Bereits am 19. Dezember 2019 erfolgte im Rahmen der Ausstellung “Touch me!” die Preisverleihung für die schulinternen Wettbewerbe “HolzSteinGold” der städtischen Berufsfachschule für das Holzbildhauerhandwerk und der städtischen Meisterschulen für das Holzbildhauerhandwerk, für das Gold- und Silberschmiedehandwerk und für das Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk. Doch nicht wie gewohnt in Räumlichkeiten der Schulen an der Luisenstraße, sondern im Karmelitersaal, der ehemaligen Karmeliterkirche am Münchner Promenadeplatz. Am Ende dieses Artikels finden Sie den Link zu einem Video, in welchem sich die Sendung “Schwaben & Altbayern” des Bayerischen Rundfunks dem Thema widmet – gleich im ersten Beitrag der Ausgabe.

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“Flugblatt” aus Marmor: Der leicht wie ein Papierflieger scheinende Beitrag von Maximilian Behrendt konnte die Jury überzeugen. Foto: Michael Senn
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Maximilian Behrendt, Preisträger aus der zweiten Meisterklasse der Steinmetzen und Steinbildhauer. Foto: Michael Senn
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Das mit einem an ein Grabtuch erinnernden Stoff bedeckte Gesicht, von Johannes Reichenberger ebenfalls aus Marmor gefertigt, erhielt der Preis in der ersten Meisterklasse. Foto: Michael Senn
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Der Preisträger Johannes Reichenberger aus der ersten Meisterklasse der Münchner Technikerschule. Foto: Michael Senn
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Diesmal fand die Preisverleihung im erlesenen Ambiente des Münchner Karmelitersaals statt. Foto: Michael Senn
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V. l. n. r.: Schulleiter Robert Predasch, Dr. Gert Bruckner (Danner-Stiftung), Julia Dietrich (Lehrerin), Felix Seefried (Nominierung), Lukas Kapprell (Nominierung), Johannes Reichenberger (Preisträger), Hartmut Hintner (Lehrer). Foto: Michael Senn
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V. l. n. r.: Stefan Claves (Lehrer), Robert Predasch, Dr. Gert Bruckner, Benno Reis (Nominierung), Georg Wiedemann (Nominierung), Maximilian Behrendt (Preisträger), Hartmut Hintner (Lehrer). Foto: Michael Senn

Meisterklasse 1. Jahr: Andachtsbilder als Reliefplatten

Dieses Mal wurde als Thema für alle teilnehmenden Klassen das Andachtsbild behandelt. Seit Beginn des Schuljahrs im September 2019 beschäftigten sich die insgesamt 87 Schülerinnen und Schüler der Kunsthandwerkerschulen damit, Andachtsbilder zu gestalten und anzufertigen, die auf moderne Art besonders sein sollten. Die berührenden Ergebnisse dieser Arbeiten wurden aus ganz unterschiedlichen Materialien gefertigt: von Holz über Stein, Gold und Silber bis zu Farbe, Papier und Draht. Der Wettbewerb wurde von Kardinal Reinhard Marx und dem Diözesanmuseum Freising respektive seinem Direktor Dr. Christoph Kürzeder ausgelobt und von der Danner´schen Kunstgewerbestiftung und den Fördervereinen Holz, Stein und Gold großzügig finanziell unterstützt.

Die Andachtsbilder der Meisterklasse im ersten Jahr der Münchner Meisterschule für das Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk waren in Form einer Reliefplatte auszuführen. Nominiert wurden die Arbeiten von Felix Seefried und Lukas Kapprell. Den Preis erhielt Johannes Reichenberger für seine Arbeit aus Carrara-Marmor, die ein mit einem Tuch bedecktes Gesicht zeigt und an seinen Rändern so dünn ausgearbeitet ist, dass Licht durchscheinen kann.

Meisterklasse 2. Jahr: Maximalgewicht 20 Kilogramm

Für die Wettbewerbsbeiträge der Meisterklasse des zweiten Jahrs galt ein Maximalgewicht von 20 Kilogramm. Georg Wiedemann und Benno Reis erhielten Nominierungen, den Preis gewann Maximilian Behrendt. Seine Arbeit mit dem Titel “Flugblatt” hat die Form eines Papierfliegers, dessen scheinbare Leichtigkeit im starken Kontrast zum Inhalt des mittels einer speziellen Technik aufgedruckten Zeitungstexts steht, der sich kritisch mit deutschen Rüstungsexporten auseinandersetzt. Auch diese ausgezeichnete Arbeit ist aus Carrara-Marmor gefertigt.

Die schulinterne Jury wurde von externen Fachleuten unterstützt:
– Petra Berg vom Bezirk Oberbayern
– Birgit Gottschalk, Künstlerische Leiterin (bildende Kunst) im Künstlerhaus am Lenbachplatz in München
– Elke Härtel, international erfolgreiche Münchner Bildhauerin, ausgebildet an der Münchner Holzbildhauerschule
– Wolfgang Lösche, Leiter der Galerie Handwerk in München
– Prof. Dr. Thomas Raff, Kunsthistoriker und Vorstandsmitglied der Danner-Stiftung sowie Vorsitzender des Münchner Kunstgewerbevereins
– Dr. Sybe Wartena vom Bayrischen Nationalmuseum in München

Zur Internetseite der Fachschule für Steintechnik: http://www.fs-stein-muenchen.de

Zur betreffenden Ausgabe der BR-Sendung “Schwaben & Altbayern”: https://www.br.de/mediathek/video/schwaben-und-altbayern-08122019-luzienhaeuserl-in-fuerstenfeldbruck-andachtsbild-wettbewerb-oldtimer-vom-bauernhof–av:5dc0395a7df818001a8d93c6

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Ausgezeichnete Kücheninsel

Stein Magazin

US-Expansionskurs von Strasser Steine trägt Früchte: St-One gewinnt den Preis für die beste Küche auf der Designmesse ICFF.

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Die Naturstein-Kücheninsel St-One ist für Strasser Türöffner für neue Märkte, zum Beispiel die USA. Foto: Strasser Steine
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Die Kücheninseln sind für High-End-kunden konzipiert und individualisierbar. Foto: Strasser Steine

Strasser Steine, laut eigener Aussage Marktführer für Küchenarbeitsplatten in Mitteleuropa, hat schon seit 2018 den US-Markt im Blick. Als erste Maßnahme präsentiert das österreichische Unternehmen seit letztem Jahr in Schauräumen in Florida und in New York seine Produkte. Strasser will vor allem High-End-Haushalte, Architekten und Designer ansprechen. Dass auf der renommierten Design-Messe ICFF nun die extravagante Naturstein-Kücheninsel St-One ausgezeichnet wurde, passt in den Plan von Geschäftsführer Johannes Artmayr. Rund 25 Kücheninseln will er in den nächsten drei Jahren in den USA verkaufen.

St-One kommt als Kubus oder Quader mit Korpus und Laden aus Massivholz und Edelstahl-Kanten. Die Ummantelung aus Naturstein verleiht der Kücheninsel ihre monolithische Form. Sie beherbergt je nach Kundenwunsch Induktionsherd, Muldenlüftung, Weinkühlschrank oder Geschirrspüler. Das erste Modell kam 2012 in den Firmen-Schauraum in St. Martin im Mühlviertel. 100 Stück hat das Unternehmen inzwischen weltweit verkauft. Die Kücheninseln vertreibt Strasser ausschließlich über den Küchenhandel.

Weitere Informationen unter www.strasser-steine.at

Weitere Informationen zum ausgezeichneten Küchenblock St-one von Strasser gibt es in der STEIN-Ausgabe 06/2019: www.stein-magazin.de/stein-06-2019

Erfolgreiches Eventmanagement

Stein Magazin

446 Aussteller und 15.161 Besucher waren 2015 auf der internationalen Fachmesse für Naturstein und Natursteinbearbeitung Stone+tec in Nürnberg. So ein Großevent will gut organisiert sein. Veranstaltungsleiterin Beate Fischer von der NürnbergMesse weiß, worauf es bei der Planung ankommt und gibt uns einen kleinen Einblick in das Thema „Eventmanagement“.

 

STEIN: Was sind Ihre Aufgaben als Veranstaltungsleiterin der Stone+tec?

Beate Fischer: Als Veranstaltungsleiterin ist man für die gesamte Planung des Events verantwortlich. Das fängt schon mit der Hallenbelegung an. Die Hallen müssen nicht nur während der Laufzeit frei sein, sondern auch zur Vor- und Nachbereitung. Umrüstzeiten müssen eingeplant werden. Im nächsten Schritt muss geklärt werden, was die Messe abbilden soll. Daraufhin wird das Produktverzeichnis erstellt, Themen für mögliche Sonderschauen definiert. Bereits diese ersten Schritte erfolgen in enger Abstimmung mit den unterschiedlichen Interessensvertretern. Da gehören natürlich die Austeller dazu, aber auch Verbände, die Fachpresse und die Besuchergruppen. Daraus wird dann ein Veranstaltungskonzept entwickelt. Im nächsten Schritt folgt die Erstellung eines Zeitplans mit den nächsten Meilensteinen. Ab diesem Zeitpunkt steigt der Vertrieb aktiv ein. Natürlich kann man erst organisieren, wenn man die Aussteller auf seiner Seite hat. Das Vertriebskonzept ist ausschlaggebend für alle weiteren Schritte. Dann geht es in die Hallenplanung. Wenn es unterschiedliche Branchenschwerpunkte gibt, stellen sich die Fragen: Macht man eine Mixplanung? Teilt man die Hallen nach Branchen auf? Wie viel Volumen ist von welcher Branche zu erwarten? Entsprechend muss man die Hallen dann inhaltlich konzipieren. Und schließlich geht es natürlich auch in Ausstellergespräche für die konkreten Platzierungen.

Wie viele Leute arbeiten an einem Großevent wie der Stone+tec mit?

Das lässt sich nicht genau beziffern. Es arbeiten ja nicht nur wir, das Projektteam der NürnbergMesse, daran. Wir haben innerhalb der NürnbergMesse auch eine Kommunikationsabteilung mit Pressevertretung. Wir haben eine Werbeabteilung, die die Gestaltung, das Layout und Drucksachen macht. Das digitale Marketing kümmert sich um alles, was den Webseitenauftritt umfasst. Wir haben ein Besuchermarketing, die sich speziell um die Besuchergruppen und die Mailings kümmern. Wir haben Techniker im Haus: Veranstaltungstechnik und Logistik. Dazu kommen noch viele Servicepartner, mit denen wir Hand in Hand arbeiten: Messebauer, die Energieversorger, Gastronomie, Parkplatzbewachung und so weiter.

Wie viel Vorlaufzeit muss man für eine Messe wie die Stone+tec für Planung und Organisation einkalkulieren?

Je nachdem welchen Rhythmus eine Veranstaltung hat, beginnt man mit der Planung zwei bis sechs Jahre im Voraus. Die Schritte sind je nach Projektphase unterschiedlich intensiv. Gerade befasse ich mich natürlich mehr mit der Stone+tec 2018 als mit der 2020, aber für 2020 hat schon die Hallendisposition und –abstimmung hier am Gelände stattgefunden.

Bei der Stone+tec wollen wir wieder gemeinsam einen StudentDay auf die Beine stellen – sozusagen eine Veranstaltung während der Veranstaltung. Welche Erfahrungen haben Sie mit Events gemacht, die Sie gemeinsam mit einem externen Partner geplant haben?

Sehr positive Erfahrungen, insbesondere was die Stone+tec angeht. Als Messeveranstalter ist es für uns wichtig, die richtigen Partner zu haben, mit denen man Höhepunkte während des Events setzen kann. Und dazu gehört natürlich auch ein StudentDay, der gut vorbereitet sein will und entsprechend vermarktet werden muss. Wir arbeiten mit vielen Multiplikatoren zusammen, um ein Rahmenprogramm auf die Beine zu stellen. Wir als Veranstalter können thematisch gar nicht so tief drin sein. Deshalb sind Partner wie Fachzeitschriften oder Verbände extrem wichtig.

Wie wird ein Event zu einem echten Erfolg?

Ausschlaggebend ist, dass man die Veranstaltung zur richtigen Zeit am richtigen Ort hat und mit den richtigen Partnern zusammenarbeitet. Ein Erfolg ist das Event für uns dann, wenn alle Seiten – Aussteller und Besucher – zufrieden sind und es für die nächsten Jahre ein fixer Termin wird.

Glauben Sie, dass auch kleine Handwerksbetriebe Kundenveranstaltungen oder Hausmessen als Marketing-Instrument nutzen sollten?

Events bieten natürlich die Möglichkeit, viele Kunden an einem Ort zu treffen mit überschaubarem Aufwand. Sie treffen Kunden, die sie sonst vielleicht nie angesprochen hätten. Auch kleine Handwerksbetriebe sollten diese Plattform, die ihnen da geboten wird, nutzen. Was das Handwerk noch mehr nutzen sollte, sind Branchenevents – sei es nun eine Messe oder eine andere Veranstaltung. Branchenevents bringen die Branche wirklich zusammen und haben großes Potential.

Gibt es Hilfsmittel, die bei der Planung eines Events unverzichtbar sind?

Ohne kleine Helferchen geht es in der heutigen Zeit natürlich gar nicht mehr. Wir arbeiten mit Programmen, die für Organisatoren ausgelegt sind. Wir planen beispielsweise mit einem CAD-Programm, das verbunden ist mit unserer Ausstellerdatenbank. Auf Ausstellerseite sind aber natürlich andere Tools notwendig, um so ein Event gut zu planen.

Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Punkte, an die man bei der Planung eines Events denken sollte?

Zunächst sollte man wissen, was man mit der Veranstaltung erreichen will. Daran macht sich fest, welche Maßnahmen man umsetzt. Ob man eine Abendveranstaltung daraus macht, oder ob es eine Messebeteiligung ist oder die Teilnahme an einem anderen Event. Man muss frühzeitig mit der Planung anfangen und sich Meilensteine setzen. Eine langfristige Planung ist zu empfehlen, um wirklich ans Ziel zu kommen.

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