„Was mit Bau“? – Baustudiengänge sollen vergleichbarer werden


Die ASBau schlüsselt in einem Referenzrahmen Bachelor-Bauingenieurstudiengänge auf. Unis, Studierende und Personalverantwortliche sollen so besser vergleichen können.

Bauingenieur
Die ASBau Setzt sich mit einem Referenzrahmen dafür ein, Studiengänge vergleichbar zu machen – und so aufzubauen, dass sie möglichst umfänglich auf den Beruf vorbereiten. Foto: pixabay/joffi

 

Der Akkreditierungsverbund für Studiengänge des Bauwesens hat auf der BAU in München seinen Referenzrahmen für die Bachelorstudiengänge im Bauwesen vorgestellt. Die Mitglieder – Verbände und Kammern aus Bauplanung und -wirtschaft sowie Hochschulen und Universitäten – erarbeiteten dafür die Mindestanforderungen an die Studiengänge.

Der Referenzrahmen richtet sich an mehrere Zielgruppen: Studierenden bietet er Orientierung. Denn in Deutschland gibt es inzwischen 272 Bauingenieurstudiengänge. Personalverantwortlichen hilft er, die Qualifikation von Absolventen zu bewerten. Für Hochschulen und Universitäten, die Bauingenieurstudiengänge anbieten, neu- oder weiterentwickeln, ist er Wegweiser.


Studiengangsmatrix gibt Auskunft über Umfang und Inhalte der Module

Herzstück des Referenzrahmens, der auf den ASBau-Studienstandards von 2010 aufbaut, ist die Studiengangsmatrix. Sie gibt Auskunft über Inhalt und Umfang der in einem Studiengang angebotenen Module. Das schafft Transparenz hinsichtlich der erworbenen Kompetenzen und bessere Vergleichbarkeit der Bachelorstudiengänge. Die Studiengangsmatrix ist auch online abrufbar.

Die ASBau empfiehlt, 40 Prozent des gesamten Studiums den Grundlagenkompetenzen zu widmen. Dazu sollten jeweils 20 Prozent aus den Kompetenzbereichen Planung, Bemessung und Baumanagement kommen. Studiengänge, deren Inhalt dem Referenzrahmen entsprechen, haben so einen MINT-Anteil von mindestens 75 Prozent. Laut Verbund gilt dies als Fundament einer zukunftsfähigen Ingenieurausbildung.

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