Bruchtest in Mecklenburg-Vorpommern

Stein Magazin

50, 100 oder gar 200 Schläge? Wetten, wann der Stein bricht, ist ein zentrales Vergnügen beim jährlichen Patronatsfest der Landesinnung der Steinmetzen und Steinbildhauer Mecklenburg-Vorpommerns. Es findet in diesem Jahr am Samstag, den 11. November, auf dem Gelände der historischen Wassermühle Hanshagen unweit Greifswalds statt.

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Steht kurz vor dem Durchbruch: Einer der frisch freigesprochenen Gesellen 2016 beim Steinschlagen zum Einstand. (Foto: Landesinnung der Steinmetzen und Steinbildhauer Mecklenburg-Vorpommern)
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Vorbereitung des spaltbaren Materials: Zunächst werden Löcher in die Feldsteine gebohrt, um den Teilnehmern Ansatzpunkte zu geben. (Foto: Landesinnung der Steinmetzen und Steinbildhauer Mecklenburg-Vorpommern)

Scharriereisen-Zielwurf, Steinschlagen, Kaffee & Kuchen

Es soll eine Art Familientreffen der Szene sein, das Patronatsfest der Steinmetzen und Steinbildhauer Mecklenburg-Vorpommerns. Mit dieser Grundidee stiftete der damalige Obermeister Edwin Rumpel die Veranstaltung vor elf Jahren, welche am Samstag nach dem Gedenktag (8. November) der Quatuor coronati Castorius, Claudius, Symphorianus und Nicostratus – der Schutzheiligen der Steinmetzen und Steinbildhauer – stattfindet.

Das Rahmenprogramm ist heiter, so gibt es etwa einen Scharriereisen-Zielwurf-Wettbewerb in zwei Teilnehmerklassen, für Erwachsene und für Kinder. Den Höhepunkt bildet das Steinschlagen: Nach der Freisprechung der Lehrlinge müssen die Junggesellen gleich vor Ort unter Beweis stellen, wie effizient sie einen Feldstein aus der Umgebung mit dem Spalteisen zerteilen können. Dabei wird eifrig gewettet, wie viele Schläge der jeweilige Kandidat für das Spalten seines Felsens braucht. Mancher schafft es unter 40 Hieben, andere benötigen um die 100 oder gar über 200. Neben Ruhm und Ehre ist dem Gewinner ein kleiner Preis sicher.

Eingeladen sind alle Steinmetzen und Bildhauer aus Mecklenburg-Vorpommern und angrenzenden Innungen mit ihren Familien. Für das leibliche Wohl ist gesorgt, am Nachmittag gibt es Kaffee und Kuchen, abends einen herzhaften Imbiss. Der Unkostenbeitrag für Erwachsene beträgt 25 Euro, Kinder können kostenlos mitkommen. Voranmeldung bitte telefonisch bei der Landesinnung unter 0385 761 80 31.

Eckdaten zur Veranstaltung: Samstag, den 11.11.2017, Beginn 14 Uhr, Wassermühle Hanshagen, Mühlenblick 8, 17509 Hanshagen

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Natursteine schützen mit Imprägnierungen

Stein Magazin

Was sind Imprägnierungen?

Stone+tec abgesagt – Unsere Messe-Themen für Sie zum Nachlesen.

Die derzeitige Situation trifft die gesamte Wirtschaft und hat auch vor der Natursteinbranche keinen Halt gemacht. Planungen für die Stone+tec in Nürnberg waren bereits in vollem Gange und wurden mit Absage der Messe obsolet.

Unser Fokus für die Messe lag auf Imprägnierungen. Wir möchten Ihnen die Inhalte nicht vorenthalten und haben die häufigsten Fragen zusammengefasst. Einen Auszug finden Sie hier – die komplette Aufstellung auf unserer Website: www.lithofin.de/impraegnierungen

Imprägnierungen beugen tiefsitzenden Verschmutzungen von Natursteinoberflächen vor, indem sie in das Gesteinsgefüge einziehen. Durch die reduzierte kapillare Saugfähigkeit können Flecken durch Wasser, Fett und Öl kaum noch entstehen.

Wo werden Imprägnierungen eingesetzt?

Sinnvoll ist der Einsatz von Imprägnierung dort, wo Natursteinoberflächen extremen Fleckbildnern (z.B. Fette, Öle) ausgesetzt sind. Dies können Küchenarbeitsplatten, Waschtische, Böden im Innen- oder Außenbereich sein.

Was gibt es bei der Anwendung zu beachten?

Es können nur Ergebnisse erzielt werden, wenn der Belag trocken, sauber und fettfrei ist. Um die Schutzwirkung entfalten zu können, bedarf es der korrekten Verarbeitung.

Warten Sie die richtigen Temperaturen ab: Die optimale Oberflächentemperatur liegt zwischen 10°C und 25°C. Rechnen Sie mit einer Trocknungsdauer von ca. 20 – 30 Minuten, je nach Temperatur und Untergrund. Die volle Schutzwirkung entsteht innerhalb von etwa 2 bis 5 Tagen. Während dieser Zeit sollte die Fläche nicht mit Wasser oder Öl belastet werden.

Nutzen sich Imprägnierungen ab?

Der Schutz von imprägnierten Küchenarbeitsplatten verliert auf Grund der täglichen Belastung durch Öl und Fett auf Dauer seine Wirkung. Diese sollte daher gelegentlich aufgefrischt werden.

Unser Tipp:

Lithofin bietet praktische Pflege-Sets im handlichen Koffer oder als Compact-Set in der Faltschachtel zum Auffrischen an. Die Produkte in den Sets sind einfach zu handhaben, dass sie auch gut von Endverbrauchern verarbeitet werden können. Bleiben Sie Ihren Kunden in Erinnerung, indem Sie ihnen ein Set nach dem Einbau der Arbeitsplatte als Geschenk überreichen.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website unter: www.lithofin.de/impraegnierungen

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Koffer mit Lithofin MN Grundreiniger, wässrige Imprägnierung Lithofin Fleckstop >W< und Spray für die tägliche Reinigung Lithofin MN Easy-Clean. Foto: Lithofin
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Set mit wasserbasierender Imprägnierung Lithofin Fleckstop >W< und Spray für die tägliche Reinigung Lithofin MN Easy-Clean. Foto. Lithofin
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In der Übersicht finden Sie alle Imprägnierungen des Lithofin-Sortiments. Foto: Lithofin

Steinschnuppern in München

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Das städtische Berufsschulzentrum Thomas Wimmer für das Bau- und Kunsthandwerk an der Luisenstraße in München öffnete am 20. Juli 2017 seine Steinmetz- und Holzbildhauerwerkstätten für die Öffentlichkeit, wobei explizit Klassen allgemeinbildender Schulen angesprochen wurden. Die Möglichkeit zum Blick hinter die Kulissen der präsentierten Berufe erfreute sich regen Interesses.

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Station Steinbearbeitung: Die Bildhauerin Dana Knop zeigt externen Schülerinnen und Schülern das Schrifthauen. (Foto: Michael Senn)
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Hartmut Hintner, Gestaltungslehrer für Steinmetze und Steinbildhauer, erläuterte einer Schulklasse Exponate der diesjährigen Sommerausstellung der Münchner Schulen an der Luisenstraße. (Foto: Michael Senn)
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Auf den Gängen des ersten Stockwerks durften sich Interessierte in Kalligraphie versuchen. (Foto: Michael Senn)

Hartmut Hintner, Gestaltungslehrer der Steinmetze und Steinbildhauer, stand inmitten seines Publikums und erläuterte die Beiträge der diesjährigen Sommerausstellung. Eine Führung, um etwaige künftige Schüler über das Ausbildungsangebot im Schulkomplex an der Luisenstraße für Holzbildhauer, Goldschmiede, Steinmetze und Steinbildhauer zu informieren. Nach dem allgemeinen Teil wurden die Klassen aufgeteilt und durften in kleineren Gruppen in insgesamt fünf Werkbereichen ihre Fähigkeiten ausprobieren. Neben den etablierten Stationen Steinbearbeitung und Holzschnitzen gab es diesmal auch Kalligraphie, das Schriftzeichnen, sowie eine Druckwerkstatt und die Möglichkeit, das Ziselieren von Bronze zu entdecken. Hartmut Hintner: “Unsere Schüler zeigen Interessierten, wie wir hier arbeiten. Außerdem können die Besucher selbst ausprobieren, wie man Stein bearbeitet oder Holz schnitzt. Uns geht es darum, Berufsmöglichkeiten aufzuzeigen und unseren Bekanntheitsgrad zu erhöhen.” Deshalb hat Schulleiter Hans Seger Gymnasien, Real- und Mittelschulen in München und Umgebung angeschrieben und deren Abschlussklassen sowie Flüchtlingsklassen zum Tag der offenen Werkstatt eingeladen. Das Konzept gefiel, viele Zusagen trafen ein. Hintner freute sich: “Außerdem kamen viele Jugendliche der umliegenden Schulen vorbei und natürlich auch unsere Ehemaligen.”

In der erstmals eingerichteten Druckwerkstatt hatte sich Barbara Quintus mit ihren Kolleginnen und Kollegen ein Programm überlegt, das auch Ungeübte bewältigen konnten. “Hier sollen schöne Ergebnisse mit wenig Aufwand erzielt werden”, erklärte sie. Das gelang z. B., indem ein mit Farbe getränkter Faden zwischen zwei Blättern herausgezogen wurde, die mittels einer Druckplatte zusammengepresst waren. Der Zuspruch bestätigte den Ansatz von Quintus – die Druckwerkstatt kam super an.

An der Station Steinbearbeitung konnten Schriften gehauen und verschiedene Handwerkszeuge an einem Muschelkalkblock ausprobiert werden. Hier zeigten sich die Besucher der offenen Werkstatt jedoch etwas passiver: Die Ehrfurcht vor dem Material schien hoch. Viele sahen lieber Bildhauerin Dana Knop zu, wie sie Hieb für Hieb Buchstaben in die Jurakalksteinplatte gravierte, während die für Steinbearbeitung typischen Hammerschläge erschallten.