36 Grad und es wird noch heißer

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Hitzefrei und Ausfall-Geld

Recht auf Hitzefrei: Im Büro gelten klare Temperatur-Grenzen, auf dem Bau nicht – die Grünen wollen das ändern. Der Bau-Zentralverband hält Hitzefrei für schwierig. 


Im Winter gibt es Schlechtwetter-Geld und “kältefrei” für Handwerker. Doch im Zuge des Klimawandels wird auch extreme Hitze im Sommer zum Problem. Für Arbeitsstätten außerhalb von Gebäuden gibt es dafür aber bisher keine Regel. Die Grünen wollen das  mit einem Arbeitschutzgesetz ändern: Sie fordern ein Hitzefrei-Gesetz, unter anderem für Handwerker und Landwirte.

Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer begrüßt den Vorschlag und beruft sich auf die Fürsorgepflicht von Arbeitgebern. Auch verkürzte Arbeitstage, kühle Getränke und Sonnenschutzmittel seien sinnvoll. Zu Sonnenschutz sind Unternehmen auch heute schon verpflichtet, sie müssen beispielsweise Sonnensegel und Trinkwasser stellen.

Der Vorschlag der Grünen auf Hitzefrei geht über diese Schutzmaßnahmen aber hinaus. Auch der Gewerkschaftsbund schließt sich der Idee an. Er schlägt darüber hinaus, analog zum Schlechtwetter-Geld, ein Hitzegeld in Höhe von 60 Prozent des Lohns vor. Es soll den Ausfall für Arbeitnehmer finanziell ausgleichen. Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe hält Hitzefrei auf dem Bau für “schwer umsetzbar”. Möglich sei stattdessen zum Beispiel, die Arbeitszeiten um die stärkste Hitze herumzuplanen.

Fakt ist: Seit den 2000er Jahren steigen die Höchsttemperaturen in Deutschland an (Statista). Im Sommer sind 40 Grad keine Seltenheit mehr. Wenn schon für Büro-Arbeiter ein Lufttemperatur-Maximum von 35 Grad gilt, ist fraglich, wie körperlich tätige Handwerker bei 35 Grad und mehr arbeiten sollen.

Aktuelle Branchennews und Know-how für Fachverarbeiter gibt es auch in der aktuellen Ausgabe des STEIN-Magazins: www.stein-magazin.de/zeitschriften

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In wenigen Schritten zum individuellen Grabstein

Die Kunstgießerei Strassacker stellte auf der Stone+tec 2018 ihren neuen Online-Tafelkonfigurator vor.

Individualität liegt im Trend – auch was den Grabstein anbelangt. Denn Kunden wünschen sich oftmals persönliche Motive und Gestaltungselemente, die Lebensbereiche oder Hobbys des Verstorbenen wiederspiegeln, eine Gedenktafel mit eigener Note. Dieses Bedürfnis nahm die Kunstgießerei Strassacker nun auf und entwickelte einen Tafelkonfigurator: Ein Tool, mit dem Steinmetze gemeinsam mit ihren Kunden das jeweils passende Design kreieren können. Auf der Messe Stone+tec, die vergangene Woche nach Nürnberg einlud, stellte das Unternehmen ihre Neuheit vor. Ab 15. Juli ist der Tafelkonfigurator online.

 

Ähnlich einem Baukastensystem, lassen sich alle Elemente der Grabplatte individuell zusammenstellen – angefangen beim Material. Hier kann man zwischen Aluminium oder Bronze wählen, mit oder ohne Patina, in dem die nach eigenen Formatvorgaben bemessene Platte gegossen wird. Neben diversen Schriftarten stehen mehrere Befestigungsmöglichkeiten zur Auswahl, ebenso wie eine umfangreiche Bibliothek mit Motiven, die als Reliefbilder, grafische oder vollplastische Symbole ausgearbeitet werden können. Eine Vielzahl an Möglichkeiten also.
Wer jedoch lieber auf vorgefertigte Gestaltungsbeispiele als Anregung zurückgreifen möchte, der kann aus einer umfangreichen Zusammenstellung schöpfen und diese wiederum nach seinen Wünschen individualisieren.

Einfach und transparent

Neben der einfachen Handhabung des Tafelkonfigurators, enthält das Tool die Funktion, das fortlaufend alle Parameter sowie der aktuelle Preis der entworfenen Grabplatte angezeigt werden. Sobald das Layout erstellt ist, können Benutzer ein PDF mit den Daten generieren und an ihre Kunden aushändigen. Auch ein Ausdruck im Maßstab 1:1 zur Prüfung und Betrachtung am realen Stein ist möglich.

Die Kunstgießerei Strassacker ist ein Familienunternehmen in der vierten Generation. Im Stammhaus in Süßen sind heute insgesamt ca. 450 Mitarbeiter beschäftigt. Mit Repräsentationen in Frankreich, Schweiz, Österreich, Belgien, den Niederlanden und den Vereinigten Staaten gehört die Kunstgießerei Strassacker zu den weltweit führenden Manufakturen.

Die IranConMin 2018 zieht positive Bilanz

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Geschäftsführer der IMAG GmbH

Die iranische Leitmesse für Baumaschinen und Bergbau Anfang November war laut Ausstellern ein Erfolg. Rückläufige Zahlen gab es dennoch. Grund ist die wirtschaftlich schwierige Lage.

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Peter Bergleiter, Geschäftsführer der IMAG GmbH, eröffnet die IranConMin 2018 gemeinsam mit hochrangigen Vertretern von Verbänden und Industrie. Foto: IMAG GmbH
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Baumaschinen auf dem Außengelände der IranConMin 2018. Foto: IMAG GmbH

Merklicher Rückgang bei den Ausstellern

Die iranische Bau- und Bergbaumesse IranConMin endet mit positivem Ausblick. Die 14. Ausgabe der Fachmesse für Baumaschinen und Bergbau fand vom 2. bis 5. November in Teheran statt. Sie gilt in Iran als Leitmesse und bringt internationale Aussteller mit der iranischen Branche zusammen. Rund 200 Aussteller aus acht Ländern und rund 15.000 Besucher waren dieses Jahr zu Gast. Im Vorjahr waren noch 288 Aussteller aus 15 Ländern und 20.000 Fachbesucher gekommen.

Der merkliche Rückgang der Teilnehmerzahlen ist auf die aktuelle weltpolitische Lage zurückzuführen. Die USA hatten im August und erneut Anfang November entgegen internationalen Protests schwerwiegende wirtschaftliche Sanktionen gegen Iran verhängt, um die Regierung zu schärferen Auflagen im Atomabkommen zu zwingen. Damit sind aktuell die iranische Wirtschaft und der internationale Zahlungsverkehr mit Iran stark beeinträchtigt.
Der Atomstreit war eigentlich 2016 beigelegt und die internationalen Wirtschaftssanktionen gegen Iran aufgehoben worden. Diese positive Entwicklung hatte sich auch auf die Teilnehmerzahlen der vorherigen Ausgaben der IranConMin ausgewirkt. Der Großteil der internationalen Aussteller war mit der diesjährigen Ausgabe der Messe dennoch sehr zufrieden und hob vor allem die geknüpften Kontakte und die persönlichen Kundengespräche hervor. Zudem äußerten sich die Teilnehmer sehr positiv über den wachsenden Markt in Iran, welcher auch international eine gute Plattform bietet.

Der deutsche Veranstalter IMAG GmbH, eine Tochtergesellschaft der Messe München, wertet die Veranstaltung insgesamt als Erfolg. Die IMAG veranstaltet die Messe jährlich mit den Partnern Palar Samaneh Co. und IranMineHouse. Die 15. IranConMin findet vom 3. bis 6. November 2019 in Teheran statt.