Parlament beschließt Wiederaufbaugesetz für Notre-Dame

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“New York Times” veröffentlicht Rekonstruktion der Brandnacht

Es soll die Sanierung in nur fünf Jahren ermöglichen, etwa mit Lockerungen der Denkmalschutzvorgaben. Die Kathedrale war offenbar nur 20 Minuten vom Einsturz entfernt.

Emmanuel Macron hat nach dem Brand der Pariser Kathedrale Notre-Dame im April angekündigt, sie möglichst schnell wieder aufbauen zu wollen. Das Parlament hat nun ein Wiederaufbau-Gesetz dazu erlassen: Es erlaubt Ausnahmen von Umwelt- und Denkmalschutzvorgaben und bei öffentlichen Ausschreibungen. Es regelt außerdem die Koordinierung des Wiederaufbaus und legt Steuerermäßigungen für Spenden fest. Der Rekord-Spendenbetrag von 850 Millionen Euro ist bisher nur zum Teil eingegangen. Macron sagte bei der Abstimmung im Parlament, er wünsche sich einen “erfinderischen” Wiederaufbau. Viele Experten halten seinen Fünfjahres-Plan für nicht realisierbar.

Als Ursache des Brandes am 15. April 2019 haben Ermittler Brandstiftung ausgeschlossen. Sie halten einen Kurzschluss oder eine weggeworfene Zigarette für die mögliche Ursache. Die “New York Times” hat die Brandnacht in einem ausführlichen Artikel (englisch) genau rekonstruiert: Nach ihrer Recherche rettete die Feuerwehr die Kathedrale quasi in letzter Minute. Sie sei nur rund 20 Minuten von einem Einsturz entfernt gewesen, als die Einsatzkräfte das Feuer unter Kontrolle brachten. Durch mehrere, unglückliche Faktoren seitens des Personals und der Technik – im Dach des Hauptschiffes gab es beispielsweise aus Denkmalschutzgründen keine Sprinkler oder Brandmauern – hätten sie wertvolle Zeit verloren.

Hätte ein Einsatzkommando sich nicht trotz großer Gefahr auf den Süd- und von dort aus auch auf den Nordturm gewagt, wären beide nach Recherchen der Zeitung wohl eingestürzt. Philippe Villeneuve, der französische Chefarchitekt für historische Bauwerke, hält das Gewölbe von Notre-Dame weiterhin für einsturzgefährdet. Im Inneren laufen die Sanierungsarbeiten bereits. Außen dauern die Sicherungsarbeiten an – aktuelle Bilder der Fondation Notre Dame zeigen unter anderem die Sicherung des Dachs.

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Marmomac wie ein Labor für Designer

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sondern auch kommendes Jahr auf der Messe in Mailand. Foto: Friederike Voigt

Sind es die Menschen, die eine Stadt ausmachen, oder die Architektur? „Beides“, ist sich der Bildhauer und Architekt Craig Copeland sicher. Deshalb hat er für das Thema „Soul of the City“ im Italian Stone Theatre auf der Marmomac 2017 ein Werk kreiert, was beides vereint.

Auf einer Fläche von 4 x 4 Metern hat er zwei Wände aus jeweils 40 in sich gewundenen Platten aus Carrara Marmor und iranischem Grünschiefer aufgestellt, die sich wie zwei Hände ineinander verschränken. Entstanden ist ein Hohlraum, in dem sich Messebesucher auf Natursteinbänken ausruhen können.

„Meine Idee wurde auch dadurch beeinflusst, dass Südkoreas Hauptstadt Seoul sich als ‚City of the future’ bezeichnet. Das hat mich nachdenken lassen über die koreanische Flagge, die so einen wunderbaren Kreis in der Mitte aufzeigt. Wie Ying und Yang“, so Copeland. Die Balance hat er in sein Kunstwerk „Embrace“ übertragen. Kein Wunder, dass er die Marmomac als ein Labor für Designer beschreibt.


Daten über das Kunstwerk:

Architekt: Craig Copeland

Materiallieferant: Ca`D`Oro

Material: Bianco Carrara, Verde Picasso, Fantastic Black

Denkmalpfleger der Otto-Friedrich-Universität in Bamberg haben ein neues Bildgebungsverfahren entwickelt, mithilfe dessen die Beschaffenheit von Naturstein nicht-invasiv ermittelt werden kann. (mehr …)