Innovationen zum Hundertjährigen

Stein Magazin

Kaeser Kompressoren wird dieses Jahr 100 Jahre alt und zeigt auf der Bauma Druckluft-Innovationen.

M255E
Die neue Anlage M255E sorgt für abgas- und lärmfreie Drucklufterzeugung. Foto: Kaeser
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M59 in Leichtbau-Ausführung mit neuem Hatz-Dieselmotor. Foto: Kaeser

Kaeser Kompressoren in Peru, den USA, dem CERN

Die Coburger Druckluftspezialisten zeigen auf der Bauma einen Querschnitt aus ihrem Programm: von 1 bis 46 m³/min Volumenstrom, angetrieben durch Diesel-, Elektro- und Benzinmotoren von 7,5 kW bis 450 kW Antriebsleistung, vom handziehbaren Baukompressor M13 bis zum Druckluft-Giganten M500-2.

Eine Innovation ist die neu entwickelte 5m³-Anlage M59. Dank Alu-Leichtbauweise unterschreitet sie trotz abgasarmem Motor mit Dieselpartikelfilter und großem Tankvolumen die Gewichtsgrenze von 750 kg. Dadurch ist sie auf Baustellen einfach zu handhaben. Außerdem benötigt der Fahrer keinen Anhänger-Zusatzführerschein.

 Das Team stellt außerdem eine neue Anlage im 400 V E-Power Programm vor: Die M255E mit 160 kW starkem und besonders energieeffizienten IE4 Elektromotor. Sie liefert bis zu 24,7 m³/min bei 10 bar oder 19,9 m³/min bei 12 bar. Die komplette Anlage ist für Außenaufstellungen und wechselnde Aufstellungsorte konzipiert.

Kaeser Kompressoren informiert auf der Messe in München auch über die Umstellung des europäischen Lieferprogramms auf Abgasstufe V sowie zum Thema Industrie 4.0. Der Messestand befindet sich auf dem Freigelände Mitte FM.708/15 und 17.

Das Unternehmen ist weltweit aktiv. Die Kompressoren stehen “in Kraftwerken in Australien wie in Goldminen in Peru, bei Raumfahrttechnikern in den USA, im Teilchenbeschleuniger CERN in der Schweiz, auf Skipisten in Österreich und auf Ölfeldern in Arabien”. Die Geschichte des Unternehmens beginnt im Juni 1919 mit acht Mitarbeitern und der Produktion von Ersatzteilen und Motoren für Automobile. Heute hat Kaeser mehr als 50 Tochterfirmen und über 6.000 Mitarbeiter. Die Inhaberfamilie führt Kaeser in der dritten und neuerdings auch vierten Generation.

 

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Scuola di Scultura öffnet wieder

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etwa Bildhauen für Fortgeschrittene und Gipsmodelle. Foto: Scuola di Scultura

Am Fuße des Marmorbergs im Tessiner Peccia geht’s wieder los. In Sommer-Kursen wie figürliches Modellieren und Bildhauen für Fortgeschrittene sind Plätze frei.

Im Mai startete die Scuola di Scultura ein Crowdfunding. Denn wegen Corona konnte sie monatelang lang weder Kurse anbieten noch Gäste empfangen. Das angestrebte Fundingziel von 50.000 CHF wurde weit übertroffen. Insgesamt kamen 93.724 CHF zusammen. Seit Anfang Juni gibt die Schule nun wieder Kurse.

In verschiedenen Kursen sind Plätze frei:

Figürliches Modellieren und Gipsabguss

vom 28. Juni bis 3. Juni 2020
Unter der Leitung von  Thomas Hunziker modellieren die Teilnehmenden einen weiblichen Akt in Ton. Sie arbeiten an drei Tagen an dem Modell gearbeitet. Die Figur wird dann mit Gips abgeformt und kann in Gips oder Zement gegossen werden.



Steinbildhauen für Fortgeschrittene – Resculpting
vom 19. bis 31. Juli
Alle Teilnehmenden bringen eine Fotografie, Zeichnung oder ein Video eines plastischen Werks mit. Unter Anleitung von Kursleiter Roland Hotz meißeln sie die persönliche, soweit wie möglich von Hand, als „Taille-Direct“ in ein Stück Peccia-Marmor.

Gips direkt
vom 2. bis 7. August 2020
In dieser Kurswoche leitet Hansulrich Beer  die Teilnehmenden an, direkt mit Gips Modelle zu gestalten, die später in Stein oder Holz umgesetzt werden können.

Steinbildhauen für Fortgeschrittene – Drehung

vom 16. bis 28. August 2020
In diesen beiden Kurswochen steht das Thema “Drehung” im Fokus. Kursleiter Hans-Peter Profunser leitet die Teilnehmenden an, ihre individuelle Formensprache zu entwickeln und herauszuarbeiten.



Alle Kurse sowie die Anmeldungsformulare finden sich auf der Seite der Schule.

Kraftprotz mit Geschichte

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bis auf kleine Bereiche

In der Oktoberausgabe 2017 berichtet die STEIN über die Fassadenrestaurierung des historischen Wasserkraftwerks Raffelberg in Mülheim an der Ruhr. Das fast 100 Jahre alte Querbauwerk ist mit Ettringer und Weiberner Tuffsteinen verkleidet und hatte im Laufe der Zeit schwarze Patina angesetzt. Die erforderlichen Maßnahmen waren vielfältig: Reinigen, Rückverankern, Fugenmaterial erneuern, Vierungen setzen. Wie auch bei der ehemaligen Bahndirektion in Köln (siehe STEIN 04/2017) hat die Firma Denkmalpflege Schorn die fachmännischen Arbeiten durchgeführt.

01-schwarze Patina
Vor der Reinigung: Blick von der Raffelbergerbrücke auf die fast 100 Jahre alte Tuffsteinfassade, die von einer schwarzen Patina überzogen ist. Foto: Denkmalpflege Schorn
02-Fassadenschäden
Nach der Reinigung: Detailfoto von Steinkonsole und Bogenstein sowie fehlendem Fugenmaterial. Foto: Denkmalpflege Schorn
03-neue Bogensteine
Stark beschädigte Steine mussten ersetzt werden. Die neuen Steine, hier ein Bogenstein, wurden in der Werkstatt aus dem gleichen Tuff gefertigt. Foto: Denkmalpflege Schorn
04-alte Balkonbrüstung
Die Balkonbrüstung: Durch Frost-Tau-Wechsel rosteten die Eisenteile und sprengten die Betonabdeckung. Foto: Denkmalpflege Schorn
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Zuerst hat man die brüchige Betonabdeckung und die rostigen Eisenteile mit dem Stemmeisen entfernt … Foto: Denkmalpflege Schorn
06-neuer-Edelstahl
… und neue Edelstahlteile stattdessen eingebaut. Foto: Denkmalpflege Schorn
07-neue Brüstung
Den Abschluss bilden jetzt neue anthrazitfarbene Steine aus Mendiger Basaltlava mit feingeschliffener Oberfläche. Foto: Denkmalpflege Schorn
08-nach Restaurierung
Die Natursteinfassade ist mittlerweile, bis auf kleine Bereiche, gereinigt und restauriert. Foto: Tanja Slasten
09-Innenraum
In der großen Halle, deren Innenwände mit Travertin verkleidet sind, stehen noch die Originalgeneratoren aus den 1920er-Jahren. Foto: Tanja Slasten

Interessierte können bei einer Hafenrundfahrt auf der Ruhr unter anderem auch hinter die Kulissen des denkmalgeschützten Wasserkraftwerks schauen und dabei die Originalgeneratoren aus den 1920er-Jahren bewundern.

Standort:                   Raffelbergbrücke 8 in 45478 Mülheim an der Ruhr

Anmeldung unter:     0208 960 960 oder 0208 960 999 6