Teamarbeit: Jeder Mitarbeiter zählt!

Teamarbeit
Ein gut geschultes Team ist wichtig, um Kunden zu gewinnen und zu halten. Foto: iStockphoto.com

Mal ehrlich: Welchen Typ Mitarbeiter beschäftigen Sie? Klopft er Steine, verlegt Platten und betätigt die Brückensäge? Verdient er bei Ihnen seinen Lebensunterhalt? Oder erbauen Ihre Mitarbeiter Tag für Tag für Kunden Kathedralen, schaffen Momente der Erinnerung und Oasen der Entspannung und der Freude? Mit welchem Selbstverständnis und welcher Vision arbeiten Sie selbst? Und: An welcher Stelle steht für Sie der Kunde?

Top-Leistung braucht topmotivierte Leute

Heute entscheiden Kunden, ob neue Kunden mit Ihnen ins Geschäft kommen und jeder Mitarbeiter (und Sie als Vorgesetzter) entscheidet darüber, wer die besten Fachkräfte für den Wettbewerb um die Kunden gewinnt. Menschen, die motiviert und begeistert sind, die Freude am eigenen Tun, an der Teamarbeit und am Umgang mit Kunden haben, ziehen genau solche Menschen wieder an. Diesem Team-Spirit kann sich niemand entziehen. Umgekehrt schaffen und bewahren sich die ewigen Zweifler und Nörgler ein Umfeld, in dem es sich vortrefflich jammern lässt. Henne oder Ei: Wenn Sie das Gefühl haben, bei Ihren Mitarbeitern geht noch mehr und das Potential zum Dream-Team für Ihren Betrieb, Ihre Produkte und Ihre Kunden ist noch nicht gehoben, dann fangen Sie mit der Veränderung gleich heute an. Lernen Sie Führung neu!

So motivieren Sie richtig

Wer Spitzenleistungen für Kunden einfordert, braucht Mitarbeiter, die die Extrameile hierfür gerne und aus eigenem Antrieb gehen. Echte Motivation kommt von innen und lässt sich durch äußere Anreize (Gehalt, Boni, Incentives) nur kurzfristig steigern.
Harold Maslow (1908-1970) untersuchte das Streben des Menschen nach Selbstverwirklichung und entwarf die Maslowsche Bedürfnispyramide. Demnach stehen an der Basis die Bedürfnisse, deren Erfüllung unser Überleben sichern. An der Spitze steht die Selbstverwirklichung. Je nach Situation, Erleben und Persönlichkeit haben für uns unterschiedliche Bedürfnislagen Priorität:
1.    Physiologische Bedürfnisse (Essen, Trinken, Schlafen, Fortpflanzen, Überleben)
2.    Bedürfnis nach Sicherheit (Gesundheit, Arbeitsplatz, Sozialleistungen, Mindesteinkommen, Altersversorgung)
3.    Soziale Bedürfnisse (Zugehörigkeit, gefühlsbetonte Kontakte, Akzeptanz/Kommunikation in der Gruppe)
4.    Bedürfnis nach Wertschätzung (Anerkennung/Status durch andere und sich selbst, Aufmerksamkeit, Selbstvertrauen)
5.    Kognitive Bedürfnisse (Wissen, Verstehen, Neues entdecken, Zusammenhänge ergründen)
6.    Ästhetische Bedürfnisse (Erleben von Schönheit und Sauberkeit, Bedürfnis nach Ordnung, Freude an der Kunst)
7.    Bedürfnis nach Selbstverwirklichung (Entfalten der eigenen Persönlichkeit, Weiterbildung, Karriere).

Die richtigen Bedürfnisse ansprechen

Eine starke Motivation entsteht dann, wenn das Bedürfnis angesprochen wird, dem ein Mensch eine hohe Priorität beimisst. Lebt jemand unter prekären Bedingungen, ist eine Anstellung über Mindestlohn ausreichend Motivation für einen Job. Es gibt Mitarbeiter, die arbeiten vor allem für die Anerkennung, die sie vom Chef, von Kunden und Kollegen erhalten. Andere wollen ihren Wissenshorizont erweitern, sind neugierig und stolz am Wochenende eine Weiterbildung zu besuchen und das Gelernte weitergeben zu können. Wieder andere freuen sich morgens auf den Kontakt mit anderen Menschen und arbeiten am besten, wenn sie im Team im Einsatz sind. Versuchen Sie, auf die Bedürfnisse Ihrer Mitarbeiter individuell einzugehen!

Lesen Sie mehr zur Mitarbeiterführung und Chancen geglückter Teamarbeit in STEIN im Juli 2015.