Skulptur des Monats: Rigoletto

Stein Magazin
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Mai 2015: Die Skulptur „Rigoletto“ von Mario P. Valdini. (Foto: Münster)

Rigoletto ist der Hofnarr des Herzogs von Mantua, dessen frauenverachtende Lebensphilosophie nicht zu übersehen ist. Der Narr spottet lautstark über die Gäste des Herzogs, deren Töchter und Frauen der Herzog verführt oder noch verführen will. Auch andere Höflinge werden von ihm verhöhnt. Trotz Achtsamkeit gelangt aber die Tochter des Hofnarren Gilda in den Blick des Herzogs. Das Schicksal nimmt seinen Lauf und seine Tochter wird entehrt. Die gewollte Rache Rigolettos trifft aber nicht den Herzog, sondern die in den Herzog verliebte Gilda, die am Ende der Oper durch die Hände eines Auftragsmörders stirbt.

Das ist eine Kurzzusammenfassung der Oper „Rigoletto“ von Giuseppe Verdi, deren Uraufführung 1851 am Teatro La Fenice in Venedig stattfand. Sie gilt als das erste Meisterwerk Verdis. Der Steinmetz und Bildhauer Mario P. Valdini aus München schuf zu dieser Thematik ebenfalls ein Meisterwerk: die Skulptur „Rigoletto“ aus einem Block Donaukalkstein/Drosselfels – unsere Skulptur des Monats Mai.

1987 arbeitete Valdini den Rigoletto aus einem Kalksteinblock. Er lernte in der Ulmer Münster Bauhütte, verbrachte dort sieben Gesellenjahre. „Mein künstlerisches Tun ist daher von der Gotik beeinflusst“, sagt er. Eine Ausbildung geprägt von der Gotik führte zur Gestaltung der Skulptur, deren Vorbild aus der Oper Verdis in der Zeit der Gotik “agiert”. Valdinis Ziel: Eine Figur mit gotischen Elementen in die Moderne einbringen. Das Ziel gelang. Genauso wie es Verdi gelang, seine Oper in unsere Zeit zu tragen, in der sie oft noch zum Standard-Repertoire vieler Opernhäuser gehört.

Das Drama von Vater und Tochter berührt auch heute. Der von klassischer Musik begeisterte Steinmetz Valdini macht es fassbar in seiner Skulptur. Er arbeitete vom Modell bis zur Realisation etwa eine Woche. Die Oberflächen wurden gestockt, gesägt und poliert. Dann präsentierte der Künstler die Skulptur in Kunstausstellungen in und um München – im Kulturclub im Europäischen Patentamt oder der Stadthalle Landsberg. Die Geschichte des Rigolettos aus Naturstein endet aber nicht so dramatisch wie die der Oper. Ihm war ein Happy End vergönnt. Mario Valdini lernte in der Zeit der Arbeiten am Rigoletto seine Frau Barbara kennen und schenkte ihr die Skulptur als Zeichen seiner Liebe.

Erfahren Sie hier mehr über den Künstler. Mehr zu Musik und Handwerk finden Sie auf unserem Blog: Der Klang der Steine oder Verachtet mir die Meister nicht!

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Der Steinmetz und Bildhauermeister Mario P. Valdini – schon seit seiner Bauhüttenzeit vor mehr als 30 Jahren im Berufsverband Bildender Künstler Schwaben – hat ein breites Portfolio: Restaurierung, Innen- und Außengestaltung, Gartenskulpturen, Grabmale und vieles mehr bietet er seinen Kunden an. „Sich von der Perfektion der Natur inspirieren lassen, künstlerische Grenzen überschreiten und immer wieder neu definieren“, das ist die Philosophie des Künstlers aus Kalabrien.

 

 

 

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Die „Generation Y“ folgt auf die sogenannte „Generation X“, die zwischen 1965 und 1980 geborenen, und die Generation davor, die sogenannten „Babyboomer“, die zwischen 1946 und 1964 geboren sind.

Sie werden die Arbeitskultur radikal umkrempeln

Die „Ypsiloner“ erobern seit einiger Zeit die Unternehmen, wo sie eine Zeit lang Seite an Seite mit der bislang dominanten „Babyboomer“-Generation arbeiten, die sie dann bald ablösen werden. In einigen Jahren wird die „Generation Y“ weltweit jeden zweiten Arbeitnehmer stellen. „Dies ist die anspruchsvollste und selbstbewussteste Generation seit Langem“, sagt Anders Parment von der Stockholm University School of Business, der ein Buch über die Ypsiloner geschrieben hat. Sie wird die Arbeitskultur in den Unternehmen radikal umkrempeln und damit vor dem Hintergrund des demografischen Wandels als wichtigstem Gesellschaftstrend zu einem weiteren wichtigen Trend, dem Wertewandel in der Gesellschaft, beitragen. „In den Werten sowie Denk- und Handlungsmustern der ‚Generation Y‘ spiegeln sich die Entwicklungen und Trends in unserer Gesellschaft und Arbeitswelt wider“, schreibt Prof. Dr. Jutta Rump vom Institut für Beschäftigung und Employability in Ludwigshafen.

Die Eltern waren für sie „Workaholics“

Um die „Generation Y“ zu verstehen, hilft ein Blick in deren Sozialisation: Aufgewachsen mit Eltern der „Babyboomer“-Generation bekamen und bekommen sie mit, wie hart diese für ihre Rente arbeiteten. Die Eltern gelten für sie nicht selten als „Workaholics“. Werte wie Freizeit und Familie standen in dieser Generation hinten an. Zeit hatten sie allenfalls für ihre Enkel, doch den Kindern der „Babyboomer“-Generation steckt der Mangel an Zuneigung und Zeit ihrer beruflich voll engagierten Eltern tief in den Knochen. Ein abschreckendes Bild: So möchte die „Generation Y“ es keinesfalls mit ihrer eigenen Familie machen und distanziert sich ganz bewusst von der Haltung ihrer Eltern „Leben, um zu arbeiten“. Viele der nach 1980 Geborenen sind in wohlhabenden Doppelverdienerhaushalten aufgewachsen, nicht selten als einziges Kind. Eine strenge Familienhierarchie haben sie meist nicht kennengelernt. Im Gegenteil: Die „Generation Y“ durfte von Kindesbeinen an mitentscheiden. Und so vertreten sie selbstbewusst ihre Bedürfnisse – auch in Unternehmen.
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