Die Stadt Würzburg will den neuen Stadtteil Hubland als Wissens- und Arbeitsstandort stärken. Auf dem Quartier findet in diesem Jahr die Landesgartenschau 2018 statt – ein Teil des Geländes besteht aus Terrassengärten mit Mauern aus fränkischem Muschelkalk.
Besucher der Landesgartenschau 2018. Foto: Milena SchlosserAussichtspunkt. Foto: Hutterreimann LandschaftsarchitekturGarten Belvedere. Foto: Hutterreimann LandschaftsarchitekturThemengarten „Garten der Muße“. Foto: LandesgartenschauThemengarten „Gartenoase“. Foto: Angie Wolf
Kirchheimer Muschelkalk
Das Gelände der Landesgartenschau Würzburg befindet sich zwei Kilometer von der Innenstadt entfernt. Hier entstand auf einer Hochfläche der neue Stadtteil Hubland.
Dabei handelt es sich um ein 95 Hektar großes Areal, das unter anderem aus einer Terrassenlandschaft mit Natursteinmauern besteht. Der Bereich bietet Besuchern Aussichtspunkte, von denen die Landesgartenschau überblickt werden kann.
Bei dem Material der Natursteinmauern handelt es sich im ränkischem Muschelkalk, der die Landschaft und den Wein in Mainfranken prägt. Verbaut ist er in Ortschaften der Region – und bei einfachen Weinbergsmauern. Da der Muschelkalk aus der Nähe von Kirchheim südlich von Würzburg stammt, wird er auch Kirchheimer Muschelkalk genannt.
Auch der Maschikuliturm der Festung Marienberg besteht aus dem Material – sie erhebt sich über dem Gelände und dient als visueller Bezugspunkt.
Themengärten
Die Gartenschau unterteilt sich in unterschiedliche Themengärten – das jeweilige Informations-Zentrum ist ein Pavillon. Darunter befindet sich beispielsweise der „zeitsparende Garten“, der das Thema Digitalisierung im Gartenbau behandelt. In den „Gärten am Belvedere“ informieren Aussteller über Natur und Gartenkunst.
In der Ausstellung „Zeitreise“ können Besucher die Geschichte des Areals vom Kartoffelfeld zum Stützpunkt der US-Streitkräfte nachvollziehen.
Internationaler Architektenwettbewerb für Vierungsturm
Die Bilder der brennenden Kathedrale Notre Dame in Paris erschütterten weltweit die Menschen. Präsident Emmanuel Macron kündigte an, dass Notre-Dame in fünf Jahren wieder aufgebaut sein soll. Der Verband der Restauratoren e. V. bietet den französischen Kolleginnen und Kollegen seine Expertise in der Restaurierung und Baudenkmalpflege an.(mehr …)
Auf dem Weg zur Landesausstellung „Alles was Recht ist“ im historischen Schloss Pöggstall in Niederösterreich kommen Gäste an der Granitinstallation „UND“ von Gabriele Berger vorbei – unsere Skulptur des Monats Juni. Die Ausstellung kann noch bis 12. November 2017 besucht werden.
Die Ausstellung konzentriert sich auf die Bedürfnisse von Menschen mit Beeinträchtigungen. Sie gibt Einblicke in Themen wie Entwicklungslinien in der Gesetzgebung, stellt Fragen nach Vergeltung und Strafe sowie beleuchtet neue Formen wie Diversion und Mediation. Im Vordergrund steht das Recht, das Miteinander von Menschen – früher und heute – sowie die gesellschaftlichen Spielregeln.
„Ich gehe gerne und die Gedanken beginnen zu fließen über die Zusammenhänge in unserem Dasein, ich erkenne, dass alles mit allem zusammenhängt, der Teil und das Ganze, definiert durch das Wort UND, drei Buchstaben, in positiver und negativer Form, die auch durch die Art ihrer Aufstellung diesen Gedanken formulieren.“ Mit diesen Worten erklärt die Bildhauerin Gabriele Berger ihre Granitinstallation „UND“. Das Kunstwerk symbolisiert das Zusammenleben – ein Zusammenspiel und eine Wechselwirkung von Architektur und Stein, Stein und Landschaft, Landschaft und Kultur, Kultur und Menschen.
Die Installation besteht aus drei Granitobjekten, die zwei bis drei Meter hoch sind. Die einzelnen Buchstaben sind nicht gleich auf den ersten Blick zu erkennen. Erst bei genauerem Hinsehen wird das Wort als Ganzes wahrgenommen. Die drei Buchstaben unterscheiden sich in ihrer Ausfertigung: Während das N als ein klar ausgeschnittener Buchstabe zu erkennen ist, wurde ein anderer Stein in U-Form mit verlängertem Arm ausgehöhlt. Das D wird in einer Rundung vermutet, die die Landschaft einnimmt. „Die Formen der Buchstaben wurden eng gebohrt, der Abstand zwischen den Bohrlöchern weggefräst. Die Naturkruste blieb zum großen Teil bestehen“, erklärt Berger.
Die Installation ist ein Zusammenspiel von Stein und Landschaft sowie von Form und Kontur, die sich abwechseln und zugleich ineinander übergehen. Die größte Herausforderung bestand darin, „die Grenzen des Granits auszuloten, die Tiefe an manchen Stellen und das Voneinander-Lösen von positivem und negativem Teil“ sowie die Frage: „Löst die entstandene Skulptur Empfindungen, Gedanken aus und schafft sie Atmosphäre?“, fragt die Künstlerin.
Hier sehen Sie die Skulpturen der letzten Monate:
Mai 2017: Die Skulptur „Zylon“ aus Marmor von Ursula Rutishauser. (Foto: Scuola di Scultura)April 2017: Die Triologie von Tim Bennett „Rose“, „Bouquet“ und „Marble“(Foto: Constanza Meléndez, 2016 / Galerie Jo van de Loo, München)März 2017: Die Skulptur fertigte Robert Schmidt-Matt aus rotem Schweinstäler Sandstein. (Foto: Thomas Brenner)Februar 2017: Die „Dancing Column“ aus Seeberger Sandstein von Tony Cragg. (Foto: Charles Duprat)Januar 2017: Das Oloid aus kretischem Marmor von Sabine Rassow. (Foto: Piet Freitag)Dezember 2016: „Der Mops“ von Steve Seguin aus Udelfanger Sandstein. (Foto: Bernd Decker)November 2016: „Homme“ aus weißem Marmor von Alberto Giacometti. (Foto: Foto: Kunstmuseum Basel / Martin P. Bühler)Oktober 2016: Der liegende Eisbär aus Carrara Marmor von Peter Hecht. (Foto: Peter Hecht)September 2016: Die Skulptur „Traumsaat“ aus grünlichem Diabas von Emanuel Wagner. (Foto: Steinmetz Hans Wagner KG)August 2016: Die Schwingungen der Skulptur „Steinskúfa“ von Karin Reichmuth versetzen sie in Bewegung. (Foto: Þröstur Eggertsson)Juli 2016: „Nautilus“ aus Marmor von Ulrike Glaubitz. (Foto: Künstlerin)Juni 2016: „Hände“ aus Carrara Marmor von Sabine Harborth . (Foto: Künstlerin)Mai 2016: „Die Träumende“ von Florian Widmann aus Untersberger. (Foto: Birgit Rilk)April 2016: „Der goldene Schlüssel“ von Ralf Ehmann in Hanau. (Foto: Künstler)März 2016: Die Skulptur „Letzter Herzschlag“ aus Portokalk von Julia Dietrich auf dem Friedhof in Lauterhofen. (Foto: Künstlerin)Februar 2016: „Wa(a)gnis Geometrie“, Figurenensemble aus Anröchter Grünkalkstein, von Ina Michalski. (Foto: Künstlerin)Januar 2016: „Sternenhimmel“, eine hängende Skulptur aus Carrara Marmor und Blattgold, von Riccardo Atta. (Foto: Künstler)
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