Welche Bodenbeläge haben bei Architekten die Nase vorn?

Stein Magazin
nominiert für den Deutscher Naturstein-Preis 2015

Beliebt im Gewerbebau und Empfangsbereichen

Diese Frage stellte sich der Deutsche Naturwerkstein-Verband e.V. und wurde von der Heinze Marktforschung unterstützt. Dabei schneidet der Naturstein sehr gut ab, vor allem wird seine Nachhaltigkeit und Langlebigkeit geschätzt. Auch seine architektonischen Gestaltungsmöglichkeiten kommen gut an.

Im Februar 2019 führte die Heinze Marktforschung zu ausgewählten Bodenbelägen eine unabhängige Online-Befragung durch, 240 Architektur- und Planungsbüros in Deutschland nahmen teil. Hier sind die Ergebnisse:

Naturwerksteinplatten (48%) sind vor allem im Gewerbebau für Außenanlagen neben Betonwerksteinplatten (73%) beliebt. In Empfangsbereichen von Hotels, Kliniken etc. werden von den Befragten überwiegend Naturwerksteinplatten (60%) und keramische Beläge (57%) verlegt. Auf Bahnhöfen und Flughäfen befürworten Architekten und Planer Betonwerksteinplatten (26%), Naturwerksteinplatten (22%) und keramische Beläge (22%).

 

„Sehr gut“ für Naturstein

Bei der Frage zur Beurteilung von Naturwerkstein wird von den Umfrageteilnehmern die Note „Sehr gut“ wie folgt vergeben: Architektonisches Ausdrucksmittel (68%), Langlebigkeit (53%), Nachhaltigkeit (47%), Recyclingmöglichkeit (34%), Reinigungsfreundlichkeit (18%), Umweltbelastung bei Produktion und Transport (10%) und Materialpreis (7%).

Im Vergleich zur Keramikpunktet der Naturstein als architektonisches Ausdrucksmittel (59%) sowie mit Nachhaltigkeit (57%), Langlebigkeit (53%) und Recyclingmöglichkeit (55%). Materialpreis (80%) und Reinigungsfreundlichkeit (73%) sprechen bei den Befragten eher für den Kunststein.

In Bezug auf Reinigungsfreundlichkeit und Preisniveau ist allerdings weitere Aufklärungsarbeit erforderlich, so der Deutscher Naturwerkstein-Verband e.V.. „Denn setzt man die Anschaffungskosten zur Nutzungsdauer ins Verhältnis, so kann dieses Vorurteil, dass Naturstein kostenintensiv ist, eindeutig widerlegt werden.“, heißt es in der Pressemitteilung.

 

Foto: Klaus Helbig, Frankfurt a.M.

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Marmomac wie ein Labor für Designer

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sondern auch kommendes Jahr auf der Messe in Mailand. Foto: Friederike Voigt

Sind es die Menschen, die eine Stadt ausmachen, oder die Architektur? „Beides“, ist sich der Bildhauer und Architekt Craig Copeland sicher. Deshalb hat er für das Thema „Soul of the City“ im Italian Stone Theatre auf der Marmomac 2017 ein Werk kreiert, was beides vereint.

Auf einer Fläche von 4 x 4 Metern hat er zwei Wände aus jeweils 40 in sich gewundenen Platten aus Carrara Marmor und iranischem Grünschiefer aufgestellt, die sich wie zwei Hände ineinander verschränken. Entstanden ist ein Hohlraum, in dem sich Messebesucher auf Natursteinbänken ausruhen können.

„Meine Idee wurde auch dadurch beeinflusst, dass Südkoreas Hauptstadt Seoul sich als ‚City of the future’ bezeichnet. Das hat mich nachdenken lassen über die koreanische Flagge, die so einen wunderbaren Kreis in der Mitte aufzeigt. Wie Ying und Yang“, so Copeland. Die Balance hat er in sein Kunstwerk „Embrace“ übertragen. Kein Wunder, dass er die Marmomac als ein Labor für Designer beschreibt.


Daten über das Kunstwerk:

Architekt: Craig Copeland

Materiallieferant: Ca`D`Oro

Material: Bianco Carrara, Verde Picasso, Fantastic Black

Denkmalpfleger der Otto-Friedrich-Universität in Bamberg haben ein neues Bildgebungsverfahren entwickelt, mithilfe dessen die Beschaffenheit von Naturstein nicht-invasiv ermittelt werden kann. (mehr …)