Vielseitige Softwarelösungen

Stein Magazin
ja sogar komplette Aufträge inklusive Kundenunterschrift erstellen. Foto: Michael Spohr

Prodim, der niederländische Hersteller der digitalen Proliner-Messgeräte, stellt deren Anwendern eine Anzahl an Software-Lösungen zur Verfügung. In der aktuellen Printausgabe STEIN 5/2020 berichten wir aktuell über digitale Aufmaßsysteme – wie zum Beispiel den Proliner. In Heft 6 (erscheint am 20.05.2020) stellen wir Ihnen in unserem Branchenreport zudem eine größere Auswahl ganz unterschiedlicher Produkte vor, die entweder auf der verschobenen Stonetec präsentiert worden wären oder unabhängig davon gerade auf den Markt für die Arbeit mit Stein, Keramik oder anderen mineralischen Materialien kommen – von Werkstoffen und Tools über Bauchemie bis hin zu Maschinen.

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Integriertes CAD-Programm im Gerät: Auf dem 10-Zoll Touch-Display des Proliner lassen sich fertige Aufmaße anzeigen und bei Bedarf weiterbearbeiten, ja sogar komplette Aufträge inklusive Kundenunterschrift erstellen. Foto: Michael Spohr
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Software zum Aufmessen und Herstellen von Treppenbelägen: „Stairs“ ist eine von mehreren speziellen Prodim-Industrielösungen. Foto: Prodim International BV, Helmond (NL)
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Bluetooth, Datenstick und Kabelanschluss: Der Proliner verfügt über eine Reihe von Möglichkeiten zur Übermittlung der aufgemessenen Daten. Foto: Michael Spohr
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Komplettes Softwarepaket für Steinverarbeitende Betriebe: Mit „Prodim Factory“ lassen sich digitale Aufmaße für die Produktion aufbereiten – direkt auf den ebenfalls digitalisierten Rohplatten. Foto: Prodim International BV, Helmond (NL)

Individualisierte Digitalpakete

Die Softwarelösung „Factory Draw“ eignet sich für die Weiterbearbeitung der bei den Proliner-Messungen gewonnenen Daten; diese können mit dem schnell und einfach zu verwendenden CAD Zeichenprogramm kontrolliert, bearbeitet und als digitale Schablonen exportiert werden. Mit der erweiterten Version „Factory Draw Advanced“ können darüber hinaus vertikale Projektionsfläche in 2D/3D konstruiert, massive Teile – durch Hinzufügen der Materialstärke – erstellt und Konflikte zwischen den Übergängen der einzelnen Werkstücke erkannt (diese werden automatisch angezeigt) und korrigiert werden. Das „Full Fabricator“-Paket schließlich enthält neben sämtlichen Modulen, die der Bediener zum Bearbeiten und Zeichnen von Abmessungen braucht eine Software zum Verwalten und Digitalisieren von Geschäftsprozessen gerade in der Steinindustrie – inklusive digitaler Materialverwaltung.
Das Grundmodul dieses kompletten Softwarepakets, „Project Home“ verbindet sämtliche Module miteinander. Mit dem Modul “Slab Creator” können Betriebe dann sämtliche Steinplatten in ihrem Lager aufmessen, fotografieren und – gegebenenfalls inklusive markierter Fehlstelle – in einem eigenen digitalisierten Platteninventar ablegen. Im Auftragsfall kann der gewünschte Ausschnitt im Modul “Factory Match” für das zu erstellende Werkstück auf der digitalisierten Platte gewählt werden. Im “Factory Fabricator” erfolgen Konstruktion, Überprüfung und Fertigstellung der Kommissionen. Und “Factory-Quote” schließlich gestattet automatisches und schnelles Erstellen digitaler Angebote.

„Prodim Factory“ ist zwar eine eigenständige Software, ermöglicht Steinverarbeiternaber zudem, das Beste aus den Proliner Stone-CT-Messdaten herauszuholen. Laut Angaben des Unternehmens kann Prodim Factory so variiert werden, dass jeder Steinmetz-Betrieb sein maßgeschneidertes Wunschpaket erhält.
Auf der Online-Plattform YouTube stehen mehrere Videos zur Verfügung, die anschaulich das Arbeiten mit der Prodim-Software zeigen – von Draw, Draw Advanced, Stairs, CT Office 3.0 und von Factory Fabricator. Mit „Factory Edit-CT“ bietet der „Factory Fabricator“ schließlich noch ein Modul, mit der die auf dem Proliner verwendete Software zum Überprüfen, Bearbeiten und Finalisieren von digitalen Vorlagen auch auf dem Firmen-PC oder –Notebook verfügbar ist.

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Es ist biegsam und dennoch robust – mit dem Schiefer-Uhrenarmband „Stone“ ist dem österreichischen Uhrenarmbandhersteller Hirsch ein ganz besonderer Coup gelungen.

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Weltneuheit: Hirsch fertigt erstmals Naturstein-Uhrenarmbänder aus sehr dünn gespaltenem Schiefer, der auf Kautschuk sitzt. Foto: Hirsch Armbänder GmbH
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Zwei Varianten Schiefer fürs Handgelenk, jedes Armband ein Unikat: Links braun auf weißem Kautschuk, rechts grau auf schwarzem Untermaterial. Foto: Hirsch Armbänder GmbH

Sauna- & Tauchgänge möglich

Man kennt Schiefer, den die Bauindustrie wegen seiner leichten Spaltbarkeit schon lange verwendet, bereits als Dachschindel, Schultafel oder Servierplatte. Auch Wanduhren aus Schiefer sind nichts Außergewöhnliches. Der Firma Hirsch ist es aber gelungen, das Sedimentgestein mittels Nanotechnologie so fein zu spalten, dass ein hauchdünnes Steinblatt zum Vorschein kommt, welches kaum etwas wiegt und obendrein flexibel formbar ist. Diese Schieferschicht wird über Kautschuk gelegt und mit einer Faltschließe aus rostfreiem Stahl versehen – fertig ist das Uhrenarmband. Jedes Exemplar verlässt die Produktion dank der Maserung des Steins in einer einzigartigen Farbnuance, durch das Kautschukpolster ist „Stone“ angenehm zu tragen.

Das Uhrenarmband aus Schiefer ist wasserdicht und überlebt Tauchgänge bis zu 300 Metern Tiefe. Es kann in der Sauna getragen werden und bereitet Allergikern keinerlei Probleme. „Stone“ wurde als Mitglied der „Performance“-Linie auf der Uhrenmesse Baselworld 2017 das erste Mal vorgestellt. Bereits 2014 erhielt selbige Linie den Red Dot Design Award für ihre besondere Material-Kombination aus Leder und Kautschuk. Lederverarbeitung gehörte von Anfang an zur Kernkompetenz der Firma Hirsch. 1765 legte Johannes Franz Hirsch in Niederösterreich den Grundstein für das Unternehmen, indem er in einer kleinen Gerberei und Lederei-Werkstatt Schuh- und Sattelleder herstellte – natürlich in Handarbeit wie es zu seiner Zeit üblich war. 170 Jahre später wurde im Hause Hirsch das erste Patent angemeldet: 1935 erfand der Familienbetrieb den Hirsch-Vakuum-Riemen für die Automobilindustrie. Zehn Jahre darauf entstanden die ersten Uhrenarmbänder aus Leder. Produziert wurde auf dem heimischen Küchentisch in Klagenfurt mit einem Taschenmesser und einer Haushaltsnähmaschine.

Internationaler Standard & Designschmiede

Nachdem es Hans Hirsch 1955 gelang, eine fugenlose Verbindung zwischen Ober- und Futterleder zu schaffen, nahm das Unternehmen richtig Fahrt auf: Die Hirsch Rembordé Technik revolutionierte die Uhrenindustrie und gilt heute noch als internationaler Standard. Auch die Uhrenarmbandpräsentation erfuhr durch die Firma Hirsch Aufwind: Große Namen der Design- und Architektenszene beeinflussten über die Jahre die Gestaltung der sogenannten Hirsch Verkaufsautomaten. Dabei handelt es sich um Aufbewahrungssysteme, die die Uhrenbänder erstmals aus der Schublade auf den Verkaufstisch holten. Der Automat des Architekten Hans Hollein schaffte es sogar ins Museum of Modern Art in New York. 1995 kreierte der italienische Designer Matteo Thun ein Verkaufsdisplay, das die Uhrenarmbänder von Hirsch schließlich endgültig im hochwertigen Sektor verankerte.

Seit Beginn der 2000er-Jahre folgt im Hause Hirsch eine innovative Idee der nächsten. Unter der Leitung von Robert Hirsch entstanden beispielsweise das „IDentification“-Armband mit integriertem Mikrochip oder das hautpflegende „Aloe Vera“-Armband. Mit einem Uhrenarmband aus Schiefer, der ja mittlerweile auch als Brille so manche Nase ziert, zeigt das Unternehmen nicht nur sein Gespür für Trends sondern auch seine nachhaltige Firmenphilosophie.

Helfende Hände für Peccia

Stein Magazin

Den Stillstand überbrücken

Die Scuola di Scultura startet ein Crowdfunding. Denn wegen Corona kann sie mindestens drei Monate lang weder Kurse anbieten noch Gäste empfangen.

Der Werkplatz der Scuola di Scultura ist leer, die Ateliers verlassen. Statt Hammer und Meißel, die auf Stein treffen, hört man: nichts. Denn Corona trifft auch das Bildhauerzentrum – und zwar existenziell, wie die Verantwortlichen schreiben. Fast ein Drittel des Jahresumsatzes seien “unwiederbringlich verloren”, denn dieser speist sich in erheblichem Maß aus den Einnahmen des Kursbetriebs. Noch sei vieles ungeklärt, doch die Scuola di Scultura muss wahrscheinlich bis zum 8. Juni geschlossen bleiben.

Neben einem Corona-Kredit soll ein Crowdfunding der Schule in privater Trägerschaft helfen. Auf der Funding-Seite Wemakeit.com schreiben die Organisatoren Almute und Alex Naef: “In der 35-jährigen Geschichte der Bildhauerschule haben wir einiges erlebt. Gemeinsam haben wir viel geschaffen, bewältigt, gelernt. Aus Steinen, die einem im Weg zu liegen scheinen, lässt sich Schönes bauen, wenn helfende Hände zur Stelle sind.”

In einem Video erklären sie außerdem die Situation:

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Weitere Informationen

Zu den angesetzten 50.000 Schweizer Franken minimalem Fundingziel fehlen nicht mehr viel: 49.805 CHF konnten die Naefs schon für die Schule sammeln. Als Dankeschön-Optionen gibt es unter anderem Aufkleber, das Buch zur Geschichte der Scuola di Scultura, persönliche Spitzeisen mit Namensgravur und Wochenendseminare.