Bad und Architektur findet vom 27. September bis 1. Oktober 2021 statt. Foto: Cersaie
Die Veranstalter hatten die Messe erst auf November verschoben. Nun sagen sie die Cersaie komplett ab. Sie findet im September 2021 zum nächsten Mal statt.
Die Messeveranstalter geben bekannt, dass die weltweite Corona-Lage einer sinnvollen Messe entgegensteht. Zwar seien in den meisten Regionen der Welt inzwischen Lockerungen möglich. Dennoch sei die Messe nicht “angemessen und auf dem gewohnten Niveau” durchzuführen.
Denn die Cersaie ist stark international ausgerichtet, ein Drittel der Aussteller kommt aus dem Ausland, aus 40 verschiedenen Ländern. Auch fast die Hälfte der Besucher kam in den vergangenen Jahren aus dem Ausland. Die Veranstalter schreiben in ihrem Statement: “Viele Austeller und Fachbesucher haben uns signalisiert, dass die globale Lage noch keine Investitionen und Planungen zulässt. Mit der Entscheidung, die Messe 2020 ausfallen zu lassen, wird der Situation der überaus wichtigen internationalen Kunden Rechnung getragen.”
Und die Schwestermesse Marmomac?
Die nächste Cersaie findet vom 27. September bis 1. Oktober 2021 in Bologna statt. Bis dahin wollen die Veranstalter “digitale Aktivitäten zu aktuellen Themen für die Welt der Keramik und der Badezimmerausstattung” bieten. Spannend dürfte nun ist aber vor allem eine andere Frage: Was wird mit der Marmomac? Bisher halten die Veranstalter in Verona entschlossen daran fest, die Natursteinmesse trotz Corona zum geplanten Termin durchzuführen. Doch auch unter den Ausstellern und Besuchern der Marmomac dürfte es einige geben, die eine Teilnahme nicht genau planen können. Oder sich wegen genau dieser Unsicherheit dieses Jahr gegen die Messe entscheiden.
Das jüngste UNESCO-Weltkulturerbe, die Grotte Chauvet bei Vallon Pont d’Arc an der Ardèche, macht Menschheitsgeschichte erlebbar. Ihre Replik wird nach ca. 30 Monaten Konstruktionsarbeit am 25. April 2015 eröffnet.
Am 18. Dezember 1994 entdeckten die drei Hobby-Höhlenforscher Jean-Marie Chauvet, Eliette Brunel und Christian Hilaire eine Grotte in der südfranzösischen Region bei Montélimar, deren Wände vor über 35.000 Jahren von Menschen bemalt wurden. Über 1.000 Wandmalereien mit 425 Tierdarstellungen zieren die Wände der Chauvet-Grotte. Diese eindrucksvollen Zeugnisse menschlicher Kultur sind erstaunlich gut erhalten. Denn der Eingang der Höhle – davon gehen die Forscher aus – wurde vor etwa 20.000 verschüttet. So konnte das Höhleninnere über Jahrtausende unberührt bestehen.
Zwar sind die Zeichnungen nicht die ältesten, die bis jetzt gefunden wurden. Denn in der Höhle von El Castillo in Spanien gibt es Abbildungen, die über 40.000 Jahre alt geschätzt werden, und auch in Indonesien wurden vor Kurzem Malereien in etwa diesem Alter entdeckt. Trotzdem sind die Tierdarstellungen ein außergewöhnlicher Schatz für Forscher weltweit. Denn sie zeigen nicht nur – wie bei vielen anderen Höhlenmalereien – gejagte Arten wie Pferde, Kühe oder Steinböcke. Sondern unter den 14 verschiedenen Tierarten befinden sich auch solche mit großem Gefahrenpotenzial wie Bären, Panther oder Rhinozerosse. Interessant ist auch die Art und Weise der Darstellungen. Die Malereien, Gravuren oder auch Kohlezeichnungen sind sehr komplex gestaltet, sie sollen beispielsweise den Eindruck von Bewegung erwecken. Schon Roman Herzog verwies in seiner 3D-Dokumentation aus dem Jahre 2010 „Die Höhle der vergessenen Träume“ auf die Kunstfertigkeiten, die für ihn „fast eine Art Vorläufer des Kinos“ sind. Sein Beispiel: Ein Bison mit acht Beinen soll Bewegung suggerieren.
Die 8.500 Quadratmeter große Höhle mit Reliefs von einer Gesamtlänge von 400 Metern – seit 2014 UNESCO-Weltkulturerbe – kann Besuchern leider nicht zugänglich gemacht werden, da allein der Atem der an Steinzeit-Kunst Interessierten den Malereien vehement schaden würde. Um den atemberaubenden Blick in die Vergangenheit mit allen teilen zu können, entschlossen sich die Verantwortlichen eine Replik der Höhle zu errichten. Über 30 Monate arbeitete ein Expertenteam an der größten Replik der Welt. Die „zweite“ Höhle zeigt auf 3.000 Quadratmetern millimetergetreu die Original-Zeichnungen. In der echten Höhle generierten Fachleute “eine Wolke aus Fixpunkten”, die Formen des Gesteins nachzeichnet. Diese wurden dann mit 6.000 Fotos kombiniert. So entstand im Computer ein 3-D-Modell – Ausgangspunkt für die reale Rekonstruktion. Auf den künstlich geschaffenen Wänden zeichnete neben anderen Künstlern der Kunstgrafiker und Prähistoriker Gilles Tosello die berühmten Tierfresken nach. Zahlreiche Geologen, Höhlenforscher und auch Maler sind heute immer noch dabei, die Grotte originalgetreu nachzubauen. Ergänzt wird die Replik durch eine Ausstellung im Erlebniszentrum, die sich mit dem Leben der Steinzeit-Menschen, ihrer Höhlenmalerei und dem Tal der Ardèche vor 30.000 Jahren beschäftigt.
Am 25. April 2015 soll die Replik der Chauvet-Höhle eröffnet werden. Auch architektonisch hat die Ausstellung etwas zu bieten. Das Architektenteam Xavier Fabre/Vincent Speller aus Clermont Ferrand mit dem Atelier 3A aus Le Teil konzipierte einen fünfteiligen Bau, der sich wunderbar in die schöne, umgebende Landschaft einfügt. Finanziert wird dieses kulturhistorische Großprojekt durch die Region Rhône-Alpes und den Generalrat des Departements Ardèche, mit Unterstützung der französischen Regierung sowie der Europäischen Union. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 55 Millionen Euro. Insgesamt sind beim Bau 35 verschiedene Firmen und Dienstleister involviert.
Elf Experten in zwei Tagen: Die Naturstein-Fassadentage bei Franken-Schotter beleuchten die Wertschöpfungskette Naturstein aus verschiedenen Blickwinkeln, hinsichtlich aktueller Normen und unter dem Aspekt des neuen großen Wortes BIM (Building Information Modeling). Der Fachkongress bringt Bauherren, Architekten, Ingenieure, Generalunternehmer und Fassadenbauer zusammen.
Klassischer Werkstoff im Kontext modernen Bauens – darum drehen sich die Naturstein-Fassadentage 2018. Fotocollage: Franken-SchotterWird als Beispiel en détail erörtert: Die Fassade des im Bau befindlichen Wolkenkratzers 35 Hudson Yards in Manhattan. Er soll auf 317 Meter anwachsen, die Fassade wird mit Jura Kalkstein gelb, Schliff C 220, verkleidet. Foto: Franken-Schotter/michaelleepicsnyc.comDas neue Segerstedthuset der schwedischen Universität Uppsala sollte mit nachhaltigen Materialien gebaut werden. Die Außenhülle ist mit Jura Kalkstein gelb diamantgestrahlt und liniert verkleidet. Foto: Franken-Schotter/Adam MorkPlantation Place ist mit 10.200 Quadratmetern einer der größten Bürokomplexe in der City of London. Die Fassade ziert Dietfurter Travertin geschliffen. Foto: Franken-Schotter
Zeitlos elegant und vielseitig in den Gestaltungsmöglichkeiten, das sind Fassadenbekleidungen aus Naturstein schon immer. Doch das klassische Material eignet sich auch für prozessoptimiertes Arbeiten im Zeitalter der digitalen Transformation der Baustelle – kurz gesagt: Naturstein und BIM passen gut zusammen.
Deshalb liegt der Schwerpunkt der Naturstein-Fassadentage 2018 am 25. und 26. April auf dem Gelände von Franken-Schotter in Titting-Petersbuch darauf, wie Architekten, Fachplaner, Produkthersteller und Bauausführende künftig optimale Ergebnisse erzielen können. Die Referenten sind Experten aus der BIM- und Natursteinwelt und zeigen auf, wie man von der Auswahl des richtigen Naturwerksteins über eine BIM-Planung zum erfolgreichen und nachhaltigen Einsatz des Materials am Bauwerk gelangt. Als Referenzobjekte werden detailliert das Sudetendeutsche Museum München und der Wolkenkratzer 35 Hudson Yards in New York erörtert.
Besichtigungen des Jura-Steinbruchs Kaldorf und der industriellen Natursteinfertigung in Deutschlands größtem Natursteinwerk Petersbuch runden das Programm ab.
Teilnahmegebühr 50 Euro, Anmeldung bis 20. April 2018.
Weitere Informationen unter www.franken-schotter.com/de/
Sie müssen den Inhalt von reCAPTCHA laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Turnstile. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.