Betriebsauslastung in den letzten Wochen nicht so hoch wie im Vergleichsquartal 2019. Weniger Betriebe als vor einem Jahr hatten eine hohe oder sehr hohe Auslastung. Dagegen meldeten mehr Firmen eine geringere Auslastung – ihr Anteil liegt bei 27 Prozent (Vorjahresquartal: 10 Prozent). In ihren Erwartungen wegen kommender Aufträge und Umsätze sind die Betriebe im Kammerbezirk für die kommenden Wochen entsprechend verhalten.

Die Beschäftigung hat in den letzten Wochen in den Handwerksbetrieben in der Region Stuttgart etwas abgenommen. Beim Blick auf die kommenden Wochen wollen sich die befragten Handwerksunternehmer auch in ihren Personalplanungen zurückhalten.

Das bietet die Carrara Marmotec 2016

Stein Magazin

Die 33. Ausgabe der internationalen Messe für Marmor, Technologie und Design Carrara Marmotec findet in diesem Jahr vom 18. bis 21. Mai statt. Die Besucher können sich auf einige Neuerungen und einen vollen Veranstaltungskalender freuen. Wir haben mit Luca Figari, Geschäftsführer der CarraraFiere, gesprochen.

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Die internationale Messe für Marmor, Technologie und Design Carrara Marmotec findet alle zwei Jahre in Carrara statt. (Foto: CarraraFiere)
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In einem eigenen Bereich auf der Messe sollen in diesem Jahr Beispiele für die regionale Kreativität präsentiert werden. (Foto: CarraraFiere)
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Carrara-Marmor ist einer der bekanntesten Marmore weltweit und wird in etwa 150 Brüchen im Raum Carrara abgebaut. (Foto: CarraraFiere)
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Die Marmorsteinbrüche um Carrara befinden sich in den Apuanischen Alpen, hauptsächlich in vier Tälern um Carrara. (Foto: CarraraFiere)

STEIN: Was können wir von der Carrara Marmotec 2016 erwarten?

Figari: Die Carrara Marmotec 2016 wird sich in einem ganz neuen Format präsentieren – im Vergleich zur Vergangenheit und dem, was man von Messen in dieser Branche kennt. Das Ziel der Messe ist es, ein Nischen-Event zu werden, das Tradition und Innovation innerhalb der Branche kombiniert. Das Geschäftliche wird mit einem Veranstaltungsprogramm verbunden, wodurch die Ausstellung zu einem Ort des Lern- und Technologie-Transfers von Industrie-Playern wird.

Der Fokus wird in diesem Jahr auf Innovation und Bildung, Architektur und Design, Nachhaltigkeit und natürlich Geschäftsangelegenheiten liegen. Wenn es um Marmor geht, ist Carrara weltweit ein Synonym für Exzellenz – das muss die Messe darstellen. Das Motto des Events ist nicht umsonst „Meet the excellence” (dt. „Treffen Sie die Exzellenz”), denn hier kann man auf Exzellenz in Form von Produktion und Technologie, die diese ermöglicht, treffen.

Was ist Ihr persönliches Highlight der Messe?

Die Stärke der diesjährigen Ausgabe ist der Fokus auf Inhalt und Innovation einerseits und das B2B-Meeting-Programm andererseits, das jedem Austeller die Möglichkeit gibt, eine ganze Reihe an Meetings mit hochqualifizierten, ausländischen Experten (Unternehmer, Architekten und Importeure) wahrzunehmen. Wir haben eine Software zur Partnervermittlung angeschafft, die – nach vorsichtiger Profilerstellung von Käufern und Verkäufern – die Agenda der Meetings über einen Algorythmus organisiert. So werden die Chancen eines effektiven Austauschs zwischen passenden Geschäftspartnern erhöht.

Welche Unternehmen werden ihre Innovationen in der Start-up-Arena präsentieren?

Die Start-up-Arena stellt der Öffentlichkeit ein Duzent junger, innovativer Unternehmen vor, die Produkte oder Services mit Bezug auf die Steinindustrie vertreiben. Besondere Aufmerksamkeit kommt Produkten zu, die den Naturstein mit dem Thema Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft verbinden.

Die innovativsten Start-ups werden mit dem Preis „Sustainable Stone – Best Innovation 2016” ausgezeichnet. Das Thema Aufbereitung von Abfall, Splittern und Mehl ist in allen Industriebranchen sehr aktuell – entsprechend der EU-Richtlinien zur Kreislaufwirtschaft. Es werden Unternehmen wie Catalyst Ltd Sustainable Building da sein, die den Staub, der durch das Schneiden entsteht, nutzen, um Sekundärrohstoffe wie Ziegelsteine herzustellen. Es wird Öko-Design-Objekte geben, wie die von Recycled Stones oder Bedifferent Srl. In der Start-up-Arena werden außerdem Vorführungen und Vorträge zu den Themen Robotertechnik, Internet der Dinge und Ökodesign stattfinden.

Warum sind die Themen Nachhaltigkeit und Regionalität dieses Jahr so wichtig?

Der Grund dafür ist, dass die Messelandschaft dem Besucher heutzutage mehr bieten muss als das, was er an seinem Schreibtisch beim Surfen im Internet finden kann. Das einfache Ausstellen von Produkten reicht mittlerweile nicht mehr, um eine Messe attraktiv zu machen. Man muss aus dem Event eine temporäre Bündelung von Wissensaustausch machen, sich um den Inhalt kümmern und Lernen durch Erfahrung unterstützen. Um das zu erreichen, müssen die Organisatoren der Messe ein Projekt auf die Beine stellen, das die aktuellen Bedürfnisse der Industrie reflektiert und Aussteller dazu bringt, ihre Kommunikationsstrategie zu überdenken.

Was sind Ihre Ziele und Wünsche für die Carrara Marmotec 2016?

Das Ziel der CarraraMarmotec 2016 ist, sich selbst neu zu erfinden, indem sie eine hochspezialisierte Fachmesse wird. Eine Messe, die man nicht verpassen darf, um auf dem aktuellsten Stand hinsichtlich allem Neuen und Innovativen in der Natursteinindustrie zu bleiben. Ich hoffe, dass all unsere Bemühungen mit einer hohen Besucherzahl belohnt werden!