Wellness mit Silberquarzit

Stein Magazin

Der Stein aus dem Pfitscher Tal in Südtirol ist dank seiner besonderen Eigenschaften auch für kosmetische Behandlungen bestens geeignet. Die Anwendungsmöglichkeiten sind dabei erstaunlich vielfältig.

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Silberquarzit ist reich an Mineralen wie Magnesium, Kalium und Zink, die auch bei einer äußerlichen Anwendung entsäuernd wirken – und damit bestens geeignet für äußerliche Kosmetikanwendungen. Foto: www.urstein.it
Ursteinmassage
Die Ursteinmassage mit Silberquarzit. Foto: www.urstein.it

Seltenes Steinvorkommen

Silberquarzit ist Wellnessfreunden ein Begriff: als Baustoff für Thermen, Saunen und Schwimmbäder. Der hellgraue Stein ist enorm robust und zeichnet sich durch geringe Wasseraufnahme und hohe Rutschfestigkeit aus. Zudem ist er aufgrund seines hohen Kieselsäuregehaltes antibakteriell und eignet sich daher besonders für den hygienischen Einsatz im Nassbereich, Schwimmbecken können sogar in der Unterwasserzone mit Silberquarzit ausgekleidet werden. Auch Dampfbäder oder Saunen lassen sich ohne Bedenken mit damit ausstatten. Zusätzlich kommt die hohe Wärmespeicherfähigkeit des Steins dem Einsatz in Wellnessbereichen entgegen.

Doch die wenigsten wissen, dass Silberquarzit nicht nur Wellnesstempel verschönern kann, sondern auch deren Besucher – in Form von entspannenden und reinigenden Kosmetikanwendungen. Mit seinen Eigenschaften ist er nahezu prädestiniert für den Einsatz in naturheilkundlicher Schönheitspflege. Der Stein kommt ausschließlich im Pfitscher Tal in Südtirol vor, einem Hochtal, das von Sterzing bis in die Zillertaler Alpen führt und wird im Steinbruch bei Pfitsch von der Grünig Natursteine GmbH abgebaut. Deren Hauptsitz ist in Sterzing, von wo aus das Familienunternehmen Südtiroler Natursteine in die ganze Welt vertreibt. In Zusammenarbeit mit der Kosmetikerin und Massagetherapeutin Kornelia Schwitzer, die seit 15 Jahren nur einen Steinwurf vom Werk entfernt lebt, sind unter dem geschützten Markennamen „Silberquarzit treatments & products“ exklusive Wellnessanwendungen und hochwertige Kosmetikprodukte entstanden.

Welche Eigenschaften Silberquarzit so besonders machen

Dem Quarzanteil des Steins werden in der Naturheilkunde klärende Schwingungen zugeschrieben, die die Selbstreinigungskräfte des Körpers aktivieren. Der Stein ist reich an Mineralen wie Magnesium und Kalium sowie Zink, die auch bei einer äußerlichen Anwendung entsäuernd wirken. Seine hohe Wärmespeicherfähigkeit macht eine Verwendung auf der Haut sehr angenehm. Bei der Ursteinmassage etwa werden nach dem Auftragen von Lavendel- und Wacholderöl kleine Silbequarzitquader und -zylinder auf die Haut gelegt, um ihre Wirkung zu entfalten. Neben der Ursteinmassage hat Kornelia Schwitzer auch ein Reinigungsritual mit zu Pulver vermahlenem Silberquarzit entwickelt sowie die Silberquarzit-Räuchermeditation, bei der zusätzlich Schafwollwickel, Räucherharz und ein Ursteintee eingesetzt werden, um Körper und Geist zu beruhigen. In Pulverform kann der Stein auch als reinigendes und anregendes Peeling in einem Saunaritual verwendet werden – und ist die einzige anerkannte Heilerde aus Südtirol.

Wo ist Silberquarzit erhältlich?

Nur zertifizierte Heilpraktiker und Wellnesshotels dürfen die Anwendungen nach ausführlicher Schulung bei Kornelia Schwitzer anbieten. Für den Wellnesstag zuhause hat sie eine Körperpflegelinie entwickelt, die in Manufakturarbeit hergestellt und über über einen Onlineshop auf urstein.it vertrieben wird – Seife, Duschgel und Badesalz mit Silberquarzit sind ebenso erhältlich wie Raumdüfte und Körperöle aus Wildbergkräutern.

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Steinpflege-Profis gefunden

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Im Juni hatten wir bereits über die Sommer-Aktion „Best of Steinpflege“ der Finalit Deutschland GmbH berichtet. Das Unternehmen hat mit dem Wettbewerb die besten Vorher-Nachher-Fotos von gereinigten Fliesen, Natursteinen und Kunststeinen gesucht. Voraussetzung war, dass die Steine mit Finalit-Produkten behandelt wurden. Nun stehen die Preisträger fest.

„Die eingereichten Arbeitsbeispiele und die Vielfalt der behandelten Materialen von Betonstein, Schiefer, Granit, Feinsteinzeug, Marmor, Terrazzo, Solnhofener, Sandstein und Cotto hat uns überrascht und gefreut“ so Evangelos Iordanidis, Geschäftsführer Finalit Deutschland GmbH. Aus den zahlreichen Einsendungen kürte die Finalit-Jury die Gewinner des Wettbewerbs:

Die Preisübergabe fand am 21. Juli 2016 im neuen Büro von Finalit in München statt. Trotz hochsommerlicher Temperaturen kamen über 50 Teilnehmer. Im Anschluss an die Prämierung der besten Fotos wurden Michael Duthoo, Andreas Falkensteiner und alle anderen Preisträger mit kühlen Getränken und einem Abendessen im Biergarten gefeiert.

Innovative Kombination

Erst in den 1980er–Jahren hatte die Ruhrgebietsstadt Castrop-Rauxel den zentral gelegenen Marktplatz neugestalten lassen. Doch in halbgebundener Bauweise ausgeführt, nahmen die Mängel am Belag immer mehr zu. Der Stadt war klar, dass nur eine umfassende Baumaßnahme langfristig helfen konnte. Die erste Planung sah vor, den Platz in gebundener Bauweise zu sanieren. Doch durch die Firma Metten aus Overath bei Köln wurden die Verantwortlichen auf das Verlegesystem ecostone aus Belgien aufmerksam.

Aufgrund der großen Anzahl von auftretenden Schäden am Belag suchte der Bauingenieur Guy Van Camp aus Belgien nach den Gründen der Mängel und einer entsprechenden Lösung. Die Erkenntnis, dass die Fuge bei hoher Belastung die Schwachstelle ist, führte zu einem Umdenken. Anstatt die Fuge immer steifer auszubilden, um sie stabiler zu machen, musste sie entlastet werden. So entstand die Idee von ecostone.

Einfaches Prinzip

Die Verlegearbeiten hat die Garten- und Landschaftsbaufirma Boymann aus Dortmund durchgeführt. Beim Reihenverband mussten die Pflasterer zunächst sorgfältig die rund zwei Meter langen Kunststoffschienen auf der ebenen, unverdichteten Bettung anordnen. Die Straße ist im Ellbogenverband verlegt. Aber die Verlegearbeiten folgen dem gleichen Prinzip, auch wenn sie etwas zeitintensiver sind. Denn bei diesem Muster setzt der Pflasterer immer einen Stein, dann eine Schiene, dann wieder einen Stein und so weiter. Und zwischen diesen Arbeitsschritten muss er auch noch die Abstandshalter richtig platzieren. Das Verfahren war nicht nur für die Stadt, sondern auch für die Mitarbeiter der Firma Boymann eine Premiere, die problemlos verlief.

Besonderheiten und positive Erfahrungswerte

Das System von ecostone hat etliche Vorteile. Der größte Vorteil liegt in der geringeren Steindicke. Ein weiterer Pluspunkt des Schienensystems ist die sofortige Nutzung nach der Verlegung. Zudem ist die Verlegetechnik schnell zu erlernen. Und die Erfahrungen hinsichtlich der horizontalen Stabilität sind positiv, denn bis heute musste keine einzige Fläche ausgebessert werden.

Erfahren Sie mehr über die innovative Verlegetechnik in STEIN 06/2017.