ZDB wählt neuen Präsidenten und Vorstand

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Reinhard Quast fordert auf Baugewerbetag eine sinnvolle Mantelverordnung



Reinhard Quast ist der neue Präsident des bundesweit größten und ältesten Bauverbands. Er kritisiert die Vielzahl der Bau-Vorschriften.

Die Mitgliederversammlung des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes hat ihren Vorstand neu gewählt. Reinhard Quast, 61, ist der neue Präsident. Er stammt aus Siegen und ist Vorstandsvorsitzender der Otto Quast Bau AG mit rund 600 Mitarbeitern an fünf Standorten in Deutschland und Polen.

Neue Vizepräsidenten neben Rüdiger Otto, 57, aus Leverkusen, sind Wolfgang Schubert-Raab, 60, aus Bayern und Uwe Nostitz, 56, aus Sachsen. Nostitz hat bereits den Vorsitz des Ausschusses für Sozial- und Tarifpolitik inne. Des weiteren wurden neun neue Vorstandsmitglieder gewählt, darunter Karl-Hans Körner, 61, aus Stuttgart. Er ist Vorsitzender des Fachverbandes Fliesen und Naturstein im ZDB und Vorsitzender des Landesinnungsverbands Fliesen Baden-Württemberg. Der ZDB vertritt rund 35.000 mittelständische Bauunternehmen in Deutschland.

Auf dem Baugewerbetag 2018 in Berlin erklärte Reinhard Quast, dass es Aufgabe der Baubranche sei, Menschen einen “positiven Rahmen für ihre Heimat zu bauen”. Allerdings enge die Fülle von Vorschriften Bauunternehmen ohne Not ein, mache das Bauen immer teurer und behindere kreative Lösungen. Komplexe Prozesse mit vielen Abhängigkeiten seien kein Indiz für gute Bauqualität.

Die Fachtagung beschäftigte sich mit Themen der mittelständischen Bauwirtschaft. Dabei ging es unter anderem um den Neustart der Mantelverordnung. Quast betonte, dass das Recycling mineralischer Baustoffe nicht unmöglich gemacht werden dürfe. Nur so könnten steigende Baukosten und Mülltourismus verhindert werden. Die Verwertung von Bodenaushub und Recyclingmaterial müsse erleichtert werden.

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Nachruf Helga Elisabeth Trassl

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Im Dezember 2020 verstarb Helga Elisabeth Trassl

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Im Dezember 2020 verstarb Helga Elisabeth Trassl, öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für Naturwerkstein, kurz nach ihrem 80. Geburtstag.

Im Dezember 2020 verstarb Helga Elisabeth Trassl, öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für Naturwerkstein, kurz nach ihrem 80. Geburtstag. Foto: Unsplash

Im Dezember 2020 verstarb Helga Elisabeth Trassl. Die 1940 in Wien geborene und zeitlebens überzeugte Österreicherin fühlte sich dennoch in Würzburg heimisch. Frau Trassl war öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für Naturwerkstein im Innenausbau. Ihre Vereidigung erfolgte 1996 von der Industrie- und Handelskammer Würzburg-Schweinfurt. Sie war die erste weibliche Sachverständige bei der Kammer auf dem Natursteinsektor.

Die bei ihren ersten Gutachten noch vorhandene Skepsis in der von Männern dominierten Fachwelt war bald verflogen. Frau Trassl überzeugte durch ihre Fachkenntnis und durch ihr Verhandlungsgeschick auch in schwierig gelagerten Fällen. Im ehelichen Steinmetz- und Steinbildhauerbetrieb in Ardagger / Österreich sammelte sie Erfahrung im Versetzen von Naturwerkstein, gewann Überblick über viele Natursteinsorten mit ihren jeweiligen Eigenheiten und Besonderheiten. Als gelernte Drogisten hatte sie überdies auch fundierte Kenntnisse in Chemie – was damals für Sachverständige in der Natursteinbranche eher selten der Fall war. Nachdem mit der Weiterentwicklung der Verlegematerialien und –Methoden Chemie eine immer größere Rolle spielte, kamen ihr diese Kenntnisse bei ihren Gutachten zugute. Ab 1985 war sie  bis zu dessen Tod mit ihrem zweiten Ehemann Heinz Trassl in dessen Gutachterbüro tätig.

Frau Trassl starb kurz nach ihrem 80. Geburtstag in Würzburg nach langem und mit viel Energie und großer Geduld ausgetragenem Kampf gegen ihre Krankheit.

Die Problemlöser aus Diamant

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Jeder Anwender hat eigene Kriterien und Ansprüche an ein Werkzeug. Vor allem keramische Werkstoffe sind für viele Steinverarbeiter eine große Herausforderung. Herkömmliche Diamantwerkzeuge für Naturstein sind für die spröden Materialien ungeeignet. Inzwischen bieten Werkzeughersteller “Diamant”-Lösungen, die die empfindlichen Platten sicher bearbeiten.

Mit Dekton von Cosentino ist ein besonders anspruchsvoller Werkstoff hinzugekommen. Er ist hart und unnachgiebig gegenüber Verarbeitungsfehlern, so das einhellige Urteil der Anwender. Der anfänglichen Ratlosigkeit ist die Erkenntnis gewichen: Das gesinterte Material lässt sich nicht nur profilieren, sondern auch sicher schneiden, wenn man die Vorgaben der Werkzeughersteller akribisch beachtet.

Welcher Hersteller hierbei die Nase vorne hat, wird in der Steinmetzbranche eifrig diskutiert. Das optimale Schneidergebnis hängt neben der geeigneten Abstimmung von Bindung und Körnung auch von der Disziplin der Anwender ab. Regelmäßig anschärfen ist Pflicht, viel Kühlwasser und eine hohe Drehzahl ebenso. Doch nicht nur die Werkstoffeigenschaften fordern die Werkzeughersteller; oft sind es auch die Anwender selbst, die die Möglichkeiten von Maschine und Werkzeug voll ausreizen. Kurvenschnitte zum Beispiel; Gebogene Schnitte mit dem Sägeblatt auszuführen stresst Blattkerne und Segmente. Trennscheiben für Firmen, die Blätter nicht jedesmal extra umspannen wollen, besitzen daher gelaserte Segmente und einen verstärkten Kern.

Bei König hat man auf den Ruf nach mehr Tempo mit den sogenannten UHS-Werkzeugen reagiert. Das Akronym steht für Ultra High Speed. Wie sich das in der Praxis auswirkt, erklärt König-Produktmanager Stefan Nichter: Waren bei drei Zentimeter starkem Granit früher 200 bis 300 Millimeter Vorschub in der Minute mit dem Fingerfräser üblich, erreichen die UHS-Fräser 400-500 Millimeter. Besonders deutlich werden laut Nichter die Fortschritte in der Werkzeugherstellung bei den Parametern für Kunststein. Erreichte ein Fingerfräser im zwei Zentimeter starken Engineered Stone früher 300 bis 350, leisten die UHS-Werkzeuge bis zu 600 Millimetern in der Minute. Wie fordernd dagegen Keramik ist, zeigen die derzeit empfohlenen Werte von 150 bis 250 Millimetern in der Minute.

Lesen Sie mehr zum Thema “Empfindliche Werkstoffe sägen”mit vielen Beispielen aus der Praxis in STEIN im März 2015.