Gestein des Jahres 2017

Stein Magazin

Die alljährliche Wahl zum Gestein des Jahres fiel am 28. April 2017 zum elften Mal. Der Diabas wurde im Hartsteinwerk Schicker in Bad Berneck von einem Expertengremium zum Gestein des Jahres 2017 gewählt.

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Im Hartsteinwerk Schicker kürte das Expertengremium das Gestein des Jahres 2017. (Foto: Hartsteinwerke Schicker OHG)
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Taufe des Diabases mit Bier zum Gestein des Jahres 2017. (Foto: Hartsteinwerke Schicker OHG)
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Durch seine besonderen Eigenschaften ist der Diabas sehr vielseitig einsetzbar. (Foto: B. Kolbe BDG)

Optimale Eigenschaften und Nutzung des Diabases

Unter Leitung des Berufsverbands Deutscher Geowissenschaftler kürt die Expertenkommission aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung jährlich ein Gestein zum Gestein des Jahres. Unterstützt wird die Wahl durch den Bundesverband Mineralischer Rohstoffe (MIRO), der auch Teil des Kuratoriums ist. Durch die Aktion „Gestein des Jahres“ soll die Öffentlichkeit auf die vielfältigen Gesteine, ihre geologische Entstehung und wirtschaftliche Bedeutung, ihren Nutzen und ihre Werte, aufmerksam gemacht werden. Der getaufte Diabas wird seit 1880 in dem Familienunternehmen Hartsteinwerke Schicker OHG, das über vier Steinbrüche verfügt, in Oberfranken gewonnen.

Diabas ist ein hartes und widerstandsfähiges Urgestein, das eine sehr hohe Dichte besitzt und sich durch seine hohe Polierresistenz auszeichnet, sodass er sehr vielseitig einsetzbar ist.
Dank seines Mineralgefüges ist der Diabas sehr leicht zu bearbeiten. So kann er sowohl für Bildhauerarbeiten, als auch für die Werksteinproduktion sowie Grabsteine, Säulen, Fassadenplatten oder Bodenbeläge verwendet werden. Auf Grund seiner hohen Druckfestigkeit und Frostbeständigkeit wird er vor allem für die anspruchsvolle Schotter- und Splittherstellung oder als Zuschlag bei der Baustoffproduktion eingesetzt. Auch beim Pflastern, im Hoch- und Tiefbau bildet er ein solides, widerstandsfähiges Fundament. Darüber hinaus trägt das feine Diabas Urgesteinsmehl durch seinen hohen Kalzium- und Magnesiumgehalt besonders zur Bodenverbesserung im Gartenbau bei.
In Deutschland wird Diabas hauptsächlich im Straßenbau verwendet.

Folgende Gesteine wurden bereits in den vergangenen Jahren zum Gestein des Jahres gewählt:

Am 17. September findet in Ostthüringen der Tag des Geotops statt, der unter anderem dem Gestein des Jahres gewidmet ist.

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Das „steinerne Meer“ zwischen Öland und Gotland

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Skandinavien ist bekannt für seine Hartgesteine. Darum führt die Stein-Reise des Geokompetenzzentrum Freiberg in diesem Jahr nach Süd-Schweden – und auch in der STEIN wird es im Sommer eine Strecke zum Thema Skandinavien geben.

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Bei der Exkursion werden unter anderem Steinbrüche besucht. Foto: Geokompetenzzentrum Freiberg e. V.
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Abbau von Braennhult-Granit. Foto: Geokompetenzzentrum Freiberg e. V.
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Arbeit im Steinbruch Sjöström. Foto: Geokompetenzzentrum Freiberg e. V.

Schwedisch Schwarz

Die sechstägige Exkursion hat sich als feste Größe im jährlichen Exkursionskalender für die Steinmetzbranche etabliert. Wie in jedem Jahr bekommen Fachinteressierte einen Überblick über Natursteinvorkommen, -abbau und -referenzen des Landes. Besucht werden Firmen, Steinbrüche, Orte und Objekte in Kristianstad, Vanga, Borgholm (Öland), Gotland und Malmö.

Hilke Domsch vom Geokompetenzzentrum Freiberg erklärt: „In Südschweden gibt es Granite wie Bjärlöv, Bohus oder Flivik, Gneise wie Halmstad oder Vanga und natürlich die als ‚schwedisch Schwarz‘ bekannten Basalte. Etwas unbekannter und dabei traditionell sehr verankert sind die Kalksteine von den Ostseeinseln Öland und Gotland und auch Marmor wie der grüne Brännlykan.“

Auf Öland wird die Firma Naturstenkompaniet besucht – sie gewinnt und verarbeitet den Ölandkalkstein. Unter den Orten sticht die Ostseeinsel Gotland hervor, so Hilke Domsch: „Der Gotland-Kalkstein ist ein wunderschöner heller und harter Kalkstein mit einer einzigartigen Textur. In Verbindung mit der Geschichte der Hanse wird dies ein Highlight der Reise.“

Reiseinformationen

Die Exkursion findet vom 30. April bis 6. Mai 2018 statt – auf Wunsch kann der Reisezeitraum verkürzt werden. Anmeldeschluss ist der 28. März 2018.

Hier finden Sie den interaktiven Informations- und Anmeldeflyer zum Ausfüllen und Versenden.

Europäische Steinestapler starten eine Ausstellung

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Steinestapler Jonathon Kitching nutzt auch angespültes Treibgut für seine Skulptur. Foto: Laurence Winram

Im schottischen Dunbar stapelten Künstler im April Steine bei einem Festival zu kunstvollen Skulpturen. Im Mai geben sie ihr Können an Interessierte weiter.

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Steinestapler Jonathon Kitching nutzt auch angespültes Treibgut für seine Skulptur. Foto: Laurence Winram
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James Craig Page (Mitte links), Veranstalter des Festivals, mit der Jury. Foto: Laurence Winram
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Ein Teil der Gewinner-Skulptur von Pedro Duran. Foto: Laurence Winram
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Die Steinestapler überlegen gemeinsam, wie sie ihre Kunstform bekannter machen können. Foto: Laurence Winram
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Teil der Ausstellung in Summer Hall. Foto: Laurence Winram

Steinestapler stellen gemeinsam mit Land-Art-Künstlern aus

Steine sind ein tolles Baumaterial – nicht nur für Treppen, Säulen und Co., sondern auch für gestapelte Kunstwerke am Strand. Das zeigen die Ergebnisse des 2. Europäischen Wettbewerbs der Steinestapler, der Ende April für zwei Tage in Dunbar in Schottland stattgefunden hat. 30 Künstler haben angespülte Kiesel und größere Steine aus der Natur mit ruhiger Hand kunstvoll auf Felsen und Sand gestapelt und sich in den Kategorien “Die meisten Steine ausbalanciert”, “Juniormeisterschaft”, “künstlerischer Gewinner” und “Stapeln gegen die Zeit” gemessen. Der Gesamtgewinner ist – wie bereits im letzten Jahr – Pedro Duran aus Spanien. Er bekommt einen finanziellen Zuschuss für seinen Flug nach Texas, wo 2019 der weltweite Wettbewerb in Llano stattfindet.

Die Kunst besteht beim Steinestapeln darin, die Schwerkraft für sich zu nutzen, denn sie ist das einzige, was die Skulpturen zusammenhält. Versierte Künstler bauen zum Beispiel komplette Torbögen ohne eine einzige Kelle Mörtel. Seriöse Stapler verändern die natürliche Umgebung oder gar historisch bedeutende Stätten dabei nicht – beides sind Kritikpunkte von Naturschützern. Sie stapeln besonders gern an Stränden, Flüssen und Seen, weil sie dort häufig besonders schöne Steine finden. 
Noch ist die Steinestapler-Szene eher klein und familiär – und sie könnte ein bisschen mehr öffentliche Aufmerksamkeit gebrauchen. Um die mediative Kunst in Europa noch bekannter machen, stellen deshalb bis 28. Mai bekannte Steine-Stapler, Land-Art-Künstler und Maler gemeinsam in der Summerhall Gallery in Edinburgh aus und geben an allen Mai-Wochenenden Workshops.