Täuschend echt – hochwertige Keramik-Fliesen in Holzoptik

Stein Magazin

Traditionelle Verfahren und Geschichte inspirieren das Design

Fliese oder Holz? Heute gibt es verschiedene Varianten, die die natürliche Optik von Holz mit den praktischen Eigenschaften einer Fliese vereinen. Auf Grundlage von Materialforschung und einer Analyse von Innenarchitektur-Trends entwirft der italienische Keramik-Spezialist Ceramiche Refin eine Bandbreite an Feinsteinzeug in Holzoptik. Das Material sieht er nicht als Nachahmung von Holz, sondern als Weiterentwicklung.

Fliesen haben positive Qualitäten wie eine hohe Beständigkeit gegenüber Flecken, Feuchtigkeit und Verschleiß. Sie können zum Beispiel dort eingesetzt werden, wo sich Holz nicht als Bodenbelag eignet: in Küche und Bad. Neben quadratischen und rechteckigen Formen in verschiedenen Formaten bietet Ceramiche Refin Feinsteinzeug in Holzoptik an, das im kompletten Interieur-Bereich und mit der Kollektion Out 2.0 auch für den Outdoor-Bereich verwendet werden kann. Für die neuen Fliesen wurden bei mehr als zehn Kollektionen die besonderen Eigenschaften des Holzes analysiert, um sie optisch und haptisch umzusetzen. Der Feinsteinzeug-Spezialist greift dabei nicht nur aktuelle Themen, sondern auch traditionelle Fertigungstechniken und geschichtliche Hintergründe auf.

Die Kollektion „Chevron“ erinnert an ein französisches Fischgrätenparkett aus der Renaissance. Die Serie „Mansion“ besticht durch eine Optik von gelebtem Holz, das Spuren der Zeit aufweist. Die Fliesen „Larix“ und „Baita“ orientieren sich in ihrer Optik an traditionelle Verwendung von Holz in der Innenarchitektur der Alpen.

„Kasai“ bedeutet „Feuer“ und ist von der traditionellen japanischen Handwerkstechnik inspiriert. Bei dieser wird Holz durch Verkohlung bearbeitet und dauerhaft geschützt. Die Merkmale des behandelten Holzes werden auf der Fliese reproduziert, was ihr einen edlen und eleganten Look verleiht.

„Giant“ hingegen greift die Pracht uralter Kastanienbäume auf und ist in Formaten von bis zu 30 x 240 cm erhältlich. Die Eichenholzarten Mitteleuropas schließlich stehen Pate für die Kollektion „Deck“. Die Fliesen sind in sieben vorwiegend warmen Farbtönen ausgearbeitet, die von hellen Tönen über Zwischentöne bis zu intensiveren Farben reichen.

Bilder: Ceramiche Refin

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Steinpflege-Profis gefunden

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Im Juni hatten wir bereits über die Sommer-Aktion „Best of Steinpflege“ der Finalit Deutschland GmbH berichtet. Das Unternehmen hat mit dem Wettbewerb die besten Vorher-Nachher-Fotos von gereinigten Fliesen, Natursteinen und Kunststeinen gesucht. Voraussetzung war, dass die Steine mit Finalit-Produkten behandelt wurden. Nun stehen die Preisträger fest.

„Die eingereichten Arbeitsbeispiele und die Vielfalt der behandelten Materialen von Betonstein, Schiefer, Granit, Feinsteinzeug, Marmor, Terrazzo, Solnhofener, Sandstein und Cotto hat uns überrascht und gefreut“ so Evangelos Iordanidis, Geschäftsführer Finalit Deutschland GmbH. Aus den zahlreichen Einsendungen kürte die Finalit-Jury die Gewinner des Wettbewerbs:

Die Preisübergabe fand am 21. Juli 2016 im neuen Büro von Finalit in München statt. Trotz hochsommerlicher Temperaturen kamen über 50 Teilnehmer. Im Anschluss an die Prämierung der besten Fotos wurden Michael Duthoo, Andreas Falkensteiner und alle anderen Preisträger mit kühlen Getränken und einem Abendessen im Biergarten gefeiert.

Innovative Kombination

Erst in den 1980er–Jahren hatte die Ruhrgebietsstadt Castrop-Rauxel den zentral gelegenen Marktplatz neugestalten lassen. Doch in halbgebundener Bauweise ausgeführt, nahmen die Mängel am Belag immer mehr zu. Der Stadt war klar, dass nur eine umfassende Baumaßnahme langfristig helfen konnte. Die erste Planung sah vor, den Platz in gebundener Bauweise zu sanieren. Doch durch die Firma Metten aus Overath bei Köln wurden die Verantwortlichen auf das Verlegesystem ecostone aus Belgien aufmerksam.

Aufgrund der großen Anzahl von auftretenden Schäden am Belag suchte der Bauingenieur Guy Van Camp aus Belgien nach den Gründen der Mängel und einer entsprechenden Lösung. Die Erkenntnis, dass die Fuge bei hoher Belastung die Schwachstelle ist, führte zu einem Umdenken. Anstatt die Fuge immer steifer auszubilden, um sie stabiler zu machen, musste sie entlastet werden. So entstand die Idee von ecostone.

Einfaches Prinzip

Die Verlegearbeiten hat die Garten- und Landschaftsbaufirma Boymann aus Dortmund durchgeführt. Beim Reihenverband mussten die Pflasterer zunächst sorgfältig die rund zwei Meter langen Kunststoffschienen auf der ebenen, unverdichteten Bettung anordnen. Die Straße ist im Ellbogenverband verlegt. Aber die Verlegearbeiten folgen dem gleichen Prinzip, auch wenn sie etwas zeitintensiver sind. Denn bei diesem Muster setzt der Pflasterer immer einen Stein, dann eine Schiene, dann wieder einen Stein und so weiter. Und zwischen diesen Arbeitsschritten muss er auch noch die Abstandshalter richtig platzieren. Das Verfahren war nicht nur für die Stadt, sondern auch für die Mitarbeiter der Firma Boymann eine Premiere, die problemlos verlief.

Besonderheiten und positive Erfahrungswerte

Das System von ecostone hat etliche Vorteile. Der größte Vorteil liegt in der geringeren Steindicke. Ein weiterer Pluspunkt des Schienensystems ist die sofortige Nutzung nach der Verlegung. Zudem ist die Verlegetechnik schnell zu erlernen. Und die Erfahrungen hinsichtlich der horizontalen Stabilität sind positiv, denn bis heute musste keine einzige Fläche ausgebessert werden.

Erfahren Sie mehr über die innovative Verlegetechnik in STEIN 06/2017.