Lapitec gibt Tipps für hinterlüftete Fassaden

Stein Magazin
deren neuer mit gesintertem Kunststein verkleidet wurde. Foto: Lapitec



Der Kunststein-Hersteller hat ein neues technisches Handbuch veröffentlicht, in dem er die Anwendung bei hinterlüfteten Fassaden erklärt.



Lapitec_04
Ein Beispiel für den Einsatz hinterlüfteter Fassaden: Diese italienische Villa, deren neuer mit gesintertem Kunststein verkleidet wurde. Foto: Lapitec

Die Firma hinter Lapitec, dem gesintertem Kunststein, widmet sich in ihrem neuen Handbuch hinterlüfteten Fassaden. Grundsätzlich ist der Einsatz von Lapitec-Platten an Fassaden möglich, deren Trägerschichten eine Zugfestigkeit von > 1 N/mm2 und eine eine Scherfestigkeit von ≥ 1,2 N/mm2 garantieren. In manchen Fällen muss die jeweilige Trägerschicht mit Netzen verstärkt werden. Lapitec darf auf nicht verputzten Trägerschichten, etwa Backsteinen oder Lochziegeln, nicht verlegt werden. Großformate erfordern Buttering-Floating-Verfahren und mechanische Sicherungssysteme.

Ein Beispiel für eine hinterlüftete Fassade ist der Anbau, über den STEIN berichtet hat. Das italienische Architektur-Studio Mama Architettura hat dabei in Treviso eine Privatresidenz umgebaut und erweitert – der Anbau ist mit gesintertem Kunststein von Lapitec verkleidet.

Das neue Handbuch erklärt Schritt für Schritt anhand des gesamten Installationsprozesses die korrekte Anwendung. Es widmet sich unter anderem geeigneten Werkzeugen zum Bohren und Schneiden der Lapitec-Elemente direkt vor Ort auf der Baustelle, den verschiedenen Verankerungsarten, den richtigen Klebstoffen sowie den nötigen Sicherheitsvorrichtungen. Außerdem gibt es Kapitel zum Transport, Verpackung und dem Heben der Elemente auf der Baustelle, Hinweise zur Reihenfolge der Montage und den Trocknungszeiten. Technische Tabellen listen unter anderem die Kriterien für den Unterbau, die Montage der Lapitec-Elemente und die Fugen auf.

Das 116-seitige Handbuch ist nach einer Registrierung im Anmeldebereich kostenlos downloadbar. Es gibt aktuell eine englische und eine italienische Version. Neben diesem Handbuch bietet Lapitec weitere zur Planung und Verlegung von Verkleidungen und zu Küchenarbeitsplatten an, auch auf deutsch.

 Lapitec-Elemente werden bei 1200°C erzeugt und mit einem patentierten Verfahren durchfärbt. Die Firma forscht stetig an neuen Technologien und Farben und bildet Anwender bei der LapitecACADEMY aus. Durch die Teilnahme an den Kursen können diese ein entsprechendes Zertifikat erwerben.

Könnte dich auch interessieren

Marble Architectural Awards 2014

Stein Magazin

Advertorial Artikel Parallax Article

Jedes Jahr verleiht die Internazionale Marmi e Macchine Carrara die »Marble Architectural Awards« (MAA) auf der Messe Carraramarmotec. Dabei steht jeweils eine von sechs verschiedenen Regionen im Mittelpunkt. 2014 war dies Nordamerika, genauer gesagt die USA, Kanada und Mexiko. So zeigen sich deutliche Trends und Entwicklungen jeweils innerhalb einer Region. Auf der diesjährigen CarraraMarmotec wurden nun die Gewinner geehrt.

Das Lakewood Cemetery Garden Mausoleum in Minneapolis (USA)
Foto: Paul Crosby

Im Zuge der Wirtschaftskrise nach 2007 zeigte sich in Nordamerika ein deutlicher Trend zu mittelgroßen Projekten. Weniger Naturstein wurde nachgefragt; wo jedoch die Wahl auf ihn fiel, legte man großen Wert auf die Qualität und Oberflächenverarbeitung. Der Einsatz von Naturstein aus allen Teilen der Welt zeigt erneut die Globalisierung des Handels.

None

Die Lobby des Gebäudes 135 Main Street, San Francisco (USA)
Foto: Matthew Millman

Den ersten Preis der Kategorie »Außenraum« ging an die HGA Architekten und Ingenieure für das Lakewood Cemetery Garden Mausoleum in Minneapolis, bei dem weißer Carraramarmor und verschiedene amerikanische Granite zum Einsatz kamen. Gewinner in der Kategorie »Innenraum« ist das Studio Aston Pereira and Associates mit der Lobby für das Gebäude der 135 Main Street in San Francisco. Sie verwendeten dort den griechischen Marmor, Jurakalkstein aus Deutschland, italienischen Marmor und französischen gelben Onyx. Und die Gewinner der Kategorie »Urban Design« ist Jacobo Micha Mizrahi für seine »Parallel Lives« in Vera Cruz (Mexiko). Das Monument besteht aus verschiedenen mexikanischen Gesteinen.

»Parallel Lives« in Vera Cruz, Mexiko
Foto: Archetonic/Eduardo Zaletas/Quitagrapas Estudio Mexico City

Die mit dem Marble Architectural Awards geehrten Projekte sind in einem Katalog zusammengefasst. Dieser Katalog legt dabei besonderen Wert auf den Stein selbst, seine technischen Details und seine Verarbeitung. Die Messe Carraramarmotec fand zuletzt im Mai 2014 im italienischen Carrara statt.

Gartenkunst in den Gärten der Welt

Vom 13. April bis zum 15. Oktober 2017 wird die Hauptstadt zum Austragungsort der Internationalen Gartenausstellung (IGA), der größten Gartenschau in Deutschland. Beim Festival der internationalen Gartenkunst spielt auch Naturstein eine tragende Rolle.

Das Herzstück der IGA Berlin 2017 sind die „Gärten der Welt“. Dort gibt es auch unterschiedliche Natursteine bei den Wegführungen, den künstlerischen Gestaltungen sowie den Stein- und Themengärten.

Besucherzentrum-IGA Berlin-2017
Das Besucherzentrum der „Gärten der Welt“ empfängt seine Gäste als Begegnungs- und Informationsort. Es ist „im
Fluss mit der Natur“ entstanden. (Foto: WW+ Luxemburg/Trier)
Säulenkapitell-Sandstein-IGA-Berlin-2017
Attraktiver Hingucker: ein Säulenkapitell aus Sandstein im
Orientalischen Garten. (Foto: Boris Frohberg)
Wandgliederung-Sandstein-IGA-Berlin-2017
Die Architektur des Orientalischen Gartens greift die Bautradition islamischer Gartenkultur auf. Hier die Wandgliederung
der Bogengalerie aus Sandstein. (Foto: Boris Frohberg)
Fruchtschieferbruch mit Quarzader-Wassergaerten-IGA-Berlin
Die Wassergärten liegen am südlichen Rand der „Gärten der Welt“
und beherbergen Schätze wie Fruchtschieferbruch mit Quarzader. (Foto: Boris Frohberg)
Fruchtschiefer-Terrassengaerten-IGA-Berlin
Stimmungsvolles Farbspiel: der Fruchtschiefer in einer Hangmauer
der Terrassengärten am Kienberg. (Foto: Boris Frohberg)
Fruchtschiefer-IGA Berlin
Fruchtschiefer in einer weiteren Facette: Im Bereich der Wasserfälle
wurde eine Wand mit dem Naturstein gestaltet. (Foto: Boris Frohberg)
Quelltopf aus Fruchtschiefer-IGA-Berlin
Ein Quelltopf aus Fruchtschiefer mit COR-TEN-Stahl in den Wassergärten. Im Hintergrund die
Seilbahn, die spektakuläre Aussichten auf die Gartenschau bietet. (Foto: Boris Frohberg)
Terrassengaerten-Kienberg-Naturstein-IGA-Berlin
Gelungene Kombination: In den Terrassengärten am Kienberg sind Natur- und Kunststein gekonnt kombiniert
worden und ergeben eine stimmige Einheit. (Boris Frohberg)

Kienbergpark – Eine Parklandschaft entsteht

Die IGA Berlin 2017 wird darüber hinaus das weitläufige Wuhletal und den Kienberg zu einer neuen Parklandschaft mit vielfältigem Landschaftsbild verbinden. Am Südhang des bewaldeten Kienbergs entstehen sonnenbeschienene Terrassen, die an Obstbäumen, offenen Wiesenbereichen und blühenden Steingärten vorbeiführen. Vor allem hier wurde heimischer Naturstein aus dem Vogtland bevorzugt, der bereits bei den Wohnbauten der Gründerzeitsiedlungen zum Einsatz kam.

Die Terrassengärten und Wasserpromenade

Die blühenden Terrassengärten mit Trockenmauern und Kunststeinstufen setzen innerhalb der Gartenschau eindrucksvolle Akzente. Die Natursteinmauern stufen den sonnenreichen Hang des Kienbergs in zusätzliche Terrassen, die über Treppen verbunden sind.
Die vier Wassergärten zeigen unterschiedliche Spielformen des Umgangs mit dem Medium Wasser. Gerade hier ist das Medium Naturstein konzentriert zum Einsatz gekommen. Die vogtländischen Schieferplatten für die Wegebereiche weisen gesägte und geschliffene Oberflächenqualität auf.

Grabgestaltung und Denkmal

Im Norden des Ausstellungsgeländes erhalten Besucher auf einer Fläche mit 90 Mustergräbern Einblicke in „Grabgestaltung und Denkmal“. Auf vier ellipsenförmigen Flächen werden Urnengräber sowie Einzel- und Doppelgrabstellen als zeitgemäße Orte des Gedenkens gärtnerisch gestaltet. Steinmetze, Holzbildhauer und Metallbauer zeigen, wie sich Grabzeichen zeitgenössisch interpretieren lassen.

Erfahren Sie mehr über die Internationale Gartenausstellung (IGA) in STEIN im Mai 2017.