Stone+tec 2015: Allerhand geboten!

Stein Magazin

Messegeschehen 2013

Die Stone+tec öffnet dieses Jahr wieder ihre Tore. Vom 13. bis zum 16. Mai 2015 trifft sich die Natursteinbranche in Nürnberg. Auch dieses Jahr ist Einiges geboten: Allein die Veranstaltungen des Deutschen Naturwerksteinverbandes (DNV) und des Bundesverbandes der Deutschen Steinmetze (BIV) sind so vielgestaltig, dass ein Besuch auf jeden Fall lohnt! Hier eine Übersicht:

Deutscher Naturstein-Preis

Die Preisverleihung des 17. Deutschen Naturstein-Preises, ausgelobt vom DNV in Zusammenarbeit mit dem Bund Deutscher Architekten (BDA), findet am 12. Mai 2015  im Rahmen des Architektenseminars im MesseCenter Nürnberg statt. Die Auslobung erfolgt diese Jahr online auf der eigens eingerichteten Website www.deutscher-natursteinpreis.de. Der Naturstein-Preis, einer der anerkanntesten deutschen Architekturpreise, stellt Naturstein als natürlichen, dauerhaften und ökologisch wertvollen Baustoff in den Vordergrund.

Europäischer Nachwuchswettbewerb

Der diesjährige Wettbewerb steht unter dem Motto „Gemeinsam Grenzen überwinden“. Die jungen Teilnehmer aus der Schweiz, Österreich, Italien/Südtirol und Deutschland hauen vom 13. bis 15. Mai 2015 ihre Skulpturen aus Bollinger-Lehholz Sandstein am Stand des BIV – Halle 3, Stände 139 (Hauptfläche), 136, 138, 131, 339, 347, 444 . Die Preisverleihung findet am 15. Mai statt. Der Nachwuchswettbewerb ist eine gemeinsame Aktion des Verbandes Schweizer Bildhauer- und Steinmetzmeister, der Bundesinnung der Steinmetze für Österreich, der Berufsgemeinschaft der Steinmetze und Steinbildhauer in Südtirol/Italien und BIV.

Peter-Parler-Preis

Am zweiten Messetag, am 14. Mai 2015, findet die Verleihung des Peter-Parler-Preises am BIV-Stand statt. Die fünf Nominierten zeigen erneut die Qualität handwerklicher Restaurationsarbeit .

Kooperation Fliesenleger und Steinmetze

Zwei jungen Leute aus beiden Gewerken werden mit der Hilfe erfahrener Meister einen Mosaik-Brunnen konzipieren und umsetzen. „Wachgeküsst – ein steinerner Froschkönig“ lautet das gemeinsame Motto. Die Brunnenskulptur soll einem Kindergarten oder einer Schule übergeben werden.

Fotoshooting im Rahmen der Imagekampagne des BIV

Im Rahmen der Imagekampagne des BIV „Sie bringen den Stein in Form“ können sich Zahler der Marketingumlage am Stand des BIV exklusiv ablichten lassen. Der Fotograf Christian Rudnik setzt Steinmetze – allein oder mit Kollegen oder Familie – in Szene. Der Eigenanteil beträgt 380 Euro netto.

Together Projekt

Sechs Meisterschulen des Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerks zeigen ihr Können mit jeweils einem gestalteten Werkstück, das mit den anderen ein großes Ganzes ergeben wird.

Steinmetzparty

Am Freitag, den 15. Mai, findet um 18:00 Uhr am BIV-Stand die große Steinmetzparty statt. Eine Möglichkeit, in lockerere Atmosphäre Kontakte zu knüpfen und Erfahrungen auszutauschen.

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Dieses Jahr zeigt eine Sonderschau zum Thema Friedhof, wie moderne Friedhofskonzepte konzipiert und realisiert werden können. Foto: NuernbergMesse / Thomas Geiger

Heuer gibt es drei Sonderschauen in Halle 3:

1. Staubfreie Zone: Gezeigt werden Möglichkeiten der Staubvermeidung und -beseitigung
2. Made in Germany: Gezeigt werden besondere Werkstücke aus Naturstein aus deutscher Herstellung, die vorzugsweise mit heimischem Naturstein umgesetzt sind.
3. Aus dem toten Winkel treten – Vom Todesacker zum Lebensraum: Gezeigt werden zeitgemäße Friedhofskonzepte im „neuen Markt“ Friedhof. Experten beraten.

Zudem geben verschiedene Fachvorträge und Podiumsdiskussionen Anregungen für die Zukunft. Erfahren Sie hier mehr.

Besuchen Sie auch unseren Stand „STEIN Magazin“: NCC Ost / 4AF-108. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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Naturstein in München zum Anfassen

Stein Magazin

Aus einem gedruckten Natursteinführer wird Praxis zum Anfassen. Noch bis 13. Juli 2018 ist im Servicezentrum der Lokalbaukommission eine Ausstellung zu sehen, die zeigt, wo und wie Naturstein an Gebäuden in München verarbeitet wurde.

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Blick auf die Foto-Wall der zusammengetragenen Münchner Gebäude. Foto: Johann Weber
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Die gezeigten Fotografien sind auch im „Natursteinführer München“ abgedruckt, der 2015 publiziert wurde. Foto: Johann Weber
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Materialproben der Steine zum Anfassen ergänzen die Ausstellung. Foto: Johann Weber
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Beethovenstraße 6, München. Foto: Johann Weber
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Der Justizpalast in München. Foto: Johann Weber
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Ein Teil der Fassade des Rathauses am Marienplatz in München. Foto: Johann Weber
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Polizeipräsidium in der Ettstraße 2, München. Foto: Johann Weber

Die Ausstellung basiert auf dem im Jahr 2015 von Prof. Florian Musso herausgegebenen „Natursteinführer München“. Johann Weber, Leiter der Baustoffsammlung der Fakultät für Architektur an der Technischen Universität (TU) München, erfasste hierfür etwa 4.000 Gebäude des Stadtinneren und die darin verbauten Natursteine. Gebäude wie der Justizpalast, das Polizeipräsidium, das Rathaus am Marienplatz oder der Monopteros im Englischen Garten zählen zu den imposanten Beispielen, die mit Natursteinen gebaut wurden. Detailliert werden die einzelnen Gebäudeteile aufgeschlüsselt und die Art der Natursteine aufgelistet. So besteht der Sockel des Justizpalastes in der Elisenstraße aus Waldstein Granit, das Verblendemauerwerk aus Kelheimer Auerkalk und Donau Kalkstein, die Säulen, Basen und Kapitelle aus Carrara Marmor.

Aus rund 400 im Buch abgebildeten Fotos wurden für die Ausstellung 120 gewählt. „Nicht jedes Gebäude, Bauteil, Kunstobjekt kann gleich gut abgelichtet werden, sodass die Auswahl der Bilder ein wenig nach der ‚Schönheit des Fotos‘ und Verschiedenartigkeit der Verwendung geschehen ist“, erklärt Johann Weber.

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag, 9–17 Uhr
Referat für Stadtbauplanung und Bauordnung
Servicezentrum
Blumenstraße 19
80331 München

Online bestellen – digitale Revolution und Handwerk

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aber verändert hat sich doch einiges. Gegenwärtig verändert die digitale Revolution unterschiedlichste Arbeitsbereiche. Werden auch Natursteine online bestellt oder welche Auswirkungen zeigen sich in den Steinmetzbetrieben? Ein Gespräch über modernes Einkaufsverhalten. Foto: Steinmetzbetrieb Halbich

 

Der Computer oder das Smartphone ist heute aus unserem Lebensalltag nicht mehr wegzudenken. Der digitale Fortschritt durchzieht den privaten und geschäftlichen Bereich. Moderne Unternehmen sind auf das Internet als Informations-, Kommunikations- und Einkaufsplattform angewiesen. Wie äußert sich das im Steinmetzhandwerk? Ingrid Halbich, Geschäftsführerin von Natursteine Halbich, erklärt, wie sich die Arbeitsprozesse und das Einkaufsverhalten in ihrem Betrieb verändert haben.

Kaufen Sie Naturstein oder Natursteinprodukte im Internet?

Im Onlinebereich hat sich viel getan. Die Kunstgießerei Strassacker beispielsweise hat in ihrem Onlineshop ein breites Angebot an Inschriften. Diese bestelle ich online. Das ist sehr hilfreich, weil man Bilder der Inschriften zum Vorzeigen ausdrucken kann. So wird die Kundenberatung enorm erleichtert. Werkzeuge kaufe ich meistens im Geschäft oder greife auf die Außendienstmitarbeiter der Unternehmen zurück. Auch bei der Natursteinauswahl bin ich oft vor Ort bei meinen Großhändlern. Neue Materialien muss man sich sowieso ansehen. Außerdem gibt es beim Material Naturstein viele Maserungs- und Farbabweichungen. Deshalb ist es so wichtig, die Steine zu begutachten. Aber mir bekannte Natursteine, mit denen ich viel arbeite, bestelle ich schon im Internet.

Hat sich der Einkauf von Natursteinen über die Jahre verändert?

Die Vielfalt der Steine ist heute sehr viel größer. Vor 20 Jahren gab es bei weitem nicht so viele Materialien zur Auswahl. Über das World Wide Web können wir global auf verschiedenste Produkte zugreifen. Wir sind aber kein Steinmetzbetrieb, der nur fertige Steine einkauft. Wir ordern auch Tranchen. Mein Mann schneidet sie in der Werkstatt zu und gestaltet sie individuell nach Kundenwunsch. Deshalb sind wir vielleicht auch ein „schlechtes“ Beispiel für den Onlinekauf. Wir suchen unsere Tranchen zwar teilweise nach einem Telefongespräch oder nach Ansicht von Fotos auf den Websites unserer Lieferanten aus. In der Steinmetzbranche bleibt es aber grundsätzlich wichtig, das Material direkt ansehen zu können.

Können Sie sich vorstellen, in Zukunft mehr Arbeitsprozesse oder Käufe online zu erledigen?

Natürlich bestellen wir Produkte wie Mörtel oder Kleber im Internet. Und obwohl meine Kunden eher einer älteren Zielgruppe angehören, kommen oft auch E-Mail-Anfragen. Ein großer Bestandteil der täglichen Arbeit ist das Checken und Beantworten der E-Mails.

Wie kann man sich der Qualität der Produkte, die man online bestellt, sicher sein?

Meiner Meinung nach ist es sehr wichtig, dass nicht zu viele Zwischenhändler beim Kauf vertreten sind. Außerdem sollte man den Bruch, wo der Stein abgebaut wird, kennen. Wir kaufen sehr viele Natursteine in einem Bruch in der Nähe von Lissabon. Dort kennen wir alle Ansprechpartner persönlich. Wenn ich meine Steine aus Portugal online bestelle, weiß ich, dass ich etwas Vernünftiges bekomme. Wir kaufen direkt – ohne Zwischenhändler. So kann man auch den Preis für die Kunden halten. Ein weiterer Vorteil.

Wie ist Ihr Einkaufsverhalten im Onlinebereich?

Das Internet nutze ich auch am Wochenende. Es ist toll, dass man beim Einkauf so flexibel ist und nicht abhängig von irgendwelchen Geschäftszeiten

 

Erfahren Sie hier mehr zum Steinmetzbetrieb Halbich in München. In STEIN im September 2015 können Sie mehr zum Einkauf und Handel im Internet lesen.