Wenn der Chef ausfällt

Stein Magazin
Matthias Hoff
führen zusammen mit den Mitarbeitern

In unserer neuen STEIN-Serie „Chancen nutzen“ teilen wir unser Wissen über Vorgehensweisen, die Unternehmen nutzen können, um langfristig erfolgreich zu sein. Es kann passieren, dass der Firmeninhaber für längere Zeit oder gar für immer ausfällt. Jedoch verdrängen viele Chefs dieses Szenario. STEIN hat mit einer Unternehmerin gesprochen, die zusammen mit ihrem Sohn nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes den Steinmetzbetrieb erfolgreich weiterführt.

Coronavirus, Verkehrs- oder Arbeitsunfall oder auch Herzinfarkt: Ganz plötzlich können Betriebsinhaber ausfallen. Laut Statista werden etwa 29 bis 41 Prozent der heute 30- bis 50-jährigen Erwerbstätigen vor ihrer Rentenzeit berufsunfähig. Doch eine Umfrage von „The Alternative Board“ unter 165 Firmenchefs in KMU besagt, 81 Prozent der Betriebe hätten keinen Notfallplan, der regle, wie der Betrieb beim plötzlichen Ausfall des Unternehmers aufrechterhalten werden könne. Auch für Michaela Erdmann vom Steinmetzbetrieb Steinmetz Erdmann im thüringischen Bad Berka war der plötzliche und unerwartete Tod ihres Mannes Thomas mit Ende vierzig vor drei Jahren nicht vorhersehbar. Er war der Chef des zwischenzeitlich schon in fünfter Generation geführten Steinmetzbetriebs.

Michaela Erdmann arbeitete in ihrem eigentlichen Beruf als Betriebswirtin schon immer etwas verkürzt, sodass ihr Mann froh war, dass sie im Steinmetzbetrieb gewisse Dinge abfangen konnte. „Ich war also jeden Tag in der Firma präsent und hatte entsprechende Einblicke“, erinnert sich Michaela Erdmann. „Die Arbeit hier im Betrieb meines Mannes habe ich immer als mein persönliches ehrenamtliches Engagement bezeichnet – damals für meinen Mann, heute für meinen Sohn Paul, der die Firma übernommen hat. Das war unser großes Plus insbesondere nach dem Tod meines Mannes.“ Die Erdmanns hatten, auch aufgrund einiger Alzheimerpatienten in der Familie, schon früh über Vollmachten gesprochen.

Michaela Erdmann erläutert: „Wir waren uns glücklicherweise einig, wer was machen darf, aber wir hatten unsere Ergebnisse noch nicht notariell beglaubigen lassen.“ Der Steinmetzbetrieb Erdmann befand sich mit seinen Mitarbeitern kurz vor dem plötzlichen Tod des Chefs und einige Zeit danach im absoluten Ausnahmezustand. „Trotz dieser Extremsituation habe ich an dem Tag, an dem mein Mann notoperiert wurde, sofort den Notar angerufen, der dann ins Krankenhaus kam. Wir haben vor Ort die Generalvollmacht unter Dach und Fach gebracht, denn mein Mann war zu diesem Zeitpunkt noch Herr seiner Sinne, danach wäre es nicht mehr möglich gewesen. Diese Generalvollmacht hat mir sowohl in der Krankheitsphase als auch in der Zeit nach seinem Tod das Leben gerettet.

Denn auch die Banken lassen nicht mit sich reden, wenn man keine Generalvollmacht vorweisen kann. Die Konten werden oft so lange gesperrt, bis der Erbschein eintrifft, was mehrere Wochen dauern kann. Ich würde jedem raten, diese Dinge zu gesunden Zeiten einmal mit einem Notar zu Papier zu bringen“, berichtet Erdmann. Denn sonst stehen Ehepartner und Mitarbeiter hilflos und unvorbereitet da, und keiner weiß, wie es weitergehen soll. Auch in kleinen Unternehmen ist es daher wichtig, zu klären: Wer macht was, wenn der Chef ausfällt – und wer darf bestimmte Dinge erledigen? Dadurch, dass Michaela Erdmann als studierte Betriebswirtin lange in der Darlehensabteilung einer Bank gearbeitet und sämtliche Katastrophen vom Sterben, Hausbrand und von der Scheidung ihrer Kunden erlebt hatte, verfügte sie über einen anderen Einblick in diese Angelegenheiten als andere. Und gerade Vollmachten waren immer sehr wichtig. „Es gab nach dem Tod meines Mannes Situationen, in denen ich diese Generalvollmacht für Privates und Berufliches herausgeholt habe und angeordnet habe: So wird das gemacht!“

Lesen Sie mehr in der STEIN 9/2020.

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Forever zeitlos

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Farbe Basalt

Bei „Forever“ von Agrob Buchtal ist der Name Programm: Ein zeitloses Design, dezente Farbtöne und nachhaltige Eigenschaften zeichnen die neue Kollektion aus. Ein breit gefächertes Farb- und Formatspektrum ermöglicht individuelle Möglichkeiten und dank Rutschhemmungs-Klassifizierungen R 10 und B viele Anwendungsoptionen im privaten und öffentlichen Bereich.

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Die Keramikserie „Forever“ ist auch für anspruchsvolles Baddesign geeignet: Am Boden 60×60 cm und 5×5 cm-Mosaik (Dusche), Farbe Basalt, an der Wand 40×120 cm, Farbe White, Raumteiler und Boden im Bereich der Badewanne Dekor „Pablo“, 30×60 cm, Farbe Basalt. Foto: Agrob Buchtal
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Zeitlos und haltbar: Hier ein Beispiel der Kollektion „Forever“ für ein Wohnzimmer bzw. Foyer. Dank Rutschhemmung der Klassen R 10 und B ist der Einsatz von Materialien aus der Serie im öffentlichen und privaten Bereichen möglich. Foto: Agrob Buchtal
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Die Kollektion „Forever“ verleiht Küchen ein schlichtes und dennoch spannendes Design. Hier diverse Rechteckformate in der Farbe Pearl, an der Wand Schnittdekor Pina, Farbe Greige. Foto: Agrob Buchtal
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Am Boden dezente Rhythmik mit verschiedenen Rechteckformaten in der Farbe Pearl. Foto: Agrob Buchtal
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Elegantes Ambiente mit dem Format 60×60 cm, Farbe Grey. Foto: Agrob Buchtal
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Kleiner Aufwand, große Wirkung: Das Schnittdekor „Pina“ setzt den Klassiker Fischgrät um, der aktuell wieder im Trend liegt. Es wird als 30x30cm-Bögen geliefert. Farbe hier: Greige. Foto: Agrob Buchtal
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Ein schöner Hintergrund für Spiegel: das Schnittdekor „Pina“, Farbe Basalt. Foto: Agrob Buchtal

Boden- und Wandfliesen

Die Bodenfliesen sind in sechs dezenten Farbtönen erhältlich, die für eine behagliche Atmosphäre sorgen sollen.  Ganz nach persönlichem Geschmack kann ein ruhig-stilvoller Effekt über das Format unterstrichen oder belebt werden. Die XXL-Abmessungen 120x 20 und 60×120 cm (Stärke: 6 mm, alle anderen Formate: 10,5 mm) vermitteln einen großzügigen Eindruck. Wer es nicht ganz so groß, aber ebenfalls repräsentativ mag, greift zur Abmessung 60×60 cm. Die weiteren Formate 30×60, 15×60 und 10×60 cm eignen sich für Verbände und erlauben so eine Rhythmisierung von Teil- oder Gesamtflächen, die bei Ausführung in gleicher Farbe ein harmonisches Gesamtbild ergibt. Zum Betonen der Blickachsen und Kontraste eignen sich Formate in verschiedenen Farben. Dank der Treppenfliesen in 30×60 cm können die Konzepte auch niveau- und etagenübergreifend fortgesetzt und mit einer Sockelleiste 7×60 cm abgeschlossen werden.  Alle Bodenfliesen inklusive Bodendekor „Pablo“ verfügen über Rutschhemmung gemäß der Klassifizierungen R 10 und B und sind daher im privaten und öffentlichen Bereich einsetzbar, sei es in Zonen, die mit Schuhen (Gruppe R 10) oder barfuß (Gruppe B, nasse Böden) begangen werden.

Farblich abgestimmte Wandfliesen sind ein wesentlicher Bestandteil des Gesamtkonzepts, die es bewusst nur in der Farbe white und den zwei zeitgemäßen Formaten 40×120 cm (6 mm stark) und 30×60 cm (9 mm stark) gibt.

Dekorative Elemente und Hytect-Veredelung

Die dekorativen Komponenten der neuen Kollektion geben selbst bei vergleichsweise kleinen Flächen dem gesamten Raum eine besondere Note: Das Schnittdekor „Pina“ greift das aktuelle Thema Fischgrät in keramischer Form auf und verleiht damit Räumen einen grafisch-geometrischen Touch. Das Bodendekor „Pablo“ mit seinem durchbrochenen Design interpretiert die Ästhetik von Pflastersteinen. Hiermit können Flächen auf leichte, lockere Art strukturiert und zoniert werden. Ähnliches gilt für das 5x5cm-Mosaik: Verlegefreundlich auf 30x30cm-Bögen geliefert, gibt es (Teil-)Flächen eine filigrane Anmutung und eröffnet im Zusammenspiel mit größeren Formaten einen spannenden Dialog.

Ein Großteil der Serie „Forever“ ist mit der werkseitigen Hytect-Veredelung ausgestattet, womit die Reinigung erleichtert wird. Hytect – die Hygiene-Fliese –wirkt darüber hinaus antibakteriell ohne Chemie und verbessert nachhaltig die Raumluftqualität durch den Abbau von Gerüchen und Luftschadstoffen – eine Wohltat nicht nur für Allergiker.

Die Vermarktung von „Forever“ erfolgt durch die IGA-Fachgruppe und Agrob Buchtal.

Lernwerkstatt 4.0

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die Handwerksbranche auf die Digitalisierung vorzubereiten. Foto: Friedrich-Ebert-Schule Esslingen

Digitale Transformation

Das Programm „Lernwerkstatt 4.0“ hat das Ziel, verschiedene Berufsgruppen auf die Digitalisierung vorzubereiten. Mit dem „Multilabor“ an der Friedrich-Ebert-Schule in Esslingen wurde nun das erste Modellprojekt für die Handwerksbranche eröffnet – initiiert vom Wirtschaftsministerium Baden Württemberg.

„Die digitale Transformation unserer Wirtschaft schlägt sich nicht nur in den Arbeitsprozessen und Geschäftsmodellen nieder“, erklärte die Wirtschaftsstaatssekretärin Katrin Schütz bei der Eröffnung letzte Woche. „Sie führt auch zu einem Wandel in der Arbeitswelt und einem Veränderungsbedarf in der Aus- und Weiterbildung.“

Das Projekt wurde eingeführt, um Arbeitnehmer auf den Wandel in der Branche durch die Digitalisierung vorzubereiten. Dazu bietet die Lernwerkstatt Lehrgänge für Beschäftigte und den Nachwuchs an.

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Eröffnung der Lernwerkstatt 4.0. Foto: Friedrich-Ebert-Schule Esslingen
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Ziel des Modellprojekts ist es, die Handwerksbranche auf die Digitalisierung vorzubereiten. Foto: Friedrich-Ebert-Schule Esslingen

16 Lernfabriken

Das Wirtschaftsministerium fördert das Projekt sowie bereits 16 weitere Lernfabriken. Bisher lag der Fokus aber auf der Industrie – nun wird auch die digitale Aus- und Weiterbildung in den Gewerken Elektro und Sanitär-Heizung-Klima angeboten. Im Multilabor 4.0 in Esslingen soll insbesondere die Digitalisierung im Gebäude und der Energie- und Umwelttechnik dargestellt werden. Dazu gehören die Themen Gebäudesystemtechnik, Smart Home und Elektrotechnik.

Von dem Projekt profitiert das Handwerk als wichtiger Ausbildungspartner – aber auch der Landkreis. Nachdem eine hohe Resonanz auf das Projekt gab, sollen mit der konzeptionellen Weiterentwicklung bestehende Lücken in der regionalen Verteilung verschiedener Wirtschaftsbereiche geschlossen werden. Geplant ist es, bis 2019 insgesamt 20 Lernwerkstätten in Baden-Württemberg zu eröffnen.

Dialog und Perspektive

Das Projekt „Dialog und Perspektive Handwerk 2025“ ist eine gemeinsame Initiative des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau und des Baden-Württembergischen Handwerkstages. Ziel des Projekts ist es, Herausforderungen, Chancen und Potenziale für die wirtschaftliche Entwicklung des baden-württembergischen Handwerks in den nächsten zehn Jahren näher zu beleuchten und daraus Unterstützungsmaßnahmen abzuleiten.