Neuer Onlineshop für Grabanlagen

Stein Magazin
Der Onlineshop „Grabkauf Online“ für Themengrabstätten auf dem Parkfriedhof Ohlsdorf ist deutschlandweit der erste seiner Art. Foto: Hamburger Friedhöfe

Der Onlineshop „Grabkauf Online“ für Themengrabstätten auf dem Parkfriedhof Ohlsdorf ist deutschlandweit der erste seiner Art. Foto: Hamburger Friedhöfe

Die Hamburger Friedhöfe haben gemeinsam einen Shop für den Online-Grabkauf entwickelt. Interessierte können sich so bequem am Computer von zu Hause aus einen Überblick über die Vielfalt der Angebote verschaffen.

Der Onlineshop „Grabkauf Online“ für Themengrabstätten auf dem Parkfriedhof Ohlsdorf ist deutschlandweit der erste seiner Art. Foto: Hamburger Friedhöfe

Gerade in den jetzigen Zeiten, in denen direkte Kontakte vermieden werden müssen, nimmt die Bedeutung von Onlineangeboten noch einmal entscheidend zu, insbesondere von solchen, die persönliche Wege ersparen. Die Hamburger Friedhöfe haben nun einen Shop für den Online-Grabkauf entwickelt. Angeboten werden 13 verschiedene Themengrabstätten auf dem Friedhof Ohlsdorf – vom Wildblumengarten über den Ohlsdorfer Ruhewald bis zur Krypta.

Interessierte können sich so bequem am Computer von zu Hause aus einen Überblick über die Vielfalt der Angebote verschaffen. Bildergalerien und Videos zeigen die Schönheit der Anlagen. Man kann sich auch über die Ferne hinweg mit Familienangehörigen oder Freunden Anlagen anschauen und sich beraten. Viele, die bislang Scheu hatten, sich dem Thema zu widmen, können so Anregungen erhalten.

Selbstverständlich ist es auch weiterhin möglich, die Anlagen auf dem Ohlsdorfer Friedhof zu besichtigen. Bei jeder Grabanlage ist eine digitale Karte hinterlegt, die das Auffinden auf dem Ohlsdorfer Friedhof erleichtert. Auch die Preise sind aufgeführt. Die Grabstätten werden in der Vorsorge angeboten. D.h., wer eine Grabstätte erwirbt, zahlt den heute geltenden Preis, egal, wann er sie nutzt. Mit dem Kauf ist sie für einen unbegrenzten Zeitraum reserviert. Vom Zeitpunkt des Versterbens an darf sie dann für 25 Jahre genutzt werden. Alle Angebote können aber auch im konkreten Sterbefall erworben werden.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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Die zündende Idee

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Wenn ein Handwerker zu neuen Horizonten aufbrechen will, muss er bereit sein, ausgetretene Pfade zu verlassen. Denn Innovationen entspringen oft einer neugierigen Skepsis gegenüber dem vermeintlich Planmäßigen und Regelhaften. Oder sie sind schlicht die Lösung für ein Problem.

Gute Ideen tarnen sich gern als spontane Geistesblitze aus heiterem Himmel. Tatsächlich sind sie aber das Ergebnis harter Arbeit und des oft unerwarteten Zusammentreffens günstiger Umstände. Sie entspringen einem Denken, das seiner Zeit voraus und auf Märkte und Bedürfnisse zugeschnitten ist, die nur bedingt vorhersehbar sind.

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Das Ehepaar Seeberger freut sich über den Bayerischen Innovationspreis für seine Natursteinheizung mit Nanotechnologie. (Foto: iStock, Seeberger GmbH)
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Die Ladestation aus Naturstein ist eine Idee von Steinmetz Stefan Seeberger. Inspiriert haben ihn seine Kinder, die ständig ihre Ladekabel suchten. (Foto: Seeberger GmbH)
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Stefan Seeberger hat auch eine Wand aus Onyx kreiert, die von beiden Seiten beleuchtet ist. (Foto: Seeberger GmbH)
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Auf die Idee, Stein zu biegen, kam Stefan Seeberger, als eine Moschee aus Algerien eine Anfrage für die Gestaltung der Kuppel stellte. (Foto: Seeberger GmbH)
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„Mit der Zeit gehen heißt, ihr voraus zu sein“, sagt Johannes Artmayr, Geschäftsführer Strasser Steine über den innovativen Küchenblock ST-ONE. (Foto: Strasser Steine GmbH)

So begann die Geschichte des Nano-Stone-Furniers schlicht mit einem Zufall. Auf der internationalen Fachmesse und Konferenz Material Vision liefen sich im Jahr 2005 Eberhard Richter, Geschäftsführer von Richter Akustik & Design aus dem niedersächsischen Melle, und ein Schieferexperte zufällig über den Weg. Nach einem ausführlichen Gespräch beschlossen die beiden, künftig zusammenzuarbeiten. So entstand das Produkt Stone-Veneer – ein Furnier aus echtem Schiefergestein. Doch wie werden Unternehmen innovativ, wenn Genosse Zufall nicht im Spiel ist? Nur mit „Versuch und Irrtum“? Nicolai Andersen, Leiter des Bereichs Innovation bei Deloitte Analytics, verstehe Innovation „nicht notwendigerweise als die Erfindung eines neuen Produkts oder einer Dienstleistung. Sie ist vielmehr das Erstellen eines lohnenswerten, neuen Angebots, das vom Kunden auch als lohnenswert und neu empfunden werden muss.“

So hat es Eberhard Richter mit den Steinfurnieren gemacht. Er hat das Thema Furnier von Kunststoff auf Naturstein übertragen. „Es genügt nicht allein, Neuerungen zu kreieren, man muss sie auch verkaufen. Dazu sollte man in andere Branchen schauen und sich mit vielen Menschen unterhalten“, so sein Credo. Eine Möglichkeit, um an Fördertöpfe zu kommen, ist für ihn die Zusammenarbeit mit Hochschulen. Das hat inzwischen auch die Bundesregierung erkannt. Im Rahmen ihrer Innovationspolitik hat sie unlängst die Förderverfahren für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) vereinfacht. „Wir wollen, dass kleine und mittlere Unternehmen mehr Forschung und Innovation wagen“, sagte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka.

In Zeiten des wirtschaftlichen Wandels kann sich kein Handwerksbetrieb Stillstand leisten. Aber bei aller Lust am Vordenken und Herumprobieren werden – wie überall in Wirtschaft und Gesellschaft – Innovatoren am Ende immer auch am Erfolg gemessen. Und damit stecken sie bereits in einem Dilemma. Schon Johann Wolfgang von Goethe hatte angemerkt: „Jede Lösung eines Problems ist ein neues Problem.“ Für Innovatoren ist dies eine schlechte und eine gute Nachricht: Das Denken und der Zweifel haben immer einen Anfang, aber kein Ende. Es gibt dafür aber immer neue Horizonte zu entdecken.

Erfahren Sie mehr über Innovationen in Handwerksbetrieben in STEIN im November 2016.

Bayreuth statt Verona

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Corona-Restriktionen: Burkhardt-Löffler-Geschäftsführer Steffen

Enorm breit gefächertes Präsentationsspektrum

Am 2. Oktober fand bei Burkhardt-Löffler die erste gemeinsame Hausmesse mit Weha statt. Laut Weha-Geschäftsführer Stefan Deschler hatten sich 85 Teilnehmer und Teilnehmerinnen zu der Veranstaltung angemeldet. Auf der kurzfristig terminierten Hausmesse konnten sie dann neue Maschinenentwicklungen in natura sehen – und darüber hinaus weitere Neuheiten.

Mit Großmaschinen von Burkhardt-Löffler aus allen Anwendungssegmenten der Steinbearbeitung – allesamt bestückt mit Weha-Werkzeugen – zeigte der Tag der offenen Tür perfekt die Synergien der neuen Partnerschaft. Darüber hinaus präsentierte Weha einige Kleinmaschinen und Transportmittel sowie Transportfahrzeuge aus seinem Sortiment. Und schließlich trug Akemi als dritter Partner mit einer Vorführung seines Produktprogramms zum Gelingen der Veranstaltung bei.

In der Oktoberausgabe der STEIN 10/20 hatten wir schon darüber berichtet, dass Burkhardt-Löffler bereits zuvor explizit zu Maschinenvorführungen und Betriebsbesichtigungen in kleineren Gruppen an die Firmenstandorte in Bayreuth und Langenaltheim eingeladen hatte. Mit der Großveranstaltung Anfang Oktober setzte der Maschinenhersteller zusammen mit seinem neuen Partner Weha jetzt einen wichtigen zusätzlichen Impuls zur Ankurbelung des Investitionsgütergeschäfts.

Ganz besonderes Interesse galt der Wasserstrahlanlage Powerjet 3D mit dem selbst entwickelten neuen Kopf – vor allem deshalb, weil die Maschine den ganzen Tag über in Aktion erlebt werden konnte. Zudem stellte Softwareentwickler Benedikt Maiser die firmeneigene Kalibriereinheit vor, mit der sich der perfekte Tool Center Point (TCP) bestimmen lässt. Die Messeinrichtung gleicht den Taumelfehler der C-Achse aus und ermittelt den exakten Abstand zum Fokussierrohr.

„Wir wissen dann genau, auf wie viele Millimeter wir in jeder Richtung – also bei X-, Y- und Z-Achse – kompensieren müssen“, erläutert Maiser. Die Powerjet 3D richtet er vor der Auslieferung hiermit im Werk ein; später werde die Kalibriereinheit höchstens noch einmal gebraucht, wenn die Maschine versetzt werde oder der Kunde mal einen Crash gefahren habe.

Die Kunden würden es in jedem Fall schätzen, dass sie vor einem Maschinenkauf mit ihren Materialien vorbeikommen und sich genau zeigen lassen könnten, wie diese zu schneiden sind. Maiser und seine Kollegen können anhand der Kundeninformationen und dem Material dann Empfehlungen hinsichtlich der verschiedensten Anlagenparameter abgeben: angefangen von Fokussierrohr- und Düsengröße sowie -art über Sandmenge und -art bis zum Pumpendruck.

Einkaufsleiter Michael Hannweber ergänzt hinsichtlich der Wasserstrahlmaschine, dass die Schneidkopf-Eigenentwicklung insbesondere durch das Hohlwellengetriebe überzeuge. Elektrik und Hochdruck könnten so direkt in den 3-D-Kopf gelangen, und es sei keine Rohrspirale und auch keine Schleifring-Dreheinführung für die elektrischen Signale mehr erforderlich.

Weitere Besuchermagnete bildeten zum einen das Bearbeitungszentrum BAZ 2000, welches laut Burkhardt-Löffler mit einer automatischen Saugerpositionierung und Beladung das Konzept des Bearbeitungszentrums revolutioniert hat, sowie zum anderen der Tischkantenautomat KSL 80. Hier zeigte Weha sein seit mehr als 30 Jahren erprobtes Magnetaufnahmesystem, welches heute über drei Magnete verfügt und sich gegenüber Wettbewerbsprodukten dadurch auszeichnet, dass die VA-Knöpfe des sehr schnell einklickenden Dreierverschlusses am Grundteller statt am Werkzeug befestigt sind.

Daneben stellte Burkhardt-Löffler mit der LDZ 2000 K erstmals die gemeinsam mit Partner Weha entwickelte kompakte Drehkopfsäge in Monoblock-Bauweise aus, die wir in STEIN 10/2020 bereits vorgestellt hatten. Diese Kompaktmaschine kann auch in Betrieben mit wenig Platz aufgestellt werden. Auf der Hausmesse wurde die Maschine mit der Naturstein-Diamanttrennscheibe 400/60 UNIV-2 gezeigt.

Zudem empfiehlt Weha seine speziell für Quarzit und für alle Keramiksorten geeigneten beiden neuen 400er Blätter Pro-Q und Weramic-gelb. Noch nicht in Aktion erleben konnten die Besucher*Innen den geplanten neuen Bandkantenautomaten KDL-B, für den es nach Aussage von Stefan Deschler aber schon viele Anfragen gebe. Weha verfügt aufgrund der langjährigen Vertretung von Comandulli-Maschinen über gute Branchenkontakte gerade zu Steinverarbeitern mit Interesse an einer bandgetriebenen Kantenschleifmaschine.

Viele Besucher*Innen interessierten sich aber auch für die von GTech-Firmeninhaber Boris Malacko präsentierte Graviermaschine Pantograph 1215. Und auch der mit einem Ferrari-Ladekran ausgestattete Fuso Canter sowie das kompakte Raupenfahrzeug Roboman Junior – ebenfalls mit Ferrarikran – im Außengelände waren den ganzen Tag über von Interessenten umlagert.

Für das i-Tüpfelchen eines erlebnisreichen Ereignisses sorgte Aussteller Akemi. Anwendungstechniker Otello Piroddi und seine Kollegen zeigten unter anderem das neue Akepur 250 High Tack für das sichere und temperaturbeständige Verkleben einer Vielzahl von Unterkonstruktionsmaterialien unter Keramik, Natur- und Kunststein.

Ein weiteres Highlight des Bauchemie-Herstellers: das besonders für kleinere Betriebe und sehr aufwendige Fertigarbeiten geeignete neue Farbpastensystem, welches zusammen mit dem Platinum-Kleber eine nahezu unerschöpfliche Farbvielfalt ermöglicht. Der Spectrum-Pastes-Koffer für bis zu 60 Einfärbepasten in 45-Gramm-Tuben kann leer gekauft und individuell bestückt werden. Trockenentstaubungssysteme von Weha sowie die Seilsäge BSS 600 und die industrielle Bandsägeanlage CSA 598 von Burkhardt-Löffler rundeten die umfangreiche Hausmessepräsentation ab.