Mit der Ausstellung „Teilchenbeschleuniger“ werden vom 7. bis 22. September künstlerische Positionen von jungen Absolventinnen und Absolventen der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle präsentiert. Acht unterschiedliche Künstler/innen stellen in der Spinnerei Leipzig gemeinsam aus.

Die Schau rund um den Leipziger Spinnereirundgang ist zugleich ein Blick zurück und nach vorne: Die acht Künstlerinnen und Künstler – Stine Albrecht, Jantje Almstedt, Carl Bens, Soo Youn Kim, Lisa Kohl, Hanna Müller-Kaempffer, Florian Schurz, Sylvie Viain – haben vor kurzem ihr Studium an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle (BURG) abgeschlossen und etablieren sich derzeit erfolgreich im Kunstfeld. Die Ausstellung zeigt, in welch unterschiedlichen Richtungen sich ihre künstlerische Praxis weiter entwickelt.

None
Carl Bens: Pinguine (Formgeblasenes Glas)
None
Lisa Kohl: Shelter (Fotografie)

Die Positionen wurden durch eine Jury aus dem Abgangsjahrgang 2017/18 der BURG ausgewählt. Die Bandbreite ist groß: unterschiedliche Medien wie Zeichnung, Glas, Keramik und Textil stehen neben fotografischen, filmischen und performativen Positionen. Kurator der Ausstellung ist Stefan Hurtig. Die Ausstellung wird durch „Burg gestaltet! Qualitätspakt Lehre“ aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert.

None
Soo Youn Kim: Zeitnoten, September 2019 (Farb- und Bleistift auf gedrucktem Papier)
None
Hanna Müller-Kaempffer, Die eigene Wahrheit, (Gewebter Teppich, Wolle, Lehrtafelbilder, Acryl auf Leinwand) Foto: Sven Bergelt

Mit einem monumentalen Jacquard-Teppich und gemalten Lehrtafelbildern stellt Hanna Müller-Kaempffer (*1989 in Berlin) die uns vertraute Sprache und Bildsymbolik auf den Prüfstand. Die Skulpturen von Carl Bens (*1987 in Schwedt) sind formale sowie assoziative Untersuchungen über die Potenziale des Materials Glas. Motive sind: Pinguine, Affen, Löwen und zu einer Platte verschmolzene Sektflaschen. Die Skulpturen von Stine Albrecht (*1988 in Stralsund) aus Stahl, Holz oder Plexiglas basieren auf den Prozessen: Entdecken, Erkennen, Begreifen und Erfahren. Die raumgreifenden Keramikinstallationen von Jantje Almstedt (*1988 in Dagobertshausen) schaffen eigene Realitäten. Bei Schichilitz ragen mannshohe, an Rauchwolken erinnernde Keramiken aus einem bunten Bällchenbad empor. Mit realen soziopolitischen Gegebenheiten beschäftigt sich Lisa Kohl (*1988 in Luxemburg). Ausgehend von der Präsenz öffentlich schlafender Obdachloser inszenierte sie für die Fotoserie SHELTER verhüllte Körper im öffentlichen Raum von Los Angeles. Florian Schurz (*1985 in Dresden) befragt das Verhältnis zwischen Bildern und dem betrachtenden Subjekt. Seine mehrteilige Videoinstallation behandelt sowohl äußere Bilder wie die eines gefluteten Steinbruchs als auch die durch Hirnscans interpretierten „inneren Bilder“. Sylvie Viains (*1988 in Preetz) Zeichnungen fungieren als Archiv der Notationen und Handlungsanweisungen. Mit ihren musikalischen Miniaturen werden Gedanken zu Handlungen und wieder zu Gedanken. Soo Youn Kim (*1979 in Seoul, Südkorea) hat für die Serie Zeitnoten die beobachteten Zeitpunkte des Sonnenauf- und Sonnenuntergangs sowie Mondauf-/untergangs in ein eigenes Notationssystem übertragen, das wie eine grafische Partitur wirkt.

Ausstellungsdauer:7.–22. September 2019, Eröffnung:Samstag, 7. September, 15 Uhr
Ort:Untergeschoss 14, Spinnerei Leipzig, Spinnereistr. 7, 04179 Leipzig
Öffnungszeiten:Donnerstag bis Sonntag, 11–18 Uhr
Der Eintritt ist kostenfrei.

Weitere Informationen: www.burg-halle.de

Bilder: Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, Sven Bergwelt

Könnte dich auch interessieren

Individuell bis in den Tod

Stein Magazin

In wenigen Schritten zum individuellen Grabstein

Die Kunstgießerei Strassacker stellte auf der Stone+tec 2018 ihren neuen Online-Tafelkonfigurator vor.

Individualität liegt im Trend – auch was den Grabstein anbelangt. Denn Kunden wünschen sich oftmals persönliche Motive und Gestaltungselemente, die Lebensbereiche oder Hobbys des Verstorbenen wiederspiegeln, eine Gedenktafel mit eigener Note. Dieses Bedürfnis nahm die Kunstgießerei Strassacker nun auf und entwickelte einen Tafelkonfigurator: Ein Tool, mit dem Steinmetze gemeinsam mit ihren Kunden das jeweils passende Design kreieren können. Auf der Messe Stone+tec, die vergangene Woche nach Nürnberg einlud, stellte das Unternehmen ihre Neuheit vor. Ab 15. Juli ist der Tafelkonfigurator online.

 

Ähnlich einem Baukastensystem, lassen sich alle Elemente der Grabplatte individuell zusammenstellen – angefangen beim Material. Hier kann man zwischen Aluminium oder Bronze wählen, mit oder ohne Patina, in dem die nach eigenen Formatvorgaben bemessene Platte gegossen wird. Neben diversen Schriftarten stehen mehrere Befestigungsmöglichkeiten zur Auswahl, ebenso wie eine umfangreiche Bibliothek mit Motiven, die als Reliefbilder, grafische oder vollplastische Symbole ausgearbeitet werden können. Eine Vielzahl an Möglichkeiten also.
Wer jedoch lieber auf vorgefertigte Gestaltungsbeispiele als Anregung zurückgreifen möchte, der kann aus einer umfangreichen Zusammenstellung schöpfen und diese wiederum nach seinen Wünschen individualisieren.

Einfach und transparent

Neben der einfachen Handhabung des Tafelkonfigurators, enthält das Tool die Funktion, das fortlaufend alle Parameter sowie der aktuelle Preis der entworfenen Grabplatte angezeigt werden. Sobald das Layout erstellt ist, können Benutzer ein PDF mit den Daten generieren und an ihre Kunden aushändigen. Auch ein Ausdruck im Maßstab 1:1 zur Prüfung und Betrachtung am realen Stein ist möglich.

Die Kunstgießerei Strassacker ist ein Familienunternehmen in der vierten Generation. Im Stammhaus in Süßen sind heute insgesamt ca. 450 Mitarbeiter beschäftigt. Mit Repräsentationen in Frankreich, Schweiz, Österreich, Belgien, den Niederlanden und den Vereinigten Staaten gehört die Kunstgießerei Strassacker zu den weltweit führenden Manufakturen.

Die IranConMin 2018 zieht positive Bilanz

Stein Magazin
Geschäftsführer der IMAG GmbH

Die iranische Leitmesse für Baumaschinen und Bergbau Anfang November war laut Ausstellern ein Erfolg. Rückläufige Zahlen gab es dennoch. Grund ist die wirtschaftlich schwierige Lage.

59-icmribbon-cutting-ceremony300dpi
Peter Bergleiter, Geschäftsführer der IMAG GmbH, eröffnet die IranConMin 2018 gemeinsam mit hochrangigen Vertretern von Verbänden und Industrie. Foto: IMAG GmbH
59-icmconstruction-machinery300dpi
Baumaschinen auf dem Außengelände der IranConMin 2018. Foto: IMAG GmbH

Merklicher Rückgang bei den Ausstellern

Die iranische Bau- und Bergbaumesse IranConMin endet mit positivem Ausblick. Die 14. Ausgabe der Fachmesse für Baumaschinen und Bergbau fand vom 2. bis 5. November in Teheran statt. Sie gilt in Iran als Leitmesse und bringt internationale Aussteller mit der iranischen Branche zusammen. Rund 200 Aussteller aus acht Ländern und rund 15.000 Besucher waren dieses Jahr zu Gast. Im Vorjahr waren noch 288 Aussteller aus 15 Ländern und 20.000 Fachbesucher gekommen.

Der merkliche Rückgang der Teilnehmerzahlen ist auf die aktuelle weltpolitische Lage zurückzuführen. Die USA hatten im August und erneut Anfang November entgegen internationalen Protests schwerwiegende wirtschaftliche Sanktionen gegen Iran verhängt, um die Regierung zu schärferen Auflagen im Atomabkommen zu zwingen. Damit sind aktuell die iranische Wirtschaft und der internationale Zahlungsverkehr mit Iran stark beeinträchtigt.
Der Atomstreit war eigentlich 2016 beigelegt und die internationalen Wirtschaftssanktionen gegen Iran aufgehoben worden. Diese positive Entwicklung hatte sich auch auf die Teilnehmerzahlen der vorherigen Ausgaben der IranConMin ausgewirkt. Der Großteil der internationalen Aussteller war mit der diesjährigen Ausgabe der Messe dennoch sehr zufrieden und hob vor allem die geknüpften Kontakte und die persönlichen Kundengespräche hervor. Zudem äußerten sich die Teilnehmer sehr positiv über den wachsenden Markt in Iran, welcher auch international eine gute Plattform bietet.

Der deutsche Veranstalter IMAG GmbH, eine Tochtergesellschaft der Messe München, wertet die Veranstaltung insgesamt als Erfolg. Die IMAG veranstaltet die Messe jährlich mit den Partnern Palar Samaneh Co. und IranMineHouse. Die 15. IranConMin findet vom 3. bis 6. November 2019 in Teheran statt.