So viel wie möglich konservieren und restaurieren

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Internationaler Architektenwettbewerb für Vierungsturm

Die Bilder der brennenden Kathedrale Notre Dame in Paris erschütterten weltweit die Menschen. Präsident Emmanuel Macron kündigte an, dass Notre-Dame in fünf Jahren wieder aufgebaut sein soll. Der Verband der Restauratoren e. V. bietet den französischen Kolleginnen und Kollegen seine Expertise in der Restaurierung und Baudenkmalpflege an.

Das Feuer hat große Teile der Kathedrale, vor allem das Dach, zerstört. „Wir stehen als Berufsgruppe für das Verhindern von Verlusten an Kulturgut, umso härter trifft es dann, wenn auf einen Schlag ein Bau- und Kulturdenkmal solchen Ranges, von solcher Bedeutung für unser Nachbarland ein Raub der Flammen wird.“, lautet es in einer Pressemitteilung des Verbandes der Restauratoren e.V. (VDR) vom 17. April. Glücklicherweise scheinen nach aktuellen Presseberichten das Fundament und die Außenmauern weitestgehend gerettet zu sein.”Im Ganzen hält die Struktur Stand”, sagte Innenstaatssekretär Laurent Nuñez nach Angaben der Agency France-Presse (AFP) am Dienstag, doch gäbe esSchwachstellen im Gewölbe und einem Giebel im nördlichen Querschiff.

Geld wurde binnen Stunden in ungeahntem Umfang gespendet. Mehr als 800 Millionen Euro sollen mittlerweile für den Wiederaufbau zusammengekommen sein, vor allem von französischen Unternehmerfamilien. Frankreichs Premierminister Edouard Philippe kündigte an, dass es einen internationalen Wettbewerb für den mehr als 90 Meter hohem Spitzturm geben soll, der bei dem Brand eingestürzt war. Schon entstehen Debatten um das zukünftige Aussehen der Kathedrale.

So werden beispielsweise Stimmen laut, den historischen Dachstuhl, der in der Gotik aus dem Holz von 1300 Eichen errichtet worden sein soll, durch eine Stahlkonstruktion zu ersetzen. Prof. Dr. Jan Raue, Präsident des VDR, spricht sich dagegen aus: „Wenn man diesen Dachstuhl, wie von einem Experten vorgeschlagen, aus Metall neu baut, würde ich das als fürchterlichen Verlust empfinden. Hoffentlich kommt man im Laufe der Diskussion zum Schluss, dass man das aus Holz rekonstruiert.“ (www.deutschlandfunkkultur.de)

Für die Zukunft der europäischen Geschichte

„Um der historischen Dimension eines Baus wie Notre Dame gerecht zu werden, bedarf es vor allem auch fachlicher Einsicht – die Verluste lassen sich nicht einfach ungeschehen machen.“, fordert der Verband. Er unterstützt den Aufruf des europäischen Restauratoren-Dachverbands, E.C.C.O. und bietet den französischen Kolleginnen und Kollegen seine gesamte Expertise in der Restaurierung und Baudenkmalpflege an. Wichtig ist ihm, so viel wie möglich von der historischen Substanz zu konservieren und zu restaurieren. „Damit nicht nur die Gegenwart etwas zum Anschauen, sondern damit französische und europäische Geschichte eine Zukunft hat“.

Bild: Marind/commons.wikimedia.org

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Im Dezember 2020 verstarb Helga Elisabeth Trassl, öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für Naturwerkstein, kurz nach ihrem 80. Geburtstag.

Im Dezember 2020 verstarb Helga Elisabeth Trassl, öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für Naturwerkstein, kurz nach ihrem 80. Geburtstag. Foto: Unsplash

Im Dezember 2020 verstarb Helga Elisabeth Trassl. Die 1940 in Wien geborene und zeitlebens überzeugte Österreicherin fühlte sich dennoch in Würzburg heimisch. Frau Trassl war öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für Naturwerkstein im Innenausbau. Ihre Vereidigung erfolgte 1996 von der Industrie- und Handelskammer Würzburg-Schweinfurt. Sie war die erste weibliche Sachverständige bei der Kammer auf dem Natursteinsektor.

Die bei ihren ersten Gutachten noch vorhandene Skepsis in der von Männern dominierten Fachwelt war bald verflogen. Frau Trassl überzeugte durch ihre Fachkenntnis und durch ihr Verhandlungsgeschick auch in schwierig gelagerten Fällen. Im ehelichen Steinmetz- und Steinbildhauerbetrieb in Ardagger / Österreich sammelte sie Erfahrung im Versetzen von Naturwerkstein, gewann Überblick über viele Natursteinsorten mit ihren jeweiligen Eigenheiten und Besonderheiten. Als gelernte Drogisten hatte sie überdies auch fundierte Kenntnisse in Chemie – was damals für Sachverständige in der Natursteinbranche eher selten der Fall war. Nachdem mit der Weiterentwicklung der Verlegematerialien und –Methoden Chemie eine immer größere Rolle spielte, kamen ihr diese Kenntnisse bei ihren Gutachten zugute. Ab 1985 war sie  bis zu dessen Tod mit ihrem zweiten Ehemann Heinz Trassl in dessen Gutachterbüro tätig.

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Mit Dekton von Cosentino ist ein besonders anspruchsvoller Werkstoff hinzugekommen. Er ist hart und unnachgiebig gegenüber Verarbeitungsfehlern, so das einhellige Urteil der Anwender. Der anfänglichen Ratlosigkeit ist die Erkenntnis gewichen: Das gesinterte Material lässt sich nicht nur profilieren, sondern auch sicher schneiden, wenn man die Vorgaben der Werkzeughersteller akribisch beachtet.

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Bei König hat man auf den Ruf nach mehr Tempo mit den sogenannten UHS-Werkzeugen reagiert. Das Akronym steht für Ultra High Speed. Wie sich das in der Praxis auswirkt, erklärt König-Produktmanager Stefan Nichter: Waren bei drei Zentimeter starkem Granit früher 200 bis 300 Millimeter Vorschub in der Minute mit dem Fingerfräser üblich, erreichen die UHS-Fräser 400-500 Millimeter. Besonders deutlich werden laut Nichter die Fortschritte in der Werkzeugherstellung bei den Parametern für Kunststein. Erreichte ein Fingerfräser im zwei Zentimeter starken Engineered Stone früher 300 bis 350, leisten die UHS-Werkzeuge bis zu 600 Millimetern in der Minute. Wie fordernd dagegen Keramik ist, zeigen die derzeit empfohlenen Werte von 150 bis 250 Millimetern in der Minute.

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