die im Rahmen der Rückvermeisterung mitentschieden werden soll. Foto: carolynabooth/pixabay/COO-Lizenz

Bestatter-Meister wäre rechtlich möglich

Ein Gutachten des Bestattungsrechtlers Tade Spranger sagt, eine Meisterpflicht wäre mit europäischem Recht vereinbar. Nun muss die Politik entscheiden.

In der parlamentarischen Sommerpause erarbeitet ein Fachkreis die Gesetzesvorlage zur “Rückvermeisterung”. Darin geht es um die 2003 aus dem Katalog der zulassungspflichtigen Handwerke gestrichenen Gewerke. Das Gesetz soll im Januar 2020 in Kraft treten. Das Bestattungsgewerbe hat an den Fachkreis nun seine Forderung auf Einführung der Meisterpflicht gestellt.

Ob die Voraussetzungen dafür – unter anderem die Gefahrgeneigtheit, der Verbraucherschutz und die Wahrung des Kulturgutes – erfüllt sind, hat Bestattungsrechtler Tade Spranger in einem Gutachten geklärt. Der Fachverband Leben Raum Gestaltung Hessen / Rheinland-Pfalz hat es mit mehreren Berufsverbänden beauftragt.

Spranger kommt zu dem Schluss, dass eine Vermeisterung rechtlich möglich und mit EU-Recht vereinbar sei. Europa werfe oft einen genauen Blick auf in Deutschland verabschiedete Gesetze. Es gebe aber genug Freiraum, eigene Gesetze zu erlassen. Bisher gibt es im Bestattungsgewerbe keine Zulassungsvoraussetzungen. Der Experte erläuterte0 auf der Pressekonferenz zum Gutachten von Negativbeispielen der Branche: So gebe es 16 verschiedene Friedhofs- und Bestattungsgesetze, die je nach Bundesland sehr unterschiedlich ausfallen. Demzufolge müsse ein Bestatter stets wissen, welche Gesetze wo gelten. Laut Spranger gebe es weit mehr Fehlbestattungen als vermutet. Die Zuwanderung von Menschen verschiedener Glaubensrichtungen stelle Bestatter darüber hinaus vor neue Herausforderungen.

“Es geht um Menschen, die in der Situation, dass ein Partner oder ein Familienmitglied stirbt, sehr verletzlich, mitunter hilflos und überfordert sind“, sagt Spranger. „Sie können mitunter über einen langen Zeitraum traumatisiert sein, wenn bei einer Bestattung etwas schief läuft. Der Mensch vertraut dem Bestatter. Er verlässt sich darauf, dass dieser alles wunsch- und ordnungsgemäß durchführen wird.” Angehörige könnten auch kaum prüfen, welche der berechneten Leistungen vom Bestatter tatsächlich erbracht wurden.

Meisterpflicht nur für Neugründer und bei Geschäftsübernahmen

Die Verbände sind überzeugt, die Meisterpflicht könnte bei den genannten Problemen helfen. Sie haben bereits eine – bisher freiwillige – Ausbildungs- und Meisterprüfung erarbeitet. Laut Hermann Hubing, Hauptgeschäftsführer des Fachverbandes Leben Raum Gestaltung Hessen / Rheinland-Pfalz, gibt es jährlich rund 150 Auszubildende bundesweit und etwa 40 Meisterprüfungen. Die vier Schulen, die den Bestattungsmeister anbieten, könnten ihre Kapazitäten bei Bedarf ausweiten. Für bestehende Bestattungsunternehmen habe die Einführung des Meisters keine Nachteile. Sie hätten Bestandsschutz. Die Meisterpflicht beträfe Neugründungen und Geschäftsübernahmen.

 

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In wenigen Schritten zum individuellen Grabstein

Die Kunstgießerei Strassacker stellte auf der Stone+tec 2018 ihren neuen Online-Tafelkonfigurator vor.

Individualität liegt im Trend – auch was den Grabstein anbelangt. Denn Kunden wünschen sich oftmals persönliche Motive und Gestaltungselemente, die Lebensbereiche oder Hobbys des Verstorbenen wiederspiegeln, eine Gedenktafel mit eigener Note. Dieses Bedürfnis nahm die Kunstgießerei Strassacker nun auf und entwickelte einen Tafelkonfigurator: Ein Tool, mit dem Steinmetze gemeinsam mit ihren Kunden das jeweils passende Design kreieren können. Auf der Messe Stone+tec, die vergangene Woche nach Nürnberg einlud, stellte das Unternehmen ihre Neuheit vor. Ab 15. Juli ist der Tafelkonfigurator online.

 

Ähnlich einem Baukastensystem, lassen sich alle Elemente der Grabplatte individuell zusammenstellen – angefangen beim Material. Hier kann man zwischen Aluminium oder Bronze wählen, mit oder ohne Patina, in dem die nach eigenen Formatvorgaben bemessene Platte gegossen wird. Neben diversen Schriftarten stehen mehrere Befestigungsmöglichkeiten zur Auswahl, ebenso wie eine umfangreiche Bibliothek mit Motiven, die als Reliefbilder, grafische oder vollplastische Symbole ausgearbeitet werden können. Eine Vielzahl an Möglichkeiten also.
Wer jedoch lieber auf vorgefertigte Gestaltungsbeispiele als Anregung zurückgreifen möchte, der kann aus einer umfangreichen Zusammenstellung schöpfen und diese wiederum nach seinen Wünschen individualisieren.

Einfach und transparent

Neben der einfachen Handhabung des Tafelkonfigurators, enthält das Tool die Funktion, das fortlaufend alle Parameter sowie der aktuelle Preis der entworfenen Grabplatte angezeigt werden. Sobald das Layout erstellt ist, können Benutzer ein PDF mit den Daten generieren und an ihre Kunden aushändigen. Auch ein Ausdruck im Maßstab 1:1 zur Prüfung und Betrachtung am realen Stein ist möglich.

Die Kunstgießerei Strassacker ist ein Familienunternehmen in der vierten Generation. Im Stammhaus in Süßen sind heute insgesamt ca. 450 Mitarbeiter beschäftigt. Mit Repräsentationen in Frankreich, Schweiz, Österreich, Belgien, den Niederlanden und den Vereinigten Staaten gehört die Kunstgießerei Strassacker zu den weltweit führenden Manufakturen.

Die IranConMin 2018 zieht positive Bilanz

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Geschäftsführer der IMAG GmbH

Die iranische Leitmesse für Baumaschinen und Bergbau Anfang November war laut Ausstellern ein Erfolg. Rückläufige Zahlen gab es dennoch. Grund ist die wirtschaftlich schwierige Lage.

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Peter Bergleiter, Geschäftsführer der IMAG GmbH, eröffnet die IranConMin 2018 gemeinsam mit hochrangigen Vertretern von Verbänden und Industrie. Foto: IMAG GmbH
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Baumaschinen auf dem Außengelände der IranConMin 2018. Foto: IMAG GmbH

Merklicher Rückgang bei den Ausstellern

Die iranische Bau- und Bergbaumesse IranConMin endet mit positivem Ausblick. Die 14. Ausgabe der Fachmesse für Baumaschinen und Bergbau fand vom 2. bis 5. November in Teheran statt. Sie gilt in Iran als Leitmesse und bringt internationale Aussteller mit der iranischen Branche zusammen. Rund 200 Aussteller aus acht Ländern und rund 15.000 Besucher waren dieses Jahr zu Gast. Im Vorjahr waren noch 288 Aussteller aus 15 Ländern und 20.000 Fachbesucher gekommen.

Der merkliche Rückgang der Teilnehmerzahlen ist auf die aktuelle weltpolitische Lage zurückzuführen. Die USA hatten im August und erneut Anfang November entgegen internationalen Protests schwerwiegende wirtschaftliche Sanktionen gegen Iran verhängt, um die Regierung zu schärferen Auflagen im Atomabkommen zu zwingen. Damit sind aktuell die iranische Wirtschaft und der internationale Zahlungsverkehr mit Iran stark beeinträchtigt.
Der Atomstreit war eigentlich 2016 beigelegt und die internationalen Wirtschaftssanktionen gegen Iran aufgehoben worden. Diese positive Entwicklung hatte sich auch auf die Teilnehmerzahlen der vorherigen Ausgaben der IranConMin ausgewirkt. Der Großteil der internationalen Aussteller war mit der diesjährigen Ausgabe der Messe dennoch sehr zufrieden und hob vor allem die geknüpften Kontakte und die persönlichen Kundengespräche hervor. Zudem äußerten sich die Teilnehmer sehr positiv über den wachsenden Markt in Iran, welcher auch international eine gute Plattform bietet.

Der deutsche Veranstalter IMAG GmbH, eine Tochtergesellschaft der Messe München, wertet die Veranstaltung insgesamt als Erfolg. Die IMAG veranstaltet die Messe jährlich mit den Partnern Palar Samaneh Co. und IranMineHouse. Die 15. IranConMin findet vom 3. bis 6. November 2019 in Teheran statt.