Umsatzturbo Regional- und Fachmessen

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Nirgendwo anders treffen Angebot und Nachfrage so eng aufeinander wie bei einer Messe. Messeauftritte – ob bei der Gewerbeschau vor Ort oder auf einer regionalen Bau-, Heim- und Handwerkmesse – fördern die Bekanntheit, sorgen für ein gutes Image und dienen der Kundenpflege. Auf regionalen Fach- und Verbraucher-Ausstellungen treffen sich jährlich an die 50.000 Aussteller sowie fünf bis sechs Millionen Besucher. Doch die Teilnahme kostet Geld und auch der zeitliche Aufwand ist immens. Deshalb reichen Image und Bekanntheit, besonders für kleinere Betriebe, als Messe- und Eventziel alleine nicht aus. Ein Stand auf einer Messe oder eine Hausmesse sollte immer auch der Neukundengewinnung dienen. Das Motto: Kontakte knüpfen und Aufträge anbahnen.

Genau damit tun sich viele Aussteller aber schwer. Oft werden viel zu wenig qualifizierte Gespräche geführt oder diese verlaufen im Sand. Ebenso wichtig ist die Nachbereitung der gewonnenen Kontakte, die im alltäglichen Stress nicht liegen bleiben sollte. Wenn auf einer Messe etliche Kunden am Stand vorbeischlendern, dann ist das so, als hätte man seinen Betrieb plötzlich in eine belebte Fußgängerzone verlegt. Wer möchte, dass der Stand besucht wird und die richtigen Kunden sich dort länger als für ein „Danke, ich möchte mich bloß umschauen“ aufhalten, muss dafür etwas tun.

Deshalb benötigen Sie für jeden Messeauftritt und jedes Kundenevent klare Ziele (was genau wollen wir erreichen, wie viele und welche Kunden ansprechen, wie viele Kontakte akquirieren etc.) und eine gute Vor- und Nachbereitung. Außerdem sollten Sie mit allen, die am Stand Dienst tun, trainieren, wie man Kunden anspricht, wie man unter Zeitdruck professionell Bedarf ermittelt und welchen Nutzen Sie an Ihrem Stand herausstellen wollen.

Messegespräche muss man üben
Gute Messegespräche zu führen, ist gar nicht so einfach. Entweder sind die Gespräche sehr kurz und bringen kein Ergebnis. Oder sie dauern viel zu lang – während andere Besucher am Stand vorbeirauschen, weil das Personal ja beschäftigt ist. Verkaufs- und Messetrainer Dirk Kreuter (Autor des Buches “Erfolgreich akquirieren auf Messen. In fünf Schritten zu neuen Kunden”) empfiehlt, sich im Vorfeld genau zu überlegen, was auf einer Messe oder einem Event an Gesprächen überhaupt machbar ist und welche Art von Gesprächen sinnvoll sind:

Lächeln –  „Hallo“ – Bedarf ermitteln
Messen und Gewerbeschauen können echte Umsatzbringer sein, denn selten haben Sie die Gelegenheit, so viele Kundengespräche in so kurzer Zeit zu führen. Planen Sie deshalb genau, wie Sie Ihr Unternehmen im Gespräch präsentieren. Dazu gehört auch Ihr „Elevator-Pitch“ (was tun wir, welchen Nutzen bieten wir, welche Kunden sprechen wir an), den Sie auf jeden Fall im Kopf haben und am Stand präsentieren sollten.

Kontakt aufnehmen: In einem Messegespräch gilt es schnell herauszufinden, ob ein Besucher für Sie als Kunde überhaupt in Frage kommt. Ob das Natursteinbad also nur ein (nicht erfüllbarer) Traum ist (den man sich trotzdem mal anschaut) oder ob die Pläne einigermaßen konkret sind und ins Budget passen. Das Prinzip lautet: Ist ein Besucher für Sie nicht relevant, verabschieden Sie sich höflich und kümmern sich um den nächsten Standbesucher. Das ist die einzige Möglichkeit, bei einem größeren Andrang für die richtigen Besucher die Zeit zu haben, die Sie für qualifizierte Gespräche brauchen.

Lesen Sie mehr dazu, wie man seinen Betrieb auf Fachmessen richtig präsentiert, in STEIN im Mai 2015.

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Natursteine schützen mit Imprägnierungen

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Was sind Imprägnierungen?

Stone+tec abgesagt – Unsere Messe-Themen für Sie zum Nachlesen.

Die derzeitige Situation trifft die gesamte Wirtschaft und hat auch vor der Natursteinbranche keinen Halt gemacht. Planungen für die Stone+tec in Nürnberg waren bereits in vollem Gange und wurden mit Absage der Messe obsolet.

Unser Fokus für die Messe lag auf Imprägnierungen. Wir möchten Ihnen die Inhalte nicht vorenthalten und haben die häufigsten Fragen zusammengefasst. Einen Auszug finden Sie hier – die komplette Aufstellung auf unserer Website: www.lithofin.de/impraegnierungen

Imprägnierungen beugen tiefsitzenden Verschmutzungen von Natursteinoberflächen vor, indem sie in das Gesteinsgefüge einziehen. Durch die reduzierte kapillare Saugfähigkeit können Flecken durch Wasser, Fett und Öl kaum noch entstehen.

Wo werden Imprägnierungen eingesetzt?

Sinnvoll ist der Einsatz von Imprägnierung dort, wo Natursteinoberflächen extremen Fleckbildnern (z.B. Fette, Öle) ausgesetzt sind. Dies können Küchenarbeitsplatten, Waschtische, Böden im Innen- oder Außenbereich sein.

Was gibt es bei der Anwendung zu beachten?

Es können nur Ergebnisse erzielt werden, wenn der Belag trocken, sauber und fettfrei ist. Um die Schutzwirkung entfalten zu können, bedarf es der korrekten Verarbeitung.

Warten Sie die richtigen Temperaturen ab: Die optimale Oberflächentemperatur liegt zwischen 10°C und 25°C. Rechnen Sie mit einer Trocknungsdauer von ca. 20 – 30 Minuten, je nach Temperatur und Untergrund. Die volle Schutzwirkung entsteht innerhalb von etwa 2 bis 5 Tagen. Während dieser Zeit sollte die Fläche nicht mit Wasser oder Öl belastet werden.

Nutzen sich Imprägnierungen ab?

Der Schutz von imprägnierten Küchenarbeitsplatten verliert auf Grund der täglichen Belastung durch Öl und Fett auf Dauer seine Wirkung. Diese sollte daher gelegentlich aufgefrischt werden.

Unser Tipp:

Lithofin bietet praktische Pflege-Sets im handlichen Koffer oder als Compact-Set in der Faltschachtel zum Auffrischen an. Die Produkte in den Sets sind einfach zu handhaben, dass sie auch gut von Endverbrauchern verarbeitet werden können. Bleiben Sie Ihren Kunden in Erinnerung, indem Sie ihnen ein Set nach dem Einbau der Arbeitsplatte als Geschenk überreichen.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website unter: www.lithofin.de/impraegnierungen

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Koffer mit Lithofin MN Grundreiniger, wässrige Imprägnierung Lithofin Fleckstop >W< und Spray für die tägliche Reinigung Lithofin MN Easy-Clean. Foto: Lithofin
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Set mit wasserbasierender Imprägnierung Lithofin Fleckstop >W< und Spray für die tägliche Reinigung Lithofin MN Easy-Clean. Foto. Lithofin
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In der Übersicht finden Sie alle Imprägnierungen des Lithofin-Sortiments. Foto: Lithofin

42-Tonner im Keller

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der Säbel darauf dient zum Köpfen von Flaschen. Im Torweg Franziska Bauer

Staunen in der Sektkellerei Stocker: Bei den Aushubarbeiten zur Erweiterung der Kelleranlage stießen die Südtiroler auf einen 15-Kubikmeter-Findling, der unbemerkt seit Urzeiten im Erdreich schlummerte – direkt neben der alten Hauswand. Genau dort, wo der Zugang zum neuen Untergeschoss geplant war. Was manche geärgert hätte, empfand Betreiber Sigmar Stocker als glückliche Fügung und band seinen Hausstein gleich mehrfach in die Familie ein.

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Sesam, öffne Dich! Durch ein Portal im 15-Kubikmeter-Findling gelangt man in den unterirdischen Neubaubereich der Sektkellerei Stocker. Foto: Philipp Neuman
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Der Weg der Säge: Im Durchgang erkennt man, wie sich das Diamantseil seinen Weg durch den Ergussstein bahnte. Foto: Philipp Neuman
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Die Bank im neuen Sektkeller stammt aus dem Findling, der Säbel darauf dient zum Köpfen von Flaschen. Im Torweg Franziska Bauer, in deren Haus nun Platten aus dem Koloss liegen, ihr Sohn Maximilian Stocker, der in Onkels Sektkeller aushilft und Steinmetz Hans Trojer von südtirol.stein (v.l.n.r.). Foto: Philipp Neuman
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Stilvolle Sanierung: Franziska Bauers Haus stammt aus dem Hochmittelalter. In ihm wurden Platten aus dem Sektkeller-Findling verlegt. Foto: Philipp Neuman
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Das vulkanische Ergussgestein hat viele Brekzien-Einlagerungen und ist herrlich bunt. Foto: Philipp Neuman
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Einzigartiger Fußboden: Der farbenfrohe Findling aus dem Keller des Familienbetriebs als Bodenbelag im Wohnhaus. Foto: Philipp Neuman
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Schmuck auch in der Vertikalen: Im Waschraum dient der Stocker-Stein auch als Raumtrenner. Foto: Philipp Neuman
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Im Raum für die besonderen Firmenschätze der Terlaner Sektkellerei – ausgewählte alte Flaschen und Erinnerungsstücke – wurde ein massiver Stehtisch aus dem Hausstein installiert. Im Hintergrund Firmengründer Sebastian Stocker sen. Foto: Philipp Neuman

Seit 1968 gibt es die Sektkellerei Stocker in Terlan, 2015 war es an der Zeit für eine Erweiterung der Anlage. Als die Bagger anrückten, förderten sie eine große Überraschung zutage: Hochgerechnet 42 Tonnen wog der 15-Kubikmeter-Brocken aus vulkanischem Ergussgestein, der unterirdisch direkt außerhalb der Kellerwand des Altbestands lag. „Und das ist nur der sichtbar gewordene Teil. Wie weit der Findling noch nach unten reicht, kann man nicht sagen“, erklärt Peter Watschinger von der zu Hilfe gerufenen Firma südtirol.stein. „Der abgerundeten Form nach zu schließen, ist der Fels vor langer Zeit mit einem Wasserlauf oder Gletscher hier gelandet.“

Der Riese versperrte den geplanten Weg in den neuen Sektkeller, doch eine Zerteilung und Bergung wäre mit unabwägbar großem Aufwand verbunden gewesen. Außerdem betrachtet die Familie den Stein als großes Geschenk. „Laut dem Südtiroler Landesgeologen Dr. Volkmar Mair ist unser Findling ungefähr 276 Millionen Jahre alt. Wer hat schon so etwas Tolles im Haus?“, lacht Sigmar Stocker, dessen Freude es auch keinen Abbruch tat, wegen des Steinfunds die Statik seines Bauvorhabens neu berechnen lassen zu müssen.

Zusammen mit den Material-Profis von südtirol.stein fasste er den Entschluss, sich seinen Koloss im Keller gleich auf mehrfache Weise zunutze zu machen: Mittels Diamantseilsäge wurde ein Durchgang in den Monolithen geschnitten, wodurch ein einzigartiges Portal zwischen Alt- und Neubau entstand. Ein Teil der entnommenen sieben Kubikmeter Ergussgestein mit bunten Brekzien-Einlagerungen schmückt jetzt als Monolithbank und –stehtisch die neuen unterirdischen Räumlichkeiten. Der Großteil fand eine andere Verwendung im familiären Umfeld: Sigmar Stockers Schwägerin Franziska Bauer renoviert gerade im selben Ort ihr historisches Wohnhaus aus dem Hochmittelalter. Der bunt gemusterte Vulkangesteinfund ziert nun in Form von 50 Quadratmetern satinierten Platten den Boden im Hochparterre und kommt im Sanitärbereich zudem als Raumtrenner zum Einsatz.

 

Passend zur Marmomac 2017 stellen wir die wichtigsten Natursteinregionen Italiens vor.
Weitere Geschichten aus den spannenden Steinewelten Südtirols lesen Sie in Teil 1 unserer Serie „Italiens Klassiker“ in Heft 09|17, das am 22.08.2017 erscheint.
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