Freisprechung und Symposium 2019 der Innung Hessen-Mitte

Stein Magazin

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Die Innung hat 16 Steinmetze aus Hessen-Mitte und Oberhessen freigesprochen, im Rahmen eines dreitägigen Steinmetz-Symposiums in Braunsfels.

Übergabe
Ergebnisse des Symposiums mit dem Motto „Steinmetze schaffen Einzigartiges“. Foto: Steinmetzinnung Hessen-Mitte
Gesellenstück_Debor
Prüfungsstück des Jahrgangsbesten Elias Debor. Foto: Steinmetzinnung Hessen-Mitte
Jungesellen
Die Junggesellen: oben v. links: Jens Mysliwiec, Jonas Petri, Jens Amrhein, Simon Petersen, Kevin Hamann, Christin Ryschka, Elias Debor, Tobias Kaufmann, Justin Kolb, Joshua Adams, Benjamin Bück. Unten von links: Henrik Schmitt, Elena Petersen-Roth, Yosofi Jamshid, Murtaza Afzali, Tristan Fichtner. Foto: Steinmetzinnung Hessen-Mitte

Anfang September hat die Steinmetzinnung Hessen-Mitte 16 Steinmetze und Steinbildhauer, darunter zwei Frauen, freigesprochen. Elias Debor ist Prüfungsbester des Jahrgangs, er lernte beim Hofmeister Marmor – und Granitwerk GmbH. Die Junggesellen bekamen bei der Freisprechung ihr Prüfungszeugnis und ein für sie kreiertes Steinmetzzeichen auf einem Knüpfel.

Die Feier fand im Rahmen des jährlichen Steinmetz-Symposiums in Braunfels statt. 21 Steinmetze – mehr als je zuvor – aus ganz Hessen haben drei Tage lang an ihren Stücken gearbeitet. Das Symposium dient auch als Schauveranstaltung für die Bürger und soll ihnen Zugang zur Handwerkskunst bieten. Das Motto lautetet 2019 „Steinmetze schaffen Einzigartiges“. Neben einem Sockelstein für das gräfliche Haus aus Weilburger Tuff sind unter anderem Wappen für die Städte Braunfels und Solms und deren Partnerstädte entstanden.

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Das Bochumer Architekturbüro soan architekten hat die sandsteinfarbene „Alte Kirche“ in Bochum-Wattenscheid saniert und durch einen Anbau erweitert. Während in dem historischen Gebäude der Boden mit Platten aus regionalem Ruhrsandstein neu verlegt wurde, schmückt dunkler armenischer Basalt die Grundstücksmauer sowie die Fassade und den Boden des Neubaus.

Wie auf einer kleinen Insel, leicht erhöht und von einer langen Grundstücksmauer umgeben, steht die schlichte denkmalgeschützte Alte Evangelische Kirche im Bochumer Stadtteil Wattenscheid. Seit letztem Jahr ergänzt ein moderner anthrazitfarbener Anbau, entworfen vom Bochumer Architekturbüro soan architekten, das historische Gebäude. Das kleine, kontrastreiche Ensemble dient den Gläubigen als Gemeindezentrum.

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Die „Alte Kirche“ mit ihrer sandsteinfarbenen Natursteinfassade ist umgeben von einem neuen Anbau und einer Mauer aus armenischem Basalt. (Foto: soan architekten boländer hülsmann gbr, Roman Weis)
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Ein schöner Kontrast: Die helle hammergerechte Ruhrsandsteinfassade und die antrazithfarbene lineare Fassade des Neubaus. (Foto: soan architekten boländer hülsmann gbr, Roman Weis)
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Auch im Inneren des Anbaus findet sich der armenische Basalt in Form von Bodenplatten wieder. (Foto: soan architekten boländer hülsmann gbr, Roman Weis)
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Ein rechteckiger Durchbruch im ehemals zugemauerten Rundbogen dient als neuer Zugang zur alten Kapelle. (Foto: soan architekten boländer hülsmann gbr, Roman Weis)
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Neuer Ruhrsandstein schmückt den Boden der „Alten Kirche“. (Foto: soan architekten boländer hülsmann gbr, Roman Weis)

Der eingeschossige Anbau mit seiner dunklen Fassade aus massiven Basaltsteinen steht in schönem Kontrast zu der kleinen „Alten Kirche“ mit ihrer hellen Außenhülle aus hammergerechten Ruhrsandsteinen. L-förmig konzipiert, scheint der Neubau sich wie ein Arm um das historische Bauwerk zu legen. Der schlichte, lichtdurchflutete Saal der „Alten Kirche“ hat im Zuge der Baumaßnahmen neue Bodenplatten aus regionalem Ruhrsandstein bekommen. Einige noch recht gut erhaltene Steinelemente wurden aussortiert und mit großer Sorgfalt wie ein Puzzle um den Altarbereich wieder neu verlegt. Die restliche Bodenfläche wurde mit neuen Platten ausgestattet. Den hierfür verwendeten Ruhrsandstein haben die Steinbruchbetriebe Grandi aus Herdecke geliefert, während alle Natursteinarbeiten des Projekts von Hanser + Pfafferott aus Kaarst vorgenommen wurden.

Wie die großen anthrazitfarbenen Namenstafeln auf dem „Platz des europäischen Versprechens“ in Bochum kommt auch der Basalt für das neue Gemeindezentrum aus Armenien. Aber nicht nur die Verkleidung der Fassade ist aus armenischem Basalt, sondern auch die verwendeten Bodenplatten – sowohl im Inneren des Anbaus als auch im Außenbereich. Die ursprüngliche Grundstücksmauer aus dem 19. Jahrhundert war statisch instabil geworden und musste abgetragen werden. Das bestehende Bild der idyllischen Kirche, die wie auf einem kleinen Podest thront, sollte beibehalten werden.

Die vereinzelten Ausblühungen, die man momentan vor allem an der Grundstücksmauer sieht und die den idyllischen Anblick etwas trüben, werden durch wasserlösliche Salze aus dem Mörtel verursacht. Sie werden aber durch den Regen im Laufe der Zeit abgewaschen, ansonsten können sie auch einfach abgebürstet werden. Ein kleiner Wermutstropfen sind die in drei verschiedenen Farbtönen verlegten Betonwerksteine links neben dem Eingang. Insgesamt ergibt sich aber, trotz einiger Kleinigkeiten, ein stimmiges, schönes Ensembles, das durch die kontrastreiche, aber dennoch zurückhaltende Gestaltung lebt.

Erfahren Sie mehr über die Sanierung der “Alten Kirche” in Bochum in STEIN im November 2016.

Forum Naturstein wirbt gemeinsam

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Auf der Verbrauchermesse INFA und der Bau-Fachmesse B.I.G. präsentieren sich Steinmetz-Betriebe und -Institutionen aus den Innungen Braunschweig, Hannover und Hildesheim.

ForumNaturstein
Ein Teil der gemeinsamen Ausstellungsfläche aus 2018. Foto: Steinmetzinnung Hannover
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Auszug des diesjährigen Themas: „Der Friedhof – Ausdruck unserer Kultur“. Foto: Steinmetzinnung Hannover

Mehrere Betriebe werben gemeinsam für ihr Handwerk

Die Federführung für den Messeauftritt auf der B.I.G. liegt bei der Bildhauer- und Steinmetzinnung Hannover. Sie hat 2007 das Forum Naturstein initiiert. Seitdem präsentieren stets mehrere Betriebe gemeinsam das Steinmetz-Handwerk in seiner ganzen Breite. Denn Grabsteine und antike Bauten ergeben bekanntermaßen noch kein vollständiges Bild. Deshalb stellen die teilnehmenden Betriebe auch Außenraum- und Gartengestaltung mit Naturstein sowie Wand- und Bodengestaltung von Wohn- Bad- und Küchenräumen vor. Dazu kommen Restaurierungs-Leistungen und Bildhauerprojekte.

Das Forum Naturstein will außerdem zeigen, dass Steinmetzen moderne Technologie mit tradierter Handwerkskunst verbinden. Als Beispiel dient die Restaurierung des dänischen Schlosses Kronborg. Moderne Lasertechnik und digital gesteuerte Fräsmaschinen einerseits und handwerkliche Kunstfertigkeit garantieren dort den Erfolg der Arbeiten.

Das Motto des Forums Naturstein lautet 2019 „Der Friedhof – Ausdruck unserer Kultur“. Im Rahmen der Messe vom 30. Januar bis zum 3. Februar 2019 veranstaltet das Forum am 1. Februar 2019 von 18 bis 22 Uhr einen Steinmetzabend auf ihrem Stand in Halle 26.