Leuchtturmprojekt: Auf der Rocalia 2017 wird der Chef-Architekt der „Monuments Historiques“

Als große Naturstein-Nation hatte Frankreich bislang keine eigene Messe zum Thema. Das ändert sich bald: Rocalia heißt die neue Veranstaltung, die erstmals vom 5. bis 7. Dezember 2017 in Lyon ausgerichtet wird (STEIN berichtete in Ausgabe 7/17). Auf der Homepage der Messe finden Interessierte nun den Ausstellerkatalog mit Suchmaske nach Herkunftsländern, Keywords und Anwendungsbereichen. Auch das Rahmenprogramm steht jetzt fest.

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Leuchtturmprojekt: Auf der Rocalia 2017 wird der Chef-Architekt der „Monuments Historiques“, Didier Repellin, die Restaurierung und Umnutzung von Lyons Grand Hôtel Dieu präsentieren. (Foto: Patrick Verdier/Free On Line Photos/Wikimedia Commons)
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In die steinernen Gewölbe des ehemaligen lyonesischen Krankenhauses Grand Hôtel Dieu soll wieder Leben einkehren – mithilfe von Geschäften und Restaurants. (Foto: Vincent Ramet; Contractor Didier Reppelin; Realisation Eiffage)
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Die Gastgeberstadt der Rocalia verfügt über imposante Steinbauten. Für die Restaurierung des Justizpalastes war ebenfalls Referent Didier Repellin verantwortlich. (Foto: Contractors Didier Repellin/Denis Eyraud; Realisation Comte)
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Projekt vor Ort: Über die Rives de Saône lässt sich flanieren. Ausgestattet wurde der Kai von Euromarbles und TBM & ALG Paysagistes mit Pierre de Chandoré und Pierre de Villebois. Beide Steine stammen aus der Region Auvergne-Rhône-Alpes mit Hauptstadt Lyon. (Foto: Contractor TBM & ALG Paysagistes; Realisation Comte)
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„Vive Le Stein“ in Lyon: Vom 5. bis 7. Dezember findet hier erstmals die Rocalia statt, parallel zur Garten- und Landschaftsbaumesse Paysalia. (Foto: Rocalia)

Architekten und Bauingenieure besinnen sich auf Naturstein

Mehr als 100 französische und internationale Firmen werden bei der Premiere der Rocalia auf dem Gelände der Eurexpo Anfang Dezember alle Facetten der Natursteinbranche beleuchten, von Materialien über Werkzeuge bis hin zu moderner Maschinentechnologie und Anwendungen in Neubau, Landschaftsgestaltung oder Restaurierung. Zentraler Gedanke der Veranstaltung ist die Wiederentdeckung von Naturstein durch Architekten und Bauingenieure als umweltfreundliches, wohngesundes Bau- und Dekorationsmaterial. Dazu passt der offizielle Partner Centre Technique de Matériaux Naturels de Construction (CTMNC), das französische Technische Zentrum für natürliche Baumaterialien.

Stein harmoniert neben seinen thermischen Eigenschaften auch durch den Umstand, keine Schadstoffe an die Raumluft abzugeben, ideal mit modernen Baustandards. Deshalb wurde ihm auch das französische „A+ Air Quality Label“ verliehen. Die Veranstalter weisen darauf hin, dass Gestein in Frankreichs 400 aktiven Steinbrüchen in voller Übereinstimmung mit Umweltregularien abgebaut wird, die Einführung von Labels zur kontrollierten Herkunft soll künftig Kundentäuschungen und unlauterem Handel entgegenwirken.

Weil neben Steinmetzen, Künstlern und Designern aktuell auch immer mehr Architekten und Bauingenieure wieder auf die hervorragenden Eigenschaften von hochwertigen Natursteinen setzen – insbesondere im Außenbereich –, findet die Rocalia parallel zur Paysalia auf demselben Gelände statt. Diese große Messe für Garten-, Landschafts- und Sportanlagenbau begrüßte im vergangenen Jahr 580 Aussteller und 18.000 Besucher. Die Eintrittskarten gelten für beide Veranstaltungen.

Der neue Treffpunkt der Natursteinszene in Frankreich beinhaltet Kongresse zur Bedeutung lokaler Materialien, der Arbeit des CTMNC im Steinmetzbereich und zu den thermischen Eigenschaften von Naturstein. Außerdem wird es interessante Vorträge geben, auf welchen Natursteinhersteller, Verarbeiter und Baumeister in Dialog treten können. Architekt Pascal Delrue spricht zum „Bauen mit Steinblöcken“ und zeigt dazu preisgekrönte Projekte. Designer und Journalist Christophe Delcourt widmet seinen Vortrag aktuellen gestalterischen Strömungen. Ein Höhepunkt ist sicherlich, dass Didier Repellin, Chef-Architekt der „Monuments Historiques“ Frankreichs, das Großprojekt Restaurierung und Umnutzung des Grand Hôtel Dieu de Lyon vorstellt. Das ehemalige Krankenhaus wurde 2010 geschlossen, aus dem Prachtbau auf der Halbinsel zwischen Rhône und Saône entsteht derzeit ein neues urbanes Zentrum mit Luxushotel, Boutiquen und Geschäften des täglichen Bedarfs, Gastronomie unterschiedlicher Preisklassen sowie Innenhöfen für Flaneure.

Organisiert wird die Rocalia von GL Events und dem französischen Natursteinmagazin Pierre Actual. Alle Infos zur Veranstaltung: www.salon-rocalia.com

 

 

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Scuola di Scultura öffnet wieder

Stein Magazin
etwa Bildhauen für Fortgeschrittene und Gipsmodelle. Foto: Scuola di Scultura

Am Fuße des Marmorbergs im Tessiner Peccia geht’s wieder los. In Sommer-Kursen wie figürliches Modellieren und Bildhauen für Fortgeschrittene sind Plätze frei.

Im Mai startete die Scuola di Scultura ein Crowdfunding. Denn wegen Corona konnte sie monatelang lang weder Kurse anbieten noch Gäste empfangen. Das angestrebte Fundingziel von 50.000 CHF wurde weit übertroffen. Insgesamt kamen 93.724 CHF zusammen. Seit Anfang Juni gibt die Schule nun wieder Kurse.

In verschiedenen Kursen sind Plätze frei:

Figürliches Modellieren und Gipsabguss

vom 28. Juni bis 3. Juni 2020
Unter der Leitung von  Thomas Hunziker modellieren die Teilnehmenden einen weiblichen Akt in Ton. Sie arbeiten an drei Tagen an dem Modell gearbeitet. Die Figur wird dann mit Gips abgeformt und kann in Gips oder Zement gegossen werden.



Steinbildhauen für Fortgeschrittene – Resculpting
vom 19. bis 31. Juli
Alle Teilnehmenden bringen eine Fotografie, Zeichnung oder ein Video eines plastischen Werks mit. Unter Anleitung von Kursleiter Roland Hotz meißeln sie die persönliche, soweit wie möglich von Hand, als „Taille-Direct“ in ein Stück Peccia-Marmor.

Gips direkt
vom 2. bis 7. August 2020
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Steinbildhauen für Fortgeschrittene – Drehung

vom 16. bis 28. August 2020
In diesen beiden Kurswochen steht das Thema “Drehung” im Fokus. Kursleiter Hans-Peter Profunser leitet die Teilnehmenden an, ihre individuelle Formensprache zu entwickeln und herauszuarbeiten.



Alle Kurse sowie die Anmeldungsformulare finden sich auf der Seite der Schule.

Kraftprotz mit Geschichte

Stein Magazin
bis auf kleine Bereiche

In der Oktoberausgabe 2017 berichtet die STEIN über die Fassadenrestaurierung des historischen Wasserkraftwerks Raffelberg in Mülheim an der Ruhr. Das fast 100 Jahre alte Querbauwerk ist mit Ettringer und Weiberner Tuffsteinen verkleidet und hatte im Laufe der Zeit schwarze Patina angesetzt. Die erforderlichen Maßnahmen waren vielfältig: Reinigen, Rückverankern, Fugenmaterial erneuern, Vierungen setzen. Wie auch bei der ehemaligen Bahndirektion in Köln (siehe STEIN 04/2017) hat die Firma Denkmalpflege Schorn die fachmännischen Arbeiten durchgeführt.

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Vor der Reinigung: Blick von der Raffelbergerbrücke auf die fast 100 Jahre alte Tuffsteinfassade, die von einer schwarzen Patina überzogen ist. Foto: Denkmalpflege Schorn
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Standort:                   Raffelbergbrücke 8 in 45478 Mülheim an der Ruhr

Anmeldung unter:     0208 960 960 oder 0208 960 999 6