Walter Wachenfeld verstorben

Stein Magazin
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Am 1. März 2015 verstarb der Külter Steinmetz Walter Wachenfeld mit 89 Jahren. Der Seniorchef  der Wachenfeld Naturstein GmbH in Volkmarsen-Külte war bis ins hohe Alter im Familienbetrieb tätig.

Nach dem Zweiten Weltkrieg absolvierte er seine Steinmetzausbildung und übernahm das Familienunternehmen, das seit 1883 besteht. Von 1965 bis 1985 war er in der Gesellenprüfungskommission und von 1980 bis 1995  in der Werbekommission des Deutschen Naturwerkstein-Verbandes tätig. Auch in der Denkmalpflege engagierte sich sein Betrieb erfolgreich: 2006 wurde er mit dem Hessischen Denkmalpreis ausgezeichnet.

Walter Wachenfeld förderte Innovation und Kreativität. Auch noch nach 60 Jahren Arbeit im eigenen Unternehmen betonte er auf der 125-jährigen Jubiläumsfeier: „Wir sollten in unseren Firmen Verrücktes zulassen und die Umsetzung guter Ideen mit Leidenschaft verfolgen“. Aufgeschlossen für Neues brach er mit Tatendrang immer wieder selbst zu neuen Ufern auf – wie bei der Weiterentwicklung der freitragenden Spindeltreppe. Heute leitet sein Sohn Michael den Familienbetrieb, der 2002 beim Wettbewerb „Top 100: Auszeichnung für die innovativsten Mittelständler“ in die Liste der Top 100 aufgenommen wurde. Ganz im Sinne des Verstorbenen bleibt „Qualität in handwerklicher Tradition mit technischen Innovationen und zeitlosen Designkonzepten“ weiterhin oberstes Ziel.

Soziale Verantwortung war eine weitere wichtige Komponente im Leben Wachenfelds. Er zeigte vielgestaltiges ehrenamtliches Engagement, für das er mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen ausgezeichnet wurde, und saß als Mitglied der FDP von 1953 bis 1972 im Gemeinderat Volkmarsen-Külte. In den 70er-Jahren wurde er Stadtverordneter und Magistratsmitglied, um schließlich 1977 zum Stadtältesten ernannt zu werden. Der heimatverbundene Kommunalpolitiker war zudem Förderer des TV 08 Külte und Mitglied des Beirats der Volksbank Kassel.

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Das „steinerne Meer“ zwischen Öland und Gotland

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Skandinavien ist bekannt für seine Hartgesteine. Darum führt die Stein-Reise des Geokompetenzzentrum Freiberg in diesem Jahr nach Süd-Schweden – und auch in der STEIN wird es im Sommer eine Strecke zum Thema Skandinavien geben.

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Bei der Exkursion werden unter anderem Steinbrüche besucht. Foto: Geokompetenzzentrum Freiberg e. V.
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Abbau von Braennhult-Granit. Foto: Geokompetenzzentrum Freiberg e. V.
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Arbeit im Steinbruch Sjöström. Foto: Geokompetenzzentrum Freiberg e. V.

Schwedisch Schwarz

Die sechstägige Exkursion hat sich als feste Größe im jährlichen Exkursionskalender für die Steinmetzbranche etabliert. Wie in jedem Jahr bekommen Fachinteressierte einen Überblick über Natursteinvorkommen, -abbau und -referenzen des Landes. Besucht werden Firmen, Steinbrüche, Orte und Objekte in Kristianstad, Vanga, Borgholm (Öland), Gotland und Malmö.

Hilke Domsch vom Geokompetenzzentrum Freiberg erklärt: „In Südschweden gibt es Granite wie Bjärlöv, Bohus oder Flivik, Gneise wie Halmstad oder Vanga und natürlich die als ‚schwedisch Schwarz‘ bekannten Basalte. Etwas unbekannter und dabei traditionell sehr verankert sind die Kalksteine von den Ostseeinseln Öland und Gotland und auch Marmor wie der grüne Brännlykan.“

Auf Öland wird die Firma Naturstenkompaniet besucht – sie gewinnt und verarbeitet den Ölandkalkstein. Unter den Orten sticht die Ostseeinsel Gotland hervor, so Hilke Domsch: „Der Gotland-Kalkstein ist ein wunderschöner heller und harter Kalkstein mit einer einzigartigen Textur. In Verbindung mit der Geschichte der Hanse wird dies ein Highlight der Reise.“

Reiseinformationen

Die Exkursion findet vom 30. April bis 6. Mai 2018 statt – auf Wunsch kann der Reisezeitraum verkürzt werden. Anmeldeschluss ist der 28. März 2018.

Hier finden Sie den interaktiven Informations- und Anmeldeflyer zum Ausfüllen und Versenden.

Europäische Steinestapler starten eine Ausstellung

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Steinestapler Jonathon Kitching nutzt auch angespültes Treibgut für seine Skulptur. Foto: Laurence Winram

Im schottischen Dunbar stapelten Künstler im April Steine bei einem Festival zu kunstvollen Skulpturen. Im Mai geben sie ihr Können an Interessierte weiter.

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Steinestapler Jonathon Kitching nutzt auch angespültes Treibgut für seine Skulptur. Foto: Laurence Winram
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James Craig Page (Mitte links), Veranstalter des Festivals, mit der Jury. Foto: Laurence Winram
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Ein Teil der Gewinner-Skulptur von Pedro Duran. Foto: Laurence Winram
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Die Steinestapler überlegen gemeinsam, wie sie ihre Kunstform bekannter machen können. Foto: Laurence Winram
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Teil der Ausstellung in Summer Hall. Foto: Laurence Winram

Steinestapler stellen gemeinsam mit Land-Art-Künstlern aus

Steine sind ein tolles Baumaterial – nicht nur für Treppen, Säulen und Co., sondern auch für gestapelte Kunstwerke am Strand. Das zeigen die Ergebnisse des 2. Europäischen Wettbewerbs der Steinestapler, der Ende April für zwei Tage in Dunbar in Schottland stattgefunden hat. 30 Künstler haben angespülte Kiesel und größere Steine aus der Natur mit ruhiger Hand kunstvoll auf Felsen und Sand gestapelt und sich in den Kategorien “Die meisten Steine ausbalanciert”, “Juniormeisterschaft”, “künstlerischer Gewinner” und “Stapeln gegen die Zeit” gemessen. Der Gesamtgewinner ist – wie bereits im letzten Jahr – Pedro Duran aus Spanien. Er bekommt einen finanziellen Zuschuss für seinen Flug nach Texas, wo 2019 der weltweite Wettbewerb in Llano stattfindet.

Die Kunst besteht beim Steinestapeln darin, die Schwerkraft für sich zu nutzen, denn sie ist das einzige, was die Skulpturen zusammenhält. Versierte Künstler bauen zum Beispiel komplette Torbögen ohne eine einzige Kelle Mörtel. Seriöse Stapler verändern die natürliche Umgebung oder gar historisch bedeutende Stätten dabei nicht – beides sind Kritikpunkte von Naturschützern. Sie stapeln besonders gern an Stränden, Flüssen und Seen, weil sie dort häufig besonders schöne Steine finden. 
Noch ist die Steinestapler-Szene eher klein und familiär – und sie könnte ein bisschen mehr öffentliche Aufmerksamkeit gebrauchen. Um die mediative Kunst in Europa noch bekannter machen, stellen deshalb bis 28. Mai bekannte Steine-Stapler, Land-Art-Künstler und Maler gemeinsam in der Summerhall Gallery in Edinburgh aus und geben an allen Mai-Wochenenden Workshops.