Freisprechungsfeier und Steinmetz-Symposium

Am Wochenende vom 2. bis 4. September 2016 fanden auf Burg Frankenstein gleich zwei wichtige Feierlichkeiten der Steinmetzinnung Hessen-Mitte statt: Das jährliche Steinmetz-Symposium und die Freisprechungsfeier von 12 Steinmetz-Absolventen.

Das Steinmetz-Symposium versammelte auch bei der 14. Veranstaltung seiner Art wieder Auszubildende, Gesellen und Meister des Steinmetz-Handwerks. Ziel des Symposiums ist es, alte Techniken zu erhalten, Fachwissen zwischen den Betrieben weiterzugeben und der Bevölkerung einen der ältesten handwerklichen Berufe wieder ins Bewusstsein zu rufen. Passend zum spektakulärsten Halloween-Event Deutschlands, das jeden Herbst auf Burg Frankenstein stattfindet, sollten die Teilnehmer Gruselmotive in Stein hauen, die anschließend dem Burgrestaurant überreicht wurden. Neben Motiven wie Fledermäusen und Totenköpfen entstanden auch Sockel und Ornamente. Walter Hess, Organisator, Steinmetzmeister aus Ober-Beerbach und ehemaliger Bezirksobermeister, lobte die Arbeiten der Teilnehmer zum Abschluss des Steinmetz-Symposiums und überreichte dem Pächter des Burgrestaurants Mathias Bührer das in Sandstein gehauene Wappen der Burg.

Die Gesellenstücke

Im Anschluss an das Symposium fand die Freisprechung der Steinmetz-Gesellen statt. Ralf Zimmermann, Obermeister der Steinmetzinnung Hessen-Mitte, begrüßte die Junggesellen und Gäste. Anschließend führten Walter Hess und der Bezirksobermeister Peter Ritter durch das Programm der traditionellen Feier. Nach althergebrachter Tradition wurden die Absolventen von ihrer Lehrzeit freigesprochen und nach der Abnahme der sieben Tugenden zu Gesellen „geschlagen“. Die letzte Prüfung beinhaltete das „Leeren des Kruges in einem Zug“. Ralf Zimmermann und Alfred Graf, stellvertretender Obermeister der Steinmetz- und Bildhauer-Innung Oberhessen, überreichten die Prüfungszeugnisse. Besonders zu würdigende Absolventen sind Silva Geisen, die mit der Note „Sehr gut“ die beste Gesellenprüfung in diesem Jahr ablegte und Lena Repp, die mit ihrer Pferdekopf-Skulptur als Landessiegerin im Bereich „Steinbildhauer“ aus dem Praktischen Leistungswettbewerb der Handwerksjugend hervorging.