Lundhs aus Norwegen, einer der großen Player im Geschäft mit Naturstein-Blöcken, bietet jetzt auch Designobjekte für den Verkauf. Die Kollektion „Essence“ mit Küchenaccessoires kann man über Webseiten des Unternehmens bestellen.
Eigentlich sollten die Designobjekte nur einen Marketingzweck erfüllen und als Ausstellungsstücke dienen, zum Beispiel für Architekturmessen. Aber die Objekte sind einfach so schön, dass sie jetzt auch verkauft werden. Bei der Kollektion „Essence“ handelt es sich um Küchenaccessoires aus Holz, Messing oder verschiedenen Larvikit-Sorten. Der grobkörnige, weißliche, bläuliche bis dunkelgrüne Anorthoklas-Syenit ist nach der Stadt Larvik in Norwegen benannt. So sollen die Objekte auch ein Feeling des Nordens vermitteln. Es handele sich um „exklusive Objekte aus norwegischem Stein, entworfen von norwegischen Designern und gefertigt in Skandinavien“, heißt es auf der Website. Thomas Jenkins und Sverre Uhnger sind die Designer.
Der Marketingdirektor der Firma, Hege Lundh, beschreibt die Idee wie folgt: „Wir wollen zeigen, wie vielfältig die Verwendung von Naturstein ist.“, kann man auf „stone-ideas“ lesen. Lundhs biete auch (Küchen-)Arbeitsplatten aus Natursteinen an, die in den norwegischen Bergen abgebaut werden. Zu seiner Arbeitsplatte bekommen die Kunden ein Echtheitszertifikat – ein Beleg, dass sie ein „persönliches Stück Norwegen“ gekauft haben, abgebaut von Lundhs. Dazu gibt es als kleines Geschenk eine Salzschale aus demselben Material wie die Küchenarbeitsplatte.
Das Bochumer Architekturbüro soan architekten hat die sandsteinfarbene „Alte Kirche“ in Bochum-Wattenscheid saniert und durch einen Anbau erweitert. Während in dem historischen Gebäude der Boden mit Platten aus regionalem Ruhrsandstein neu verlegt wurde, schmückt dunkler armenischer Basalt die Grundstücksmauer sowie die Fassade und den Boden des Neubaus.
Wie auf einer kleinen Insel, leicht erhöht und von einer langen Grundstücksmauer umgeben, steht die schlichte denkmalgeschützte Alte Evangelische Kirche im Bochumer Stadtteil Wattenscheid. Seit letztem Jahr ergänzt ein moderner anthrazitfarbener Anbau, entworfen vom Bochumer Architekturbüro soan architekten, das historische Gebäude. Das kleine, kontrastreiche Ensemble dient den Gläubigen als Gemeindezentrum.
Die „Alte Kirche“ mit ihrer sandsteinfarbenen Natursteinfassade ist umgeben von einem neuen Anbau und einer Mauer aus armenischem Basalt. (Foto: soan architekten boländer hülsmann gbr, Roman Weis)Ein schöner Kontrast: Die helle hammergerechte Ruhrsandsteinfassade und die antrazithfarbene lineare Fassade des Neubaus. (Foto: soan architekten boländer hülsmann gbr, Roman Weis)Auch im Inneren des Anbaus findet sich der armenische Basalt in Form von Bodenplatten wieder. (Foto: soan architekten boländer hülsmann gbr, Roman Weis)Ein rechteckiger Durchbruch im ehemals zugemauerten Rundbogen dient als neuer Zugang zur alten Kapelle. (Foto: soan architekten boländer hülsmann gbr, Roman Weis)Neuer Ruhrsandstein schmückt den Boden der „Alten Kirche“. (Foto: soan architekten boländer hülsmann gbr, Roman Weis)
Der eingeschossige Anbau mit seiner dunklen Fassade aus massiven Basaltsteinen steht in schönem Kontrast zu der kleinen „Alten Kirche“ mit ihrer hellen Außenhülle aus hammergerechten Ruhrsandsteinen. L-förmig konzipiert, scheint der Neubau sich wie ein Arm um das historische Bauwerk zu legen. Der schlichte, lichtdurchflutete Saal der „Alten Kirche“ hat im Zuge der Baumaßnahmen neue Bodenplatten aus regionalem Ruhrsandstein bekommen. Einige noch recht gut erhaltene Steinelemente wurden aussortiert und mit großer Sorgfalt wie ein Puzzle um den Altarbereich wieder neu verlegt. Die restliche Bodenfläche wurde mit neuen Platten ausgestattet. Den hierfür verwendeten Ruhrsandstein haben die Steinbruchbetriebe Grandi aus Herdecke geliefert, während alle Natursteinarbeiten des Projekts von Hanser + Pfafferott aus Kaarst vorgenommen wurden.
Wie die großen anthrazitfarbenen Namenstafeln auf dem „Platz des europäischen Versprechens“ in Bochum kommt auch der Basalt für das neue Gemeindezentrum aus Armenien. Aber nicht nur die Verkleidung der Fassade ist aus armenischem Basalt, sondern auch die verwendeten Bodenplatten – sowohl im Inneren des Anbaus als auch im Außenbereich. Die ursprüngliche Grundstücksmauer aus dem 19. Jahrhundert war statisch instabil geworden und musste abgetragen werden. Das bestehende Bild der idyllischen Kirche, die wie auf einem kleinen Podest thront, sollte beibehalten werden.
Die vereinzelten Ausblühungen, die man momentan vor allem an der Grundstücksmauer sieht und die den idyllischen Anblick etwas trüben, werden durch wasserlösliche Salze aus dem Mörtel verursacht. Sie werden aber durch den Regen im Laufe der Zeit abgewaschen, ansonsten können sie auch einfach abgebürstet werden. Ein kleiner Wermutstropfen sind die in drei verschiedenen Farbtönen verlegten Betonwerksteine links neben dem Eingang. Insgesamt ergibt sich aber, trotz einiger Kleinigkeiten, ein stimmiges, schönes Ensembles, das durch die kontrastreiche, aber dennoch zurückhaltende Gestaltung lebt.
Erfahren Sie mehr über die Sanierung der “Alten Kirche” in Bochum in STEIN im November 2016.
Viele Bauherren wünschen sich statt eines klassischen Profils eine Verkleidung mit Keramikelementen im Randbereich. Der Hersteller Gutjahr Systemtechnik hat jetzt einen neuen Randabschlusshalter entwickelt.
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